Ich finde hier wird einw enig vergessen, dass "nicht Ziehen" für einen Hund unglaublich anstrengend sein kann, gerade wenn er es nicht gewohnt ist...
Ich gestehe meinen Hunden zu, dass sie auch mal "überladen" sind. Aber mal von vorne:
Mit Rider hatte ich früher auch oft die Diskussion ob ich jetzt Bremsklotz oder Partner bin. Was war ich genervt! Ich habe auch die Klassiker durch gemacht vonwegen stehen bleiben, Richtungswechsel blabla. Das hat zwar für 3 min geholfen, aber wirklich gelernt hat er daraus irgendwie nicht. Ich hab dann noch eine Ankündigung eingeführt. Kurz bevor die Leine sich spannte sage ich "langsam" und bleibe stehen. Blieb er auf "langsam" stehen oder verringerte sein Tempo gab es Aktionbelohnung (als Ventil, später konnte man als Belohnung einfach weiter laufen). Dadurch hat er verknüpft dass er bei dem Wortkommando oder dem Ende der Leine langsamer machen soll. Das funktioniert wunderbar. Vergisst er mal dass ja noch die Leine dran ist, helfe ich ihm mit "langsam" oder die Leine spannt sich eben kurz (gut, er rennt halt auch nichtmer mit Vollkaracho in die Leine). Das hat aber auch den Vorteil, dass ich auch mal auf die Leinenführigkeit pfeifen kann. Habe ich z.B Situationen falsch eingeschätzt und Hundi ist komplett überfordert, ja dann zieht er halt mal (aber auch hier: er reisst mir dabei trotzdem nicht den Arm aus). Am nächsten Tag hab ich wieder einen toll leinenführigen Hund.
Was ich damit sagen will: versucht doch vielleicht mal das Training nicht als Kräftemessen zu sehen, sondern versucht dem Hund zu helfen! ![]()