Ich finde es immer etwas ungünstig, auf einen Rückruf angewiesen zu sein, gerade wenn ein Hund Menschen beißt, bzw. allgemein unkontrollierbares Jagdverhalten zeigt. Irgendwann wird dich der erste anzeigen oder richtig böse vom Rad stürzen...
Rein zum Training: Ich persönlich würde dahin gehen, wo es viele Radfahrer gibt (fahr z.B. an Flüsse mit Radwegen) und zumindest jetzt im Winter betretbare Wiesen anbei, so dass dein Hund mit Leinenradius (der wäre in deinem Fall bei mir definitiv angeleint!) keinesfalls bis zum Radfahrer kommt. Und dann würde ich am ersten Impuls arbeiten, nicht am Rückruf.
Und das ganz sicher auch nicht:
Sobald der Radfahrer vorbei ist, gibt es Lob, ein Leckerli und wenn (was manchmal vorkommt) er Anstalten macht den Radler zu verfolgen wird Chewie sofort wieder zurück gerufen.
Rückruf = gut, Radfahrer weg = gut. Und wo lernt er konkret, dass Radfahrer verfolgen mal so gar nicht geht? Oder noch wichtiger: die sofortige Umorientierung zu dir beim Auftauchen von Radfahrern?
Wir haben hier sehr viel Wild, ich kann das gar nicht vor meinen Hunden immer bemerken. Und gerade bei an sich kooperativen Hütehunden finde ich es sehr viel einfacher, am ersten Impuls zu arbeiten, statt noch irgendwie durchzudringen, wenn der Hund schon im Tunnel ist. Hier ist der Reiz der Auslöser zur Umorientierung
Aber nur mein Weg, ich weiß, viele setzen auf Rückruf und das funktioniert gut aufgebaut im Gesamtpaket sicher auch.
Aber bitte sichere den Hund bis dahin, das kann wirklich richtig übel enden. Stell dir nur mal den Worst Case vor, Radfahrer erschreckt sich so, dass er ins Schlingern gerät, stürzt, blöd auf einen Ast knallt und sich das Genick bricht.