Ja, ich "tröste" meine Hunde definitiv! Dabei werden sie nicht mit Tüdelei überhäuft, sondern sie bekommen die Nähe die sie brauchen. Meine Hündin möchte nicht großartig angefasst werden in Stresssituationen. Ich halte einfach meine Hand an sie, das entspannt sie. Der Rüde ist da anders. Der versteckt sich bei Stress vor der Welt (meist bei mir) und bei ihm hilft nichts besser als ihn fest zu halten und dabei " Öhrchen knutschen".
Zuhause hat er, warum auch immer, tierische Panik vor der Labeldruckermaschine. Da kommt er immer angerast und will auf meinen Schoß. Auch das gestatte ich ihm und halte ihn fest. Warum auch nicht? Hunde dürfen Angst haben, da ist es doch toll, wenn die Nähe und Zuneigung des Halters die Situation etwas angenehmer machen...
Anfangs dachte ich auch, man dürfte Hunde nicht trösten, vonwegen Verstärkung der Angst und so. Herr Hund hat sich dann beim Surren des Druckers zitternd ins letzte Garteneck verzogen.
Ich stell mir das gerne anhand ekner Spinnenangst vor. Stell dir vor, du musst mit einem Freund einen Gang lang. An der Wand hängt eine mega fette Spinne. Du hast solche Angst, dass du nicht dran vorbei laufen kannst. Nun läuft dein Freund ohne dich zu beachten einfach weiter. Hast du dadurch weniger Angst? Du fühlst dich vermutlich nur noch unwohler.
Man muss aber auch unterscheiden zwischen einer kleinen Unsicherheit (" das Blatt da auf dem Weg ist irgendwie komisch") und Angst. Wenn etwas "nur" unheimlich ist, gibts ein "alles gut" und kein großes Theater. Dennoch kann man sich da verschätzen, denn wovor der Hund angst hat, entscheidet immernoch er selbst.