Beiträge von sabarta

    Ich würde mir wohl einen Übungshund suchen, an dem ihr gezielt an der Frustrationstoleranz arbeiten könnt. Den könnt ihr an gewünschte Stelle "platzieren" und in eurem nötigen Abstand üben. Als höchste Belohnung darf sie eben hinbrettern. So gibst du ihr eine Chance gewünschtes Verhalten zu zeigen. Du wirst merken, der Abstand den ihr braucht wird immer weniger werden, genauso wie sich die Zeit verlängern wird in dem sie die Situation aushalten kann und irgendwann muss sie nichtmehr zu jedem Hund =)

    Du musst auch immer im Hinterkopf behalten, dass sie sich gerade im absoluten Hormonchaos befindet. Das kennt man von sich Menschen auch, da werden Dinge getan oder empfunden, wo man sich im Nachhinein nur denkt "was zur Hölle war nur los mit mir".

    Rider macht alles gerne, egal was es ist! :roll:

    Roonie ist ja eher etwas gemütlicher. Mittlerweile geht sie ganz gerne mit joggen, aber dann ist sie für den Rest des Tages bedient! Geht man mittags nochmal in den Garten für Dummy oder Bällchenwerfen guckt sie dem Ball hinterher, nach dem Motto "ne, geh den mal selbst holen oder schick Rider" :lol:

    das ist ja lustig, gerade vor ein paar Tagen kam mir die Idee zu solch einem Thread!


    Hund1, "Sito", Bauernhofkettenhund, irgend ein Mischling in Berner Sennen Optik:

    Sito war wie oben schon geschrieben der Kettenhund vom Bauernhof in unserer Straße. Jeden morgen wurde er von der Kette gemacht damit er (alleine) spazieren gehen konnte. Er hatte eine wirklich feste Rute, wo er einmal quer durchs ganze Dorf seine Futterstellen abklapperte. Da bekam er vom Metzger was, vom Bäcker und die Reste der Krankenhausküche. :lol: Diese Route machte er 17 Jahre lang, jeden Tag, die letzten zwei Jahre blind und taub. Jeder kannte ihn, und gerade in den letzten zwei Jahren nahm jeder Rücksicht auf ihn, und wenn das Auto eben 5min warten musste bis er über die Straße war. Das warst toll! :cuinlove:

    Hund 2, "Neron Nash vom Heckendorf, Dobermann

    Nash zog bei uns ein, als ich 3 Jahre alt war. Der Hund war eine ganze Zeit lang größer als ich :lol: Wir hatten auch einige "Unfälle", da er ziemlich stürmisch war. Ich weiss noch, ich stand einmal am Rand von unserem Teich (schmaler Steinrand am Hang) und pflückte von dort aus Kirschen. Warum auch immer, rannte Nash auch einmal auf diesen Steinen um den Teich rum und beförderte mich gerade Wegs in die Brennnesseln unterm Kirschbaum |) Aber der Hund war so klasse! Er lief mit mir als 6 jährige eine "Baby Unterordnung" im Garten ohne Probleme! :cuinlove:

    Hund 3, "Bandit"

    Bandit war der der Nachfolger von Sito und ebenfalls Kettenhund, diesmal aber Border Collie :/ Bandit war einer der wenigen Rüden die man mit Nash problemlos zusammen lassen konnte und er stand jeden Morgen pünktlich um 7.30 bei uns vor der Tür und ging dann mit Nash und meinen Eltern spazieren. Er war halt als Kettenhund denkbar ungeeignet. Auf dem Spaziergang jagte er Menschen und es war auch nicht selten dass der die Pferde auf der Koppel so zusammentrieb dass sie sich nichtmehr bewegen konnten. Deshalb kam er irgendwann garnichtmehr von der Kette :( : Da kam es zu einem Vorfall, wo er einem Wanderer an die Kehle gegangen ist und dann wurde er eingeschläfert :verzweifelt:


    Hund 4, "Giulia"

    Eine Seele von einer Hündin! Sie war auch Kettenhund, allerdings in einem anderen Bauernhof. Enge Bekannte von uns hatte ihre Pferde dort stehen. Die Hündin lebte zwischen den Milchkühen, konnte von ihrem Platz aus nichtmal in die Sonne, im Sommer war sie dort ganz alleine wenn die Kühe draußen waren. Unsere Bekannten konnten das nicht mit ansehen und fragten den Bauern ob sie sich nicht um die Hündin kümmern konnten. Ja durften sie, solange sie wieder an die Kette kam wenn sie nach Hause gingen. So wurde sie zum Reitbegleithund und sie war perfekt! Mit nur ganz wenig Übung konnte sie die wichtigsten Kommandos und lief einwandfrei mit und sie hat es geliebt.
    Ausserdem kenne ich keinen Hund, auf die die Beschreibung "kinderlieb" besser passen würde. Man durfte in der Scheune Kindergeburtstage feiern und das war ihr Highlight! Sie kugelte sich stundenlang mit uns Kindern durchs Heu und war einfach nur happy. Als wir weggezogen sind war ich noch ein paar mal dort (immer mit mehreren Monaten dazwischen) und sie hat sich immer an mich erinnert und wir haben unser Ritual "Popo kraulen" zelebriert. Diese Hündin wäre der perfekte Familienhund gewesen, es tut mir immernoch Leid wenn ich an sie denke :( :

    Wir haben ähnliche Erfahrung gemacht. Wir hatte hier 15kg Leckerlies (nichts besonderes, staub trocken, aber laut Plüschis essbar), die aber nurnoch einen Monat hatten laut Mindesthaltbarkeitsdatum. Wir hätten die nie und nimmer komplett verfüttert bekommen (nichtmal in 5 Jahren) und haben sie also ins Tierheim gebracht.
    Reaktion war ähnlich. Gut, sie waren wirklich nurnoch einen Monat haltbar, aber es waren kleine abgepackte Packungen und das Zeug ist doch ewig haltbar wenn das so trocken ist... Naja, haben es dann an Freunde verschenkt...

    sabarta das Schlüsselwort ist "unkontrolliert"

    Und was wäre denn eine "angemessene" Maßnahme gewesen?


    Wie gesagt, Leinenzwang hätte ich ok gefunden, eventuell auch ein Hundeschulkurs zum Thema Jagen, auch eine saftige Geldbuße hätte ich in Ordnung gefunden.
    Auch eine Möglichkeit diesen Leinenzwang wieder los zu werden fände ich fair, aber wohl kaum umsetzbar.


    Ich behaupte mal, dass JEDER Hund mal durchstarten kann, egal wie gut er im gehorsam steht. Für mich käme es auf das Verhalten der Hundehalter danach an.

    Aber wo ist dann der Anfang? Theoretisch müsste dann ja ein Hund als gefährlich eingestuft werden der sein Spieli (nein, ich setze kein Leben mit einem Spielzeug gleich) schüttelt. Packen und Schütteln werden ja auch im Jagdverhalten gezeigt...

    Ich finde es gut, dass das Amt etwas gemacht hat, aber ich finde immernoch, dass es da etwas über das Ziel hinaus geschossen ist.

    Und die Hunde unkontrolliert aus dem Auto springen zu lassen zeugt für mich auch nicht gerade von Verantwortungsbewusstsein!


    Also bitte, das hat mit Verantwortungsbewusstsein mal so garnichts zu tun! Das sind Missgeschicke wie sie jedem mal passieren können. Rider ist auch schonmal aus seiner Box wieder rausgesprungen (beim Einladen allerdings). Wenn man nicht drauf vorbereitet ist, kann man manchmal garnicht so schnell sein!

    Ich finde die Maßnahmen ehrlich gesagt auch ziemlich krass...

    Warum nicht gleich für alle Jagdhunde Leinen- und Maulkorbzwang wie bei den Listis (NEIN, ich befürworte das nicht!)? Sind doch einige Hunderasse dazu selektiert worden (auch) zu töten...

    Leinenzwang- ok
    Besuchspflicht zu einem antijagdkurs- ok


    Aber für immer und überall Maulkorb UND Leine? Finde ich ehrlich gesagt ziemlich arg :???: