Bei uns hat das am besten funktioniert:erstmal nur vom Hund entfernen üben, während er sitzt oder liegt. Also Kommando geben, einen Schritt rückwarts, wieder zum Hund und Leckerlie. Dein Hund hat es verstanden, wenn du ihn in weiteren Umkreis umkreisen kannst und er trotzdem in Position bleibt. Mit Grisu (er ist 17 Wochen alt, wie alt ist deiner denn? Dauert halt alles...) bin ich im Moment an dem Punkt. Sehr hilfreich finde ich auch ein Auflösungskommando einzuführen. D.h. dein Hund muss solange in Position bleiben (am Anfang, während du direkt vor ihm stehst), bis das Auflösungskommando kommt. Ganz wichtig sind kleine Schritte. Du musst unbedingt versuchen die Übung zu beenden, bevor der Hund es tut. Bei Grisu (und Lucy damals) kam erst die Einführung des Auflösungskommandos, dann das entfernen vom Hund. Auch wichtig: nicht nur entfernen vom Hund, sondern auch verschiedene Positionen zum Hund einführen. Also der Hund sitzt vor dir, du gehst neben ihn (z.B. in Fuß-Position), lobst ihn und löst das Kommando auf. Dein Hund muss verinnerlichen, dass das Kommando unabhängig von der Position zu dir gilt. Erst wenn das richtig sitzt, anfangen Kommandos auf Distanz zu geben. Das kann so aussehen, dass du dich ganz langsam rückwärts bewegst, dein Hund folgt dir und du gibst das Kommando. Du musst dich so langsam bewegen, dass der Hund sich trotz Bewegung hinsetzt, sitzt er erstmal, kannst du auch schneller werden. Im Prinzip auch nur eine weitere Übung, um dem Hund zu zeigen, dass das Kommando unabhängig von deiner Position (oder Bewegung) gilt.
Was Bennis-World schon sagte ist auch wichtig: am Anfang nie abrufen, sondern den Hund belohnen, wenn du wieder bei ihm bist.
Was bei Lucy letztlich endgültig gewirkt hat: Kommando auf Distanz geben, sobald sie es eingenommen hat, Leckerlie werfen. Auf Kommando darf sie das dann holen. Sie hatte sehr schnell raus, dass das Leckerlie umso schneller fliegt, je schneller sie in Position war.
Ob es Handzeichen sind oder Hörzeichen, da sehe ich so gar keinen Unterschied für den Hund. Bei Lucy habe ich beides gleichzeitig eingeführt (mit dem Ergebnis, dass Sichtzeichen lange besser funktioniert haben), bei Grisu arbeite ich im Moment nur mit Hörzeichen (sofern es einem Menschen eben möglich ist, seinen Körper ruhig zu halten
). Dem Hund fällt es sicherlich nicht schwerer Sichtzeichen zu befolgen, auch auf eine gewisse Distanz. Der Unterschied ist nur: er muss dich dabei anschauen.