Beiträge von Atrevido

    @BieBoss und @Gina23
    Es sind mehrere Kleinigkeiten der letzten Tage.

    Shira ist plötzlich extrem anhänglich. Sie kuschelt sowieso gern, aber im Moment will sie wirklich jede Sekunde Körperkontakt haben und wenn ich sie wegschicke "tut sie schwer beleidigt". Sonst war es einfach nur ein: na gut jetzt eben nicht.

    Dazu kommt, dass sie unfassbar verfressen ist. Wenn ich in die Nähe des Futters oder des Napfes komme steht sie sofort parat, es könnte ja essen geben. Jetzt bleibt sie sogar beim Napf füllen liegen und kommt erst, wenns fertig ist ruhig an. Frisst dann aber gut und hintereinander wie sonst auch.

    Auf spazieren gehen hat sie nicht so richtig Lust. Also erst große Freude und wenn wir losgehen, sinkt die Motivation rapide.

    Heute morgen hat sie dann im Hüftbereich gezittert und ein Hinterbein verkrampft in einer Position gehalten. Das ging aber zum Glück relativ schnell mit einer Rückenmassage weg. Aber richtig gefallen tut sie mir heute den ganzen Tag nicht. Sie bellt ins nichts, erschreckt plötzlich wo nichts ist und ist sehr ruhig. Zum Glück sau verfressen.

    Ich tippe auf den Rücken bzw die Bandscheiben. Die haben vor ein paar Monaten schon mal Probleme gemacht, wo Physio wunderbar geholfen hat. Den nächsten Termin habe ich allerdings erst für nächsten Montag bekommen :verzweifelt: und ich mag nichts übersehen. Temperatur ist normal, Zähne sehen alle soweit gut aus und fressen tut sie ja auch gut.

    Ich habe auch eine angstaggressive Hündin. Sie hatte massive Probleme während der Scheinträchtigkeit, die mit jeden Mal schlimmer wurden. Ich habe mich mit der Entscheidung sehr, sehr schwer getan. Ich bin grundsätzlich überhaupt kein Freund von Kastration und dann auch noch bei einem unsicheren Hund. Da es aber wirklich sehr schlimm wurde, habe ich mich dazu durch gerungen und bereue es wirklich überhaupt nicht. Es war genau das Richtige, nichts ist schlimmer geworden, eher besser.

    Zum Training mit einem solchen Hund: Ich habe auch lange Zeit zum Teil mit Trainer, zum Teil ohne mit meiner Hündin trainiert. Genau in den Situationen die sie ängstigten. Fortschritte gabs, aber wirklich winzige auf lange Zeit.
    Bis ich dann noch mal die Trainerin gewechselt habe, die einen super Ansatz hatte. Wir haben gar nicht die Sachen trainiert, die schlimm waren, sondern an ihrem Selbstbewusstsein in ganz anderen Situationen. Und siehe da, das hat in kürzester Zeit super Erfolge gebracht. Sie hat sich selbst einfach mehr zugetraut und konnte das dann auch in die gruseligen Situationen übertragen. Von selbstbewusst ist sie weiterhin weit weg, aber wir haben so mittlerweile einen entspannten Alltag.