Zitat
Es ging aber darum, ob man gesprochene Kommandos im täglichen Umgang braucht, oder ob körpersprachliche Signale genügen. Ich persönlich wüsste nicht wie ich ohne gesprochene Kommandos klar kommen würde. Mich hat also interessiert, wie das bei anderen ist, die vor allem sagen ein "hier" (es geht nicht ums Wort, sondern um das antrainierte gesprochene Kommando) ist nicht unbedingt notwendig. Ich wollte einfach nur andere Methoden kennen lernen, um "über den Tellerrand hinaus zu schauen".
Wir haben ein "Hier"-Kommando, nutzen es aber fast nie. Auch andere verbale Kommandos gibt es sehr selten, auf den meisten Spaziergängen gar nicht (außer zu "Auslastungszwecken"). Ich denke, es kommt da auch etwas auf die Wohnlage an
. Bei uns ist es so, dass wir wenig Begegnungen welcher Art auch immer auf Spaziergängen haben. Und wenn was auftaucht, wissen die Hunde, was erwartet wird. Wild = zu mir kommen, angeleinter Hund = zu mir kommen, Spaziergänger = mich fragend ansehen (ich vermute, ich gebe irgendeine Art von "Sichtkommando", jedenfalls sehen sie mir an, ob ich dann möchte, dass sie zu mir kommen oder nicht), bleib ich stehen, bemerken sie das und schauen mich an, hole ich die Leine von der Schulter kommen sie automatisch zum anleinen. Kommen Reiter oder Radfahrer, gehe ich neben den Weg und die Hunde kommen zu mir. Für all das brauchen wir kein Kommando und es ist sehr praktisch, da die Hunde eh das meiste vor mir wahrnehmen.
Wenn wir mal in der Stadt unterwegs sind, funktioniert das bei Lucy ähnlich. Sie schaut da tatsächlich mehr nach mir und hat auch von selbst einen engeren Radius (wobei Lucy eh von Natur aus einen engen Radius hat). Sie schaut mich allerdings dort nicht bei jedem Menschen an (wär auch etwas blöd...), da mache ich sie durchaus akkustisch aufmerksam, wenn ich merke, der entgegen kommende Mensch reagiert "besorgt" oder so. In der Stadt käme ich ohne akkustisches Signal also nicht aus.
Grisu läuft in sehr belebter Gegend nicht frei.