Beiträge von Atrevido

    Das hier ist ein Hund der TÖTET. Der sich nicht nur verteidigt sondern der erst aufhört/aufgehört hat, als seine Opfer tot waren. Warum auch immer er das getan hat. Dazu sind meiner Meinung nach nur sehr sehr wenige Hunde in der Lage.

    Wissen wir denn das?

    Ich muss sagen ich tue mich extrem schwer, da eine klare Meinung zu zu haben. Dieser Hund hatte vermutlich eine schlechte Aufzucht, eine schlechte Haltung, Schmerzen und nicht ausreichend Auslastung. Noch dazu wurde er evtl sogar mutwillig scharf gemacht, denn er sollte ja "schützen".

    Ich tippe wirklich auf einen Unfall in Verbindung mit erlerntem Verhalten. Die Rede war von viel Blutverlust. Der Hund wird Mutter und Sohn zweifelsohne stark verletzt haben. Aber wir wissen nicht aus welcher Situation heraus. Vielleicht hatte dieses Tier auch einfach unsagbare Angst, Angst um sein Leben. Und dieses "Ablassen, erst als sie tot waren" ist reine Mutmaßung. Eventuell war es reiner Selbstschutz und er hat eben ohne Tötungsabsicht zugebissen, um sich zu verteidigen, also bis dahin wo sich die Opfer nicht mehr gewehrt haben (konnten). Nur waren die Opfer dann schon so schwer verletzt, dass sie sich selbst in Form einen Notrufes nicht mehr retten konnten und sind leider tragisch verblutet. Im Endeffekt war es dann natürlich trotzdem der Hund, aber wie ich finde mit ganz anderem Hintergrund, als die "reine Bestie, die töten wollte".

    Das ist ein rein hypothetischer Fall und eine Überlegung von mir. Den Opfern ist so oder so nicht mehr zu helfen und sie haben mein Mitgefühl. Aber für den Hund und seine Zukunft macht das, wie es zu dieser Tragödie gekommen ist schon einen großen Unterschied.

    Ob für ihn ein Leben in "Sicherheitsverwahrung" annehmbar ist, kommt für mich auf sein Gesundheitszustand an und wie diese Haltung aussieht. Heißt das 24h 10qm Zwinger ohne Kontakt? Oder sind das vielleicht ein paar 100qm sicher eingezäunte Freilauffläche mit 10qm warmen Innengehege? So weit wie möglich mit menschlichen und hündischen "Kontakt" (durchs Gitter, im Sichtbereich wie auch immer).

    Auch nach dem Essen ist seltsam. Der Rest klingt schon nach Sodbrennen. Lito hatte damit auch große Probleme und bei ihm hat Heilerde leider auch gar nicht gewirkt (das Medikament vom TA interessanter Weise auch nicht). Erst das LupoVet Spezialfutter und deren Futterzusatz. Damit habe ich so viel Ruhe rein bekommen, dass ich andere Futtersorten und Fütterungszeiten durchprobieren konnte und er nun nahezu beschwerdefrei ist.
    Viel Glück bei der Suche und gute Besserung!

    Weil ich über diesen Verein mal einen längeren Bericht im Fernsehen gesehen habe. Ja klar gibt es wenige Stellen, die mit solchen Hunden arbeiten und sie aufnehmen und logisch geht das auch nicht mit Samthandschuhen. Aber was die da wie mit den Tieren machen...da ist mir alles vergangen. Und ich denke wirklich, dass es für das Tier besser ist nicht mehr zu leben, als dort. Meine persönliche Meinung.
    Deren ihre Website habe ich mir nicht angeschaut.

    Unter anderem die Hellhound Foundation

    Uah...dann bitte einschläfern!

    Ich finde seltsam, dass hier schon spekuliert wird, ohne das Ergebnisse vorliegen. Um mir eine Meinung darüber zu urteilen, würde ich erstmal die Obduktion abwarten, schauen wie der Hund sich im Tierheim verhält und den gesundheitlich auf den Kopf stellen.

    Dass die Haltung alles andere als gut oder annehmbar war, darüber brauchen wir ja nicht streiten. Aber war sie, nachdem, was man den Berichten bisher entnehmen kann, wirklich so, dass eingegriffen hätte werden können?
    Da bin ich mir nämlich so gar nicht sicher.

    Ich denke nicht mit Wegnahme des Tieres. Aber Auflagen, dass der Hund Bewegung braucht und nicht beinahe ausschließlich in einem Zimmer (evtl auch dort nur in der Box) und dem Balkon gehalten wird schon. Der durch Anwohner wahrgenommene Uringeruch entsteht ja nicht von mal eben aus Versehen oder weil er es nicht halten konnte. Da muss das schon regelmäßig vorkommen.
    Wenn man jetzt davon ausgeht, dass solche Aussagen stimmen.

    @hasilein75

    Das hat etwas mit der Geschichte der Rassen zu tun. Wenn Jagdterrier die letzten 40 Jahre lang auf reine Familienhunde gezüchtet worden wären, geht der Jagdtrieb natürlich schon zurück, aber da werden heute immer noch etliche mit nicht gerade wenig rauskommen. Das steckt viel zu tief in der Genetik. Genauso ist das bei Staff & Co, sie wurden leider viel zu lange für Hundekämpfe gezüchtet. Das heißt die Hemmschwelle für Aggressivität ist genetisch bedingt etwas tiefer als bei den meisten anderen Rassen und eben auch die Verträglichkeit mit Artgenossen.

    Dazu wird gerne vergessen, dass sie ein gutes Stück Terrier Anteil haben. Die sind kernig, haben Jagdtrieb, brauchen Bewegung, brauchen was für den Kopf und sind nicht immer sehr leichtführig. Das macht die Hunde in der Haltung halt nicht gerade leicht. Und durch die Gegenkampagnen á la "Kampfschmuser" und Co fällt das meiner Meinung nach unter den Tisch. Da sind es dann plötzlich die perfekten Familienhunde (sind sie bei entsprechender Haltung auch, aber es sind wie oft bei Familien gewünscht selten nebenbei-lauf-Hunde), die nichts anderes tun wollen, als zu kuscheln. Und das ist Blödsinn, niemand würde das über einen Jack Russel Terrier sagen, oder?

    Nannydog und ähnliche Begriffe haben genauso mit ihrer Rassegeschichte zu tun. Im Pit standen auch immer 1-2 Menschen, die in den Hundekampf jederzeit eingreifen können mussten. Da kannst du keinen Hund gebrauchen, der plötzlich den Menschen angeht. Also wurde natürlich auf hohe Aggressivität gegenüber Hunden, aber keinerlei Aggressivität auf Menschen gezüchtet. Und oft sind Staffs und Co wirklich sehr anhängliche, menschenbezogene und sehr kuschlige Hunde, was ihn eben den Begriff Kampfschmuser eingebracht hat. Nur steckt sehr viel mehr Potenzial in diesen Hunden, was dabei oft vergessen wird.

    Wenn du nun einen Hund mit ordentlich Jagdtrieb (meist geht's ihnen ums Hetzen) und niedriger Aggressionshemmschwelle hast der körperlich und geistig unterfordert ist (weil der liegt ja nur auf der Couch und will kuscheln) oder das negative Potenzial bewusst gefördert wurde, kann dem einfach leichter "der Kragen platzen" bei einem vorbei rennenden Kind, als einem anderen Hund.

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    Ich bin sehr gespannt, was bei der Obduktion heraus kommt. Für die Betroffenen tut mir der ganze Vorfall sehr leid. Aber die Haltung klingt auch alles andere als gut und ich verstehe nicht, warum da nicht früher eingegriffen wurde.

    Ich sehe auf der einen Seite schon eine Verbesserung bei der Berichterstattung. Man liest schon öfter, dass es keine Kampfhunde gibt und es auf den Halter ankommt. Auf der anderen Seite befürchte ich jedoch, dass die Arbeit der Aufklärung ein großes Stück nach hinten geworfen wird.

    Shira. Schlimm noch überhaupt nicht (2x in 3h), aber sie hat ein Saumagen. Da passiert das wenn überhaupt nur, wenn sie draußen was Vergammeltes runter gewürgt hat, ehe ich es ihr abnehmen konnte. Und das war nicht der Fall. Würde also keinen Grund geben, außer dass sie gestern nach dem Klinikbesuch (Medis hat sie noch nicht bekommen) wirklich komplett durch war...