Ich hatte bisher 2 Vergesellschaftungen, die sich beide über Wochen und mit Stress gezogen haben. Hätte ich da ein Hund wieder schwuppdiwupp abgeschafft, wären ganz wunderbare Freundschaften nicht entstanden. Für sowas habe ich wirklich keinerlei Verständnis. Man muss allen (Hunden wie Menschen) überhaupt erstmal die Möglichkeit geben, sich mit der neuen Situation auseinander zu setzen.
Vergesellschaftung 1 hatte mich damals echt kalt erwischt, weil ich damit nicht gerechnet habe. Der Ersthund mit allen und jedem verträglich und sehr souverän. Der Zweithund angeblich verträglich und beim ersten Kennenlernen komplett ignorant/passiv. Also habe ich mir da naiverweise nicht viele Gedanken gemacht.
Kaum zu Hause wollte sie aber permanent auf ihn losgehen (2x gab's leider auch Löcher), Wege versperren etc. Durfte sie natürlich nicht und ich habe es so gut es mir möglich war unterbunden, aber das war wirklich schwer da einen Fuß reinzubekommen. Ich bin auch felsenfest davon überzeugt, dass das nur ging, weil ich mich auf meinen Großen wirklich blind verlassen konnte und er ihr körperlich und mental deutlich überlegen war.
Nach ca 3 Monaten konnte ich sagen, jetzt läuft's und ich kann sie auch allein lassen. Daraus wurde ein ganz tolle Beziehung. Der kleine Angstkeks hat sich sehr an dem souveränen Hund orientiert und sehr viel von ihm gelernt.
Vergesellschaftung 2 war von Anfang gut durchdacht, auch wenn mich die Heftigkeit auch da wieder etwas überrascht hat. Aber es war klar, dass es anfänglich Stress für alle bedeutet. Es waren aber die passenden Räumlichkeiten vorhanden, die Zeit und das Management eingeplant.
Eine Woche lang wollte Shira damals den Welpen killen. Danach wurde es Stück für Stück besser. Und heute sind die beiden seit Jahren unzertrennlich und kleben aneinander. Es ist mit den 2 eher speziellen Charakteren nicht immer einfach, aber sie profitieren gleichzeitig auch sehr voneinander. Nicht auszudenken, ich hätte den Zwerg nach kurzer Zeit wieder abgeschoben.