ZitatAus dem Bauch raus würde ich gerne den Fokus auf Dony legen. Klar, der Kleine muss sich einleben, aber ich möchte, dass für ihn von Anfang an die gleichen Gesetze gelten. Auch möchte ich, dass der Kleine sich Dony quasi „unterordnet“ und ich würde auch einschreiten, wenn er ihn trotz Ansage nicht in Ruhe lassen sollte, wobei ich das eher weniger befürchte. Falls es Dony übertreiben sollte natürlich auch
Auch bei der Vergabe der Leckerlies würde ich Dony gerne den Vorrang geben. Erst bekommt er, dann der Kleine. Eine Reihenfolge wird es zwangsläufig oft geben, daher der Gedanke…
Grob gesagt: der Kleine muss lernen, dass Dony hier etwas über ihm stehen wird und Dony muss lernen, dass der Kleine mit zur Familie gehören wird.
Ich persönlich mache es nicht so. Natürlich schaue ich, dass Grundregeln eingehalten werden, keiner mobbt etc. Aber ich würde nicht versuchen Einfluss zu nehmen, wer sich wie wann unterordnet und auch keinen "bevorzugen". Vor allem nicht bei Dingen, die von mir kommen, bzw. mir "gehören". Es hat Hund A schlicht egal zu sein, ob ich B nun bespiele, kraule, mit ihm übe oder dem ein Leckerlie gebe. Bei uns hat das am besten geholfen, dass die Hunde wissen, sie können es nicht beeinflussen. Wenn ich Hund A immer zuerst etwas gebe oder ihm bevorzugt Aufmerksamkeit schenke, muss er ja denken, dass dies so gehört. Und dann entsteht nach meinem Empfinden viel eher Frust (und Maßregelung des anderen Hundes), wenn es mal nicht so läuft. Und ich hab auch keine Lust, bei Aktionen mit den Hunden immer bedenken zu müssen, wie ich Hund A da "Vorrang" gebe. Wär mir zu umständlich. Bei uns war die Problematik, dass Lucy mit streicheln/bespielen von Grisu anfangs etwas Probleme hatte (sich dazwischen drängte) und Grisu stark zu Ressourcenverteidigung geneigt hat. In unserem Fall war das Vorgehen: klar sagen, wer dran ist und der andere ist es dann absolut nicht. Zurückhaltung, nettes Verhalten wurde natürlich entsprechend belohnt
. Wer sich da nicht dran hielt, hatte Pech gehabt und bekam dann eben gar nichts ab vom Kuchen in dem Moment
. Das ist mittlerweile zwischen den beiden kein Thema mehr, die akzeptieren es einfach ruhig, wie es gerade ist, kauen nebenander friedlich auf Knochen rum und warten bei Spielen, Knuddeln, Leckerlie und Übungen, bis sie dran sind, bzw. machen halt gemeinsam mit.
Ansonsten erlebe ich es wie "mittendrin", den Hunden sind die Dinge eh situativ unterschiedlich wichtig und "unterordnen" fordern die so nicht ein voneinander. Lucy will vor allem ihre Individualdistanz gewahrt sehen und beide sind sich einig, dass man keine Schlafplätze oder Futter "klaut", wenn dies gerade der andere Hund in Beschlag hat.