Beiträge von Lucy_Lou

    Wär dann Bundesland Nr. 2, in dem ich eher keinen Urlaub mehr machen wollen würde... Da frag ich mich jedes mal: wofür erzieht man denn bitte überhaupt noch seinen Hund, wenn er eh kaum noch irgendwo frei laufen darf :muede2: . Dann sollte man doch zumindest eine "Leinenbefreiung" machen dürfen. Wofür eine Leine, wenn der Hund nicht jagt und/ oder entsprechend erzogen ist? Ich hoffe sehr, dass es bei uns in NRW so weit nicht kommt... Aber wehren, wie denn?

    Na ja, ich habe Grisu schon sehr wieder gefunden in vielen Aussie-Beschreibungen hier, vielleicht fühle ich mich deshalb nicht auf den Schlips getreten, weil für mich ein Aussie irgendwie so gehört :lol: . Besonders problematisch finde ich ihn auch nicht. Aber größte Themen bei ihm als Junghund waren Frustrationstoleranz und Ressourcenverteidigung, auch ist er "robuster" ( :hust: ) in Spiel und Körpersprache, als die Border, die ich so kenne. Sehr sensibel mir gegenüber, aber "hart" der Umwelt gegenüber und auch bereit im Zweifelsfall nach vorne zu gehen, nicht zurück. Auf Fremde kann er gut verzichten, ist auch wachsam, aber ohne Hang zu Überreaktionen. Mit wem Fremden "arbeiten" oder auch nur spielen würde er nicht. Der Familie gegenüber ist er dafür unheimlich aufmerksam, lernfreudig, "allzeit bereit". Kein Hibbel, kein Stresshund, kein großartig fordernder Hund. Null Tendenzen zu Stereotypien, tatsächlich hat er Aversionen dagegen, Abläufe/Kommandos stupide runter zu spulen (auch Bällchen holen findet er so ab dem 3. Wurf öde :roll: ), dafür ist er voller eigener Ideen :D . Ich persönlich würde einen Aussie jederzeit einem Border vorziehen =)

    Hallo Steven,

    was fasziniert dich denn am Mastiff? Was mich persönlich abschrecken würde, einen Mastiff in der Großstadt zu halten: so weit ich weiß, steht der Mastiff auf der Rasseliste, mach dich da noch mal schlau. Selbst wenn er das nicht tut, werden genug Menschen ihn für einen "Kampfhund" halten, selbst wenn es der liebste, besterzogenste Hund überhaupt ist. Du kannst bei Urlauben große Probleme bekommen (oder gar nicht einreisen dürfen), du wirst kaum einen Vermieter finden und mit Sicherheit auch mit einigen Anfeindungen und Vorurteilen in deinem Umfeld/bei Spaziergängen rechnen müssen. Dann: so ein großer Hund kann nicht mal eben getragen werden, wenn er aus welchen Gründen auch immer die Treppe nicht mehr hoch kommt (HD, Kreuzbandriss, Arthrose, vertreten...), was die Wohnungswahl zusätzlich ziemlich einschränkt. Auch wird der durchschnittliche Arbeitgeber wohl bei einem Mastiff eher überlegen, ob er die Mitnahme ganz untersagt (und wenn der Mastiff auf der Rasseliste steht, ist es auch völlig egal, ob er anderen Angestellten die Mitnahme deren Hunde gestattet).

    Ich kenne keinen Mastiff näher, sicher, dass die sportlich sind? Auch sind Molosser eher die Typen Hund, die gerne ihre eigenen Vorstellungen durchsetzen. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, aber die meisten Menschen verstehen da ja eher drunter, dass der Hund freudig jeden Blödsinn lernt/mit seinen Menschen zusammen arbeiten will.

    Was verstehst unter "Treue"? Dass der Hund Fremden gegenüber sehr reserviert ist, wenig "außenfokussiert"?

    Wie sehr der Hund wacht/aufpasst, dürfte zuallererst Erziehungsarbeit sein. Wobei ich bei einem Mastiff schon ein recht ausgeprägtes territoriales Verhalten erwarten würde. Das dehnt sich bei entsprechend veranlagten Hunden dann eher nicht nur auf die Wohnung, sondern auf das gesamte Mietshaus (oder Viertel) aus.

    Was würdest du denn z.B. von einem Kurzhaar-Collie halten?

    Danke noch mal, vor allem auch dir, Snoopy, für die Tips :smile:


    Zitat

    Möchtest du einen Pflegehund oder einen Dritthund? Oder so lange Pflegehunde aufnehmen, bis es passt


    Nein, das klingt schon fürchterlich... Probieren wir mal, och nö, dann vielleicht der nächste... Ich denke, wir suchen einen Dritthund. Und du hast recht, eine Pflegestelle ist eigentlich etwas anderes. Man holt den Hund dann nicht zu sich, um zu sehen, ob es passt, sondern um ihm einen möglichst guten Start zu ermöglichen, bis er von "seinen" Menschen abgeholt wird. Eigentlich wäre es ja ähnlich, wenn man auf den Hund von Bekannten aufpasst... und doch weiß nicht nicht, ob ich das Gefühlsmäßig so hinbekommen würde und nicht eh nach einem Tag denken würde, den kann ich nicht wieder abgeben (und ist eh kein Mensch gut genug :hust: ). Auf der einen Seite denke ich, warum nicht, man hilft Hunden, hilft dem Tierschutz und abgesehen von den 5 Stunden alleine bleiben würde ja nun bei uns wenig dagegen sprechen (wir wohnen ruhig, ländlich im eigenen Haus, haben keine Kinder und tatsächlich viel Zeit für die Hunde). Aber es fällt mir schwer, mich als "Pflegestelle" zu sehen, ich weiß selbst nicht so recht, wo da der Knoten bei mir sitzt :???:


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    Du solltest auf jeden Fall Plan B bereithalten wenn es mit dem Alleinebleiben doch nicht klappen sollte. Bei meinen Pflegis hatte ich durchaus schon welche, die auch mit Ersthund nicht Alleinebleiben konnten...

    Ja, der einzige Plan B wäre, nach einer Hundetagesstätte zu schauen. Bekannte, die aufpassen könnten (also Zuhause sind + Lust dazu haben) sind so eher nicht vorhanden, zumindest nicht für täglich. Und da sind eben meine Bedenken: passt der Hund denn dann in eine Hundetagesstätte? Macht der das überhaupt mit, ist er da "glücklicher"? Dürfte ja längst nicht bei jedem Hund der Fall sein...


    Wir haben eben mit der Orga telefoniert. Das Gespräch war sehr nett, sie gibt unsere Daten nun an die Pflegestelle weiter, für deren Hündin wir uns interessieren. Nach der Pflegestellen-Möglichkeit habe ich gefragt: sie war nun nicht völlig abgeneigt, aber es klangen schon ziemlich dieselben Bedenken durch, die ich auch habe. Man wird nicht völlig einschätzen können, wie gut es klappt mit dem alleine bleiben, mit unseren Hunden, mit unserer Katze.


    Ich denke, wir müssen auch erst mal für uns entscheiden, ob wir wirklich uns vorstellen können Pflegestelle zu sein, den Hund nur in unserer Obhut zu haben.

    Was mir immer wieder auffällt ist, dass BCs unheimlich zu stereotypen Verhaltensweisen neigen, sich völlig auf eine Sache einschießen und alles andere ausblenden und den Ablauf/die "Aufgabe" dann gefühlt unendlich wiederholen können, egal was da um sie herum sonst noch passiert. Bei Aussies im Gegensatz ist es eher mal eine recht niedrige Frustrationstoleranz und mehr "den Weg/die Aufgabe find ich jetzt aber grad spannender". Sind auch eher "außenfokussierter", finde ich. Ist für Hundesport ein BC dann unter dem Aspekt wohl geeigneter :???:

    Und die BCs, die ich kenne, "schleimen" sich bei Fremden eher ein, wo Aussies eher reservierter sind. Wachtrieb/Schutztrieb dürfte man beim Aussie auch sehr viel mehr antreffen

    Danke für eure Antworten :smile:

    Ich werde morgen mit einer Orga telefonieren, bei der wir uns eh für einen Hund interessieren, der allerdings schon in Deutschland auf einer Pflegestelle ist. Wer weiß, ob sie passt, aber man kann ja dann auch mal vorsichtig nach der Möglichkeit einer Pflegestelle fragen.

    Worauf sollte man denn da achten, was fragen, wenn man bei einer Orga überlegt, Pflegestelle zu werden?

    Wie gut ist denn ein Hund direkt aus dem Ausland übernommen einschätzbar? Ich denke da auch an unsere Katze z.B., aber eben auch was das alleine bleiben angeht. Wenn der Hund aus einer Art "Auffangstation" kommt, was kann man dann überhaupt über ihn sagen?

    Wir haben ein eigenes Haus ohne direkte Nachbarn. Aber ein Hund, der bellt/jault hat ja auch Stress, das wär ja nun eher suboptimal bei einem Hund, bei dem sich eh grad alles im Leben ändert und der vorher unter Umständen gar kein "gutes" Leben kannte.

    Einen Plan B haben wir da nur bedingt. Gäbe eine Hundetagesstätte einige Orte weiter, aber die kostet natürlich. Ob ich das für einen Pflegehund dann so zahlen will :ops: ? Und die Orga will das wohl auch nicht?! Eine kostenlose Alternative hätten wir nicht.

    Hallo zusammen,

    wir tragen uns ja nun mit dem Dritthundgedanken und sind so langsam an dem Punkt, an dem ein Tierschutzhund wahrscheinlicher wird, als ein Welpe vom Züchter. In dem Zuge kam dann auch der Gedanke, erst mal "nur" als Pflegestelle das Abenteuer Dritthund zu wagen. Ich bin allerdings halbtags außer Haus arbeiten, mein Mann Vollzeit, unser Neuzugang wäre dann nach (kurzer) Eingewöhnungszeit etwa 5 Stunden alleine. Vermutlich macht das keinerlei Sinn mit einem Pflegehund, oder? Der kommt ja direkt aus dem Ausland, wie gut wird man da einschätzen können, ob der das mitmacht? Vermutlich wird auch keine Tierschutzorga dabei mitmachen... Oder habt ihr da andere Erfahrungen gemacht?

    Ich würde wohl eher noch warten. Und es klingt irgendwie bei dir sehr... optimistisch durchgeplant. Nur mal so als Gedanken: wenn der Hund nun nicht seine Ruhe im Arbeitszimmer haben will, sondern lieber die Spielsachen im Wohnzimmer zerkaut? (was für einen Junghund sehr wahrscheinlich ist). Dann: ein Hund ist mit rund einem Jahr nicht erwachsen, sondern mittendrin im erwachsen-werden. Große Rassen sind genau dann mitten in der "Pubertät" angekommen, nicht "fertig". Darf der Hund mit auf die Skipiste, mit an den See? Oft sind Hunde an solchen Orten verboten. Vor allem große "wilde" (da recht junge Hunde, rechne da ruhig mal mindestens mit, bis der Hund zumindest 3-4 Jahre alt ist :D ). Ist der Hund in eurer angedachten Mietwohnung erlaubt?
    Nicht falsch verstehen, es klingt nur so durchgeplant und ich fürchte, die wenigsten Hunde werden sich an deinen Zeitplan halten =)