Beiträge von Sheigra

    Vorgestern regnete es nicht. :hurra: Es gab sogar brauchbares Fotografierlicht.

    Die Ausbeute vom morgendlichen Spaziergang:

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    colours before sunrise by Marion Woell, auf Flickr

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    morning clouds by Marion Woell, auf Flickr

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    sunrise by Marion Woell, auf Flickr

    Wenn man in richtig entlegenen Gegenden unterwegs sein will, hilft wohl nur ein Benzinkocher oder so ein Multifuel-Teil. Oder ein Bushbuddy. Gas und Spiritus habe ich in Schottland bisher in jedem Outdoor-, Campsite- oder Hardwarestore gesehen. Der Spiritus heißt halt anders, das sollte man wissen. Für Gas und gegen Spiritus spricht für mich der Geruch, die Transportmöglichkeit im Rucksack (ohne sich über undichte Flaschen Gedanken machen zu müssen), und vor allem die Geschwindigkeit. Daheim lasse ich mir gerne Zeit beim Kochen - unterwegs muss es ratzfatz gehen, da gibt es wichtigere Sachen als die Zubereitung von Lebensmitteln... ;)

    Gaskartuschen im Fluggepäck zu transportieren dürfte ein sicherer Weg sein, am Flughafen ausgerufen zu werden...

    In Schottland weiß ich inzwischen wo ich meine Gaskartuschen kaufen kann. Bei anderen Zielen würde ich nach einschlägigen Reiseberichten und Reisevorbereitungsthreads im outdoorseitenforum suchen und ggf selbst dort fragen.

    Was nehmt ihr so zum essen mit? läufts dann ne Woche auf Tütensuppen raus, wenn man durch keine Dörfer kommt?

    Ja. Morgens gibt es bei mir Haferflocken oder Müsli, daheim bereits mit Milchpulver gemischt und portionsweise abgepackt, mittags Fruchtschnitte, Oatsnack oder so was, und abends Tütenfutter übelster Sorte (kommt daheim nicht mal in die Nähe meiner Küche!). Zwischendurch Nüsse, Studentenfutter und dergleichen. Aber wenn ich dann in ein Geschäft komme, oder in ein Pub - ha, dann kann das Essen nicht frisch genug sein. :D

    Der alte Jetboil, den ich habe, ist hoch und wackelig. Bisher ist er nur zweimal umgekippt, jedesmal zum Glück als die Flamme aus war, aber einmal hatte ich die Nudelpampe in der Apsis...
    Neu ist der Jetboil "minimo". Der scheint einen tieferen Schwerpunkt zu haben.

    Es gibt Gasmischungen, die angeblich auch bei winterlichen Temperaturen funktionieren. Ich hatte bisher bei leichten Minusgraden noch keine Probleme mit meinem Gaskocher.
    Zur Kocherfrage: Ich habe den Jetboil im Einsatz. Als Wasserkocher für eine Person super; wenn man "richtig" kochen will, eher ungeeignet. Außerdem hat er was von dem vorhin erwähnten Jenga-Turm, auch wenn man einen Kartuschenstandfuß nimmt. :hust:
    In der Apsis zu kochen ist mit dem Teil kein Problem.

    "boggy" ist so eine Spezialität. "bog" ist das gälische Wort für "weich". Außerdem heißt es "Sumpf". Boggy ist also sumpfig. Nicht nur matschig, sondern sumpfig. Die Sorte, die einem die Stiefel auszieht, wenn sie relativ fest ist, und in der man bis zum Oberschenkel einsumpft, wenn sie flüssig ist. "Bogholes" sind Sumpflöcher. Sie tarnen sich gerne als fester Boden; es bedarf einiger Übung, sie als solche zu erkennen. Es gibt sie in "flüssig, bodenlos und hellgrün bewachsen", in "schwarz, zäh und Stiefel ausziehend" und alle Möglichkeiten dazwischen. Mal sind sie so klein, dass man bequem drüber hüpfen kann, mal so groß, dass man einen großen Umweg machen muss. Oft sind sie mit Gras bewachsen; den Unterschied zwischen "gutem" Gras und "Sche**gras" lernt man mit der Zeit. Dieses Sumpfzeug ist übrigens einer der Gründe, warum ich meine Trekkingstöcke so mag: Ich kann damit testen wie tief die bogholes sind und ob sie einen festen Untergrund haben.
    Das macht das Wandern in Schottland so interessant. Tolle Landschaft, fast keine Beschilderung, fast keine Brücken, aber viel Sumpf und noch mehr Wetter...

    Zorro: Schnelligkeit ist alles. ;) Lieber ein verstochenes Hinterteil als Hautkrebs. Außerdem übertragen Midges keine schlimmen Krankheiten; schwere Geschütze wie DEET sind da m.E. nicht angebracht.

    Anfang Mai sind normalerweise noch keine Midges da. Es kommt aber auf den Winter an. War der lang und kalt, kann es Juni werden; Mitte Mai hatte ich meistens meinen ersten "Stichtag". Allerdings haben sie mich auch schon mal Anfang Mai am Loch Lomond übelst zugerichtet (und entlang des West Highland Way, so meine persönliche Theorie, lebt eine ganz besonders blutrünstige Midges-Unterart... :D )
    Autan ist klasse - Midges lieben es!

    Das leidige Kondens-Problem hatte ich allerdings im Mai schon öfter.

    Hattest du schon mal Kontakt mit schottischen Midges? Ganz ehrlich: Ich würde wahnsinnig werden, wenn ich ein paar Hundert davon im Zelt hätte. Da die Viecher sehr bodennah unterwegs sind, wirst du sie ohne engmaschiges (!!!) Innenzelt im Zelt haben. Glaub mir, ich war schon oft mit dem Zelt zur Midges-Saison in Schottland unterwegs, und ich bin wirklich hart im Nehmen. Die sind mit nichts vergleichbar, was wir hier in DE an Insekten haben. Wenn es richtig übel ist, und ich nicht gerade laufe, bin ich von Kopf bis Fuß eingehüllt. Das einzige Repellent, das bei mir gegen Midges hilft, ist DEET-haltig, und das tue ich mir nicht an. Die 10 oder so wee beasties, die beim reinkrabbeln mit ins Zelt kommen, kann man noch plätten, aber wenn laufend Nachschub reinkommt... Nee, mir reichen die Viecher schon in der Apsis, wo ich sie vom Innenzelt aus betrachten kann.


    Kondens: Kann man pauschal nicht sagen. Wenn es nachts kalt war, bei Windstille, bei Zelten in nasser Gegend (also an den meisten schottischen Orten) - ich hatte auch im recht luftigen LaserComp schon oft Kondens. Im Soulo sowieso, aber das ist ja für seine eher schlechte Belüftung bekannt.


    Wichtige Kriterien für ein Zelt zum Einsatz in Schottland: wasserfest, windfest, engmaschiges Innenzelt, bevorzugt AZ zuerst aufbaubar (man sieht aber auch dort die andere Variante, dann muss man schnell sein...). Hast du mal nach Zelten von Vango oder Wild Country geschaut? Meine wandernden Bekannten in Schottland sind damit unterwegs. Und mit Terra Nova, aber das ist wieder recht hochpreisig.