Beiträge von Lucy_Lou

    Euer Hund ist jetzt etwa 10 Wochen alt?

    Nutz mal die Forumssuche zum Thema Beisshemmung und Stubenreinheit.

    Ich nehme an, die ersten Tage war euer Hund noch sehr unsicher, war ja alles neu für ihn, deshalb das scheinbar brave Verhalten. Jetzt hat er sich eingelebt, tobt, spielt und testet aus. Völlig normales Verhalten :D

    Oft ist es draußen erstmal so, dass die ganze Welt so furchtbar spannend ist für den Knirps, dass er eben erstmal sitzen bleibt und verarbeitet. Er soll ja auch noch nicht spazieren gehen in dem Alter, sondern langsam die Welt kennen lernen. Falls ihr ein Auto habt, bietet es sich auch an, ein kurzes Stück zu fahren und ihm so unterschiedliche Umgebungen zu zeigen. Lasst ihm aber die Zeit, die Welt in seinem eigenen Tempo zu erkunden.
    Blase und Darm kontrollieren kann ein Hund ab etwa 4 Monaten. Bis dahin muss man sehr genau beobachten und schnell sein, ihn im richtigen Moment raus zu bringen. Auch hier gilt: oft ist die Welt zu spannend, um ans Geschäft machen zu denken. Am besten, ihr sucht euch eine ruhige Ecke, wenn er dort macht, ganz viel Lob nicht vergessen und am besten auch gleich ein Kommandowort dafür einführen.

    Bis dein Hund nicht mehr auf euch und Möbeln herum beisst, kann durchaus bis nach seinem Zahnwechsel dauern. Aussperren würde ich einen so jungen Hund nicht, aber vielleicht könnt ihr ihn an einen Kennel gewöhnen? Ansonsten sobald er zu feste beisst, aufquietschen und kurz ignorieren. Je nach Hund eventuell Schnauzgriff, oder kurzes fixieren (mit Blicken!!) und eventuell dabei knurren. Nicht selbst laut oder hektisch werden, sondern so ruhig und souverän wie möglich agieren. Meine Hunde haben es als Welpe geliebt, auf etwas (mir) herum zu kauen beim streicheln. Da hilft es, dem Hund einfach was anderes in die Schnauze zu schieben. Genauso beim Möbel ankauen. "Nein", "Pfui" oder was auch immer sagen, dann unter Lob ein Spielzeug oder Kauknochen anbieten.

    Geht ihr in eine Welpengruppe? Dort lernt euer Hund auch, wie fest er zubeissen darf, wann er zu wild wird. Und ihr bekommt mit, dass es anderen Welpenbesitzern auch so geht.

    Ist nicht böse gemeint, aber manchmal frage ich mich schon, was einige Menschen erwarten, wenn sie sich einen Welpen ins Haus holen...

    Zitat

    Schleppleine ist immer mal gut, denn dadurch hat man auch als Besitzer ein größeres und schnelleres Vertrauen, seinen Hund mal Auslauf ohne Leine zu gönnen.

    Das sehe ich auch so, du kannst üben, wie es sich für dich anfühlt, den Hund ohne Leine laufen zu lassen.

    Am besten erst in ganz ablenkungsarmer Umgebung üben und die Anforderung nur langsam steigern. Ihr müsst ja erstmal lernen, euch gegenseitig "lesen" zu können. Je mehr du spielst und und interessante Übungen machst mit deinem Hund, umso interessanter wird er dich im Vergleich mit der restlichen Umgebung finden. Und wenn er dann kommt, obwohl in der Ferne Menschen/Hunde auftauchen, gibt es bei dir Superleckerlie oder Lieblingsspiel ;)

    Ich habe mit meinem Berner-Mix Agility angefangen. Sie ist mit viel Begeisterung dabei, aber eher ein der-Weg-ist-das-Ziel-Hund. Also nicht wirklich schnell :p, aber sehr engagiert. Sie ist jetzt gut 1,5 Jahre alt, wird nächsten Monat geröngt auf HD/ED. Wenn das ok ist, darf sie gerne weiter machen, solange sie Spaß daran hat. Ich würde Agi für Berner nicht generell ausschließen, es geht halt um den gemeinsamen Spaß/die gemeinsame Arbeit, Pokale wird man da nicht gewinnen. Eine Untersuchung der Gelenke würde ich aber schon empfehlen, zur Sicherheit.

    Ich habe es auch gesehen... Mich hat fasziniert, dass die Wölfe die Biologin werder als ernsthafte Bedrohung, noch als Beute angesehen haben. Das lädt doch ein zu Spekulationen über die Hundwerdung des Wolfes.

    Grisu hat übrigens auch sehr aufmerksam zugeschaut und hin und wieder gebellt und geknurrt. Das tut er bei Hunden im Fernsehen eher nicht, da will er eher spielen :???:

    Lucy dagegen haben die Wölfe igenauso wenig interessiert, wie Hunde im Fernsehen.

    Ich würde auch nach einem Hundetrainer schauen.

    was du probieren kannst: wenn es klingelt, lass den Hund ohne anleinen so absitzen, dass er die Tür nicht im Blick hat. Es dauert, bis das zuverlässig funktioniert. Such dir jemanden, der mit dir übt, immer wieder klingelt, und ihr geht das von vorne durch. Durch das nicht anbinden trifft dein Hund letztlich selbst die Entscheidung, es dir zu überlassen (theoretisch hätte er ja die Wahl) und du vermittelst deinem Hund dadurch, dich kompetent um die Neuankömmlinge zu kümmern. Dein Hund muss dann nicht mehr eingreifen. Wo ist denn der Platz des Hundes des Hundes? Es kann helfen, den eher abseits des Flurs oder Bereichen zu wählen, von denen aus der Hund einen guten Überblick hat. Auch so vermittelst du, dass es nicht seine Aufgabe ist, zu wachen.

    Sehr hilfreich für Spaziergänge kann ein Kommando für dich anschauen sein (über Clicker gut aufzubauen) und fürs hinter dir laufen.
    Auch kannst du das Auftauchen anderer Hunde mit Clicker belegen. Also Click, sobald ein anderer Hund in Sicht kommt, aber bevor (!) dein Hund bellt, knurrt oder an der Leine zieht.

    Alles natürlich erstmal mit viel Abstand zu anderen Hunden üben und die Anforderung ganz langsam steigern.

    Zur Auslastung (und auch zum clickern), findest du hier viele Anregungen: http://www.spass-mit-hund.de/. Man kann viel im Garten machen oder auf den Spaziergängen einbauen. Ich kann da auch gerne noch mehr Tips geben :)
    Vielleicht findest du auch einen Schüler, der gerne einmal am Tag mit deinem Hund raus gehen möchte?! Oder ihr fangt Hundesport an, das bieten die bieten die meisten Vereine oder Hundeschulen auch Abends und am Wochenende an, berufstätigfreundlich.

    Wenn du auch nicht wirklich Lust hast, dich um Boomer zu kümmern, wäre es am fairsten ihm gegenüber, einen guten neuen Platz zu finden. Sowas ist immer traurig für den Hund, er kann schließlich am wenigsten für die Situation. Aber letztlich vielleicht das beste, wenn niemand wirklich Interesse an ihm zeigt und ihn auslastet.

    Jack Russel sind sehr (!) aktive, selbstbewusste und auch eigensinnige Hunde. Wenn du einen Jack Russel nicht gut erziehst und vor allem gut auslastest, passiert es schnell, dass er sich haufenweise eigene Auslastungsmöglichkeiten suchen wird, die dir größtenteils sicherlich nicht gefallen werden. Es sind tolle Hunde, aber sie müssen zu dir passen und sind sicherlich keine Schoßhunde, die man "nebenher" halten kann.

    Mir kommt es vor, als würdest du in erster Linie nach einem Kleinhund suchen? Was für Charaktereigenschaften sind denn gewünscht?

    Beim VDH hast du zumindest ein Mindestmaß an Kontrollen. Als Hundeanfänger weiß man ja auch kaum, worauf man achten soll. Ein "Züchter" kann dir da das blaue vom Himmel runter lügen. Auch wenn die Elterntiere gesund aussehen, muss der Nachwuchs das noch lange nicht sein. Wenn die Elterntiere einen nachvollziehbaren Stammbaum haben, findest du vielleicht hier (oder in einem Rassespezifischen Forum) jemanden, der sich mit den Linien etwas auskennt und dich über eventuelle Risiken aufklären kann.

    Ansonsten hat Bennis-World ja schon einiges zur Züchtersuche genannt.

    Das Wesen der Elterntiere war mir sehr wichtig. Ich habe den Züchter auch schon vor dem Wurf besucht, um die werdende Mutter kennen zu lernen. Wenn knuddlige Welpen da sind, vergisst man doch leicht, worauf man eigentlich achten wollte...
    Beim Züchter selbst hat mich interessiert, warum er diese Rasse züchtet und vor allem, warum er gerade diese Verpaarung sinnvoll findet. Ich möchte auch den Eindruck haben, ehrlich beraten zu werden, also auch über eventuelle Probleme im Wesen oder der Gesundheit zu sprechen. Ein Züchter, der mir nur gesagt hätte, seine Tiere seien natürlich rundum gesund, da wäre ich wieder gegangen (oder hätte zumindest nachgehakt). In so ziemlich jeder Linie gibt es Krankheiten, ich möchte den Eindruck haben, der Züchter hat sich da intensiv mit beschäftigt und urteilt nicht bloß anhand der vorgeschriebenen Standarduntersuchungen der Elterntiere.
    Mir war auch wichtig, dass der Züchter nach dem Welpenkauf immer bereit ist, mir zu helfen, wenn Probleme auftreten.

    Dann natülich die Aufzucht: was lernen die Welpen alles schon kennen? Bestenfalls nicht nur verschiedene Tiere, Menschen, Geräusche etc., sondern auch schon kleine Ausflüge.

    Das Verhältnis des Züchters zu seinen Hunden war mir auch wichtig: wie geht er mit dem Hund um und wird er rassetypisch ausgelastet.

    Und mir war wichtig, dass der Züchter auch mich viel gefragt hat, genau wissen wollte, warum ich diese Rasse möchte und wie ich den Hund halten will. Das gibt mir den Eindruck, er hinterfragt auch sonst viel in seiner Zucht und will nicht einfach nur gewinnbringend seine Welpen los werden. In dem Zusammenhang hinterlässt es auch einen positiven Eindruck bei mir, wenn die Elterntiere mehr als nur die zwingend vorgeschriebenen Untersuchungen haben.

    Danke für die Antwort :^^:

    Ja, mit Grisu würde ich eh weiter zu Hundetreffen gehen.

    Das Problem ist, Lucy ist recht groß (65cm Schulterhöhe), sieht eher eindrucksvoll aus (ist ein schwarzer Berner-Mix). Ich hatte früher eine kleine Mix-Hündin, die auch recht deutlich gemacht hat, wen sie mag, aber da wurde das als "die soll ruhig Bescheid geben", "gut, dass sie sich wehrt" abgetan. Bei Lucy sieht das etwas anders aus...

    Und auf Hundetreffs oder z.B. bei uns am Wochenende an der Talsperre laufen die Hunde frei und es wird davon ausgegangen, dass andere anwesende Hunde damit klar kommen. Wenn Lucy sich "belästigt" fühlt, sagt sie aber recht deutlich Bescheid, auch wenn der andere Hund nur schnuppern wollte oder spielen. Das bringt mir eher Ärger ein (wie gesagt, bei einem kleinen Hund sieht das sicher etwas anders aus). Ich würde mich auch blöd fühlen, wenn andere Hundehalter darauf achten müssten, einen "Bannkreis" um Lucy einzuhalten, um keinen Ärger zu provozieren...

    Lucy hätte ja auch letztlich nichts davon, nur Fuß laufen zu dürfen auf Hundetreffs... Und sie hat ja auch viel Hundekontakt mit Hunden, die sie eben kennt und mit denen sie auch gerne spielt. Andererseits möchte ich dem Kontakt mit fremden Hunden auch nicht generell aus dem Weg gehen. Ich bin da im Moment etwas unsicher, was ich "riskieren" soll.

    Ich fürchte auch, ich werde wohl mit ihrer Haltung leben müssen

    Wenn noch jemand Erfahrungen in der Richtung gemacht hat, ich würde mich über Antworten freuen :D

    Eigentlich kein richtig Problem, wusste nur nicht, wo sonst posten. Mich würden eure Erfahrungen dazu interessieren:

    Lucy ist jetzt etwa 1 Jahr und 9 Monate, war vor kurzem zum dritten mal läufig und ist seit kurz vor dieser Läufigkeit extrem zickig. Sie war vorher auch nicht der "Ui, ein anderer Hund"-Typ, aber verträglich und eher zurückhaltend. Kurz vor ihrer Läufigkeit ist Welpe Grisu eingezogen.

    Ich habe da die wildesten Thesen: Sie nimmt Grisu als ihren Welpen an und "verteidigt" ihn. Oder, sie ist nur wegen der Läufigkeit so (desinteressiert/zickig anderen Hunden gegenüber war sie auch bei den beiden vorherigien Läufigkeiten, nur nicht so extrem). Oder, sie wird nun endgültig erwachsen und ist einfach nicht mehr so verträglich/sucht sich die Hunde, die sie mag, mehr aus.

    Besonders zickig ist sie heranwachsenden Jung-Hündinnen gegenüber. Aber generell sucht sie sich nun sehr aus, wen sie mag und vertritt diese Meinung auch recht deutlich

    Ich frage mich auch, ob ich damit nun einfach leben muss oder ob da noch Aussicht auf "Besserung" besteht?!

    Ich kann damit leben: sie ist gut abrufbar, pöbelt an der Leine generell nicht, läuft auch ohne Leine problemlos Fuß an anderen Hunden vorbei, selbst wenn die pöbeln. Es ist mehr der direkte Kontakt, da macht sie sehr deutlich, wo ihre Grenzen sind, bzw., dass sie keinerlei Kontakt möchte. Junghündinnen unterwirft sie recht "eindrucksvoll", andere Hunde knurrt sie an und geht. Aber das ist nicht bei allen so, es gibt immer noch diejenigen, die sie auf Anhieb sehr sympathisch findet und mit denen sie spielt. Auch alle Hunde, die sie in der Vergangenheit mochte, mag sie immer noch.
    Meine hauptsächliche Einschränkung wäre somit, nicht mehr bei größeren Hundetreffs mitzulaufen und nicht mehr dort spazieren zu gehen, wo viele freilaufende Hunde anzutreffen sind. Schade wäre es schon...