Beiträge von Sheigra

    Rund um Fronleichnam fahren Shira und ich ein paar Tage auf einen Campingplatz in der Lüneburger Heide!. :hurra:

    Das hat sich gestern so spontan ergeben - "Welpentreffen" bei ihrer Züchterin, kombiniert mit langer Anfahrt und ein paar freien Tagen, ergibt einen schönen Kurzurlaub mit Hund und Kontakt mit Gleichgesinnten. Darauf freue ich mich mindestens so sehr wie auf meinen Schottlandwanderung ohne Hund.

    Sheigra Weißt du eigentlich, was Shira im Katzenfutter nicht verträgt?

    Das haben wir nie getestet. Als ich mit ihr vor zwei Jahren immer wieder wegen Durchfall/Erbrechen/Inappetenz beim TA war, und sie sich dann auch noch die Haare ausriss, tippte der TA auf "Unverträglichkeit". Er hat sich mit dem Thema schon seit Jahren befasst, sagte er, und die Futterzutaten verschiedener Hersteller kritisch betrachtet, und hat in seiner Praxis in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Unverträglichkeiten immer mehr zunehmen.

    Er bot mir an, einen Test zu machen, der dann aber nur allgemein sagt, dass Shira auf etwas allergisch reagiert, aber nicht auf was genau. Dann könnte man in mühsamer Kleinarbeit eine Ausschlussdiät machen, was für den Hund u.U. monatelang Bauchweh, Durchfall, Juckreiz und so bedeuten könne. Oder ich könne ihr gleich Futter aus Pferd füttern, weil nach seiner Erfahrung das sehr gut vertragen wird. Empfohlen hat er Vet Concept und hat mir eine Bescheinigung ausgefüllt, mit der ich das "Dog Sana Pferd" bestellen kann und nicht bei ihm in der Praxis kaufen muss.

    Futter umgestellt - Hund fit. Dann dachte ich, ich gebe ihr mal getrocknetes Lamm: Durchfall, Juckreiz, Haare ausreißen. Ein halbes Jahr später dachte ich, ich probiere es mit getrocknetem Fasan: dasselbe Ergebnis. Seitdem gibt es Pferd, mal pur, mal mit Kartoffeln, Karotten, Süßkartoffen, Reis... und Shira geht es gut. Es sei denn, sie frisst irgendwas anderes, wie Katzenfutter, oder Leckerlis, die der Postbote übers Tor wirft (jedesmal, wenn da ein neuer die Tour fährt, kläre ich ihn oder sie auf, dann passt das), oder Weißbrot, mit dem irgendjemand hier in der Nachbarschaft die Vögel füttert (die Spatzen nehmen das auf, lassen es im Hof fallen und wenn ich nicht schnell genug bin, frisst Shira es).

    Wenn ich so an Toya und Lovvy denke, meine beiden ersten Hunde, die waren wie Mülltonnen. Lovvy bekam im Alter Nierenprobleme, hätte aber sonst alles vertragen. Lorcan war da schon empfindlicher, und bei Shira muss ich echt aufpassen.

    Stimmt, Katzenfutter ist hier auch ein Thema. Da muss ich immer schauen, dass ich die Tür zur Waschküche hinter mir schließe. Lucky passt durch die Katzenklappe, Shira nicht. Neulich war ich zu spät, und Shira leckte die Reste aus dem Napf. Ergebnis: Erst Durchfall, und dann hat sie sich wieder Haare am Schwanz ausgerissen und sieht jetzt ein wenig gerupft aus. Frauchen ist schuld daran, eindeutig. :headbash:

    Shira nimmt ihr Futter nur aus dem Napf. Aus der Hand geht nur eine andere Sorte Pferd-Trockenfutter, oder Kauzeug oder Karotten. Aber sonst - nein, bitte nur den Napf verwenden, sonst dreht Madame den Kopf weg.

    Geklaut wird hier seit Lovvys Tod nicht mehr. Da lebt man 15 Jahre unter einem Dach mit einem Hund, der seine Zweibeiner dazu erzogen hat, alles Essbare (und möglicherweise Essbare) wegzuräumen, und jetzt, wo ich das so verinnerlicht habe, habe ich einen Hund, dem ich ein Stück Käse auf den Rand der Anrichte setzen kann und der es nicht klaut. Aber das ist gut so, denn mit ihren Unverträglichkeiten wäre klauen ein Dauerticket für den Tierarztbesuch.

    Als wir uns Ende 2017 für Shira entschieden, war die Voraussetzung, dass wir beide wechselweise im Homeoffice arbeiten. Das hat 2018 und 2019 wunderbar funktioniert und Shira musste nur jeden zweiten Freitagvormittag alleine bleiben.

    Dann kam die Pandemie, und mein Mann war fast 100% daheim, und ich war auch nur noch ein- bis zweimal die Woche im Büro.

    Letzten Sommer starb mein Mann, und als "alleinerziehende, vollzeitbeschäftigte Hundehalterin" machte ich schon Pläne für die Zeit "nach der Pandemie".

    Nun, das entwickelt sich derzeit richtig gut. Mein Arbeitgeber, eine Bundesbehörde, hat in diesem schon lange dauernden unfreiwilligen Flächenversuch entdeckt, dass Homeoffice viele Vorteile bringt und führt das konsequent fort.

    An meiner Dienststelle dürfen wir in den unteren Organisationseinheiten selbst entscheiden, wie wir das umsetzen. Rahmenbedingung: Nicht 100% daheim, und keiner muss daheim arbeiten. Da meine Chefin und ich beide Hundehalterinnen sind und schon vor der Pandemie regelmäßig daheim arbeiteten, haben wir das sehr großzügig geplant. Ich werde dann dreimal die Woche sechs Stunden im Büro sein, und den Rest daheim arbeiten. In meiner Bürozeit hat Shira daheim ihre Ruhe, und ich brauche keinen Gassigänger oder Hundesitter. Ich habe zwei Bekannte, die im Notfall einspringen, aber regelmäßige Betreuung wäre dann doch eine andere Hausnummer.

    Kurzum: Läuft! :bindafür:

    Das mit dem zuviel an Wasser hatte ich auch schon: Aus einem großen Messbecher habe ich die im Rezept angegebene Menge in einen kleinen Messbecher gefüllt, und beide auf der Arbeitsfläche stehen gelassen. Natürlich habe ich dann - weil mit Männe redend und daher abgelenkt - die Menge aus dem großen Messbecher in den Teig gekippt. Und das war eindeutig zu viel, wie ich schon in der Knetschüssel feststellen durfte. Mit gemahlenem Altbrot konnte ich das zuviel an Wasser aber noch ausgleichen und den Teig normal weiter verarbeiten.

    lilactime: Bericht bitte, wie das Drama ausgegangen ist. Oder wie es "aufgegangen" ist.

    Ja, genau so. Jetzt im Winter lege ich es auch mal auf die Heizung, wenn es schneller auftauen soll. Oder im Sommer in die Sonne. Aber im Normalfall hole ich abends einen Packen aus dem Gefrierschrank und lasse ihn im Brottopf oder einfach auf den Anrichte auftauen. Morgens ist das dann wie frisches Brot, nur halt bei Zimmertemperatur.

    Ich mag kein altbackenes Brot. Ein oder zwei Tage im Brottopf, das ist noch ok, aber danach schmeckt mir selbst ein Roggenbrot nicht mehr. Also müsste ich ganz kleine Brote für mich alleine backen, oder eben die gewohnte Größe (so etwa 1,2 kg Teiggewicht) und dann einfrieren. Das mit dem Einfrieren ist einfacher, und ich muss kein "Zwangsessen" veranstalten, wenn ich mal ein oder zwei Tage keinen Appetit auf Brot habe.

    Im Arbeitszimmer hat Madame inzwischen festgestellt, dass der Schreibtischstuhl gefährlich ist und dass Frauchen das nicht mag. Aber an meinem "privaten" Schreibtisch hat sie das noch nicht ganz umgesetzt. Sie wickelt sich zwar nicht mehr um den Stuhl, liegt auch nicht mehr ganz dicht dahinter, aber schwungvoll zurückrollen kann ich immer noch nicht. Das ist noch ausbaufähig.

    der gute alte Urlaib

    Welcher ist denn da dein Goldstandard?

    Ich backe aktuell zweimal die Woche Brot, möchte aber eigentlich zukünftig nur noch einen Backtag die Woche einlegen und dafür dann zwei Laib backen.

    Hab ein wenig zeitliche Organisationsprobleme mit den langen Gehzeiten - würde es aber nicht anders wollen, da ich mir einbilde, dass die lange Teigführung (über 1-2 Tage) die Qualität spürbar verbessert.

    Das Rezept für den Urlaib habe ich in eine Übernachtgare abgewandelt. Beispiel: Freitagabend setze ich den Sauerteig an, Samstagmittag das Brühstück und die zweite Stufe des Sauerteigs, abends knete ich die zwei (oder drei) Brote und packe sie in den Kühlschrank. Sonntagmorgen wandern sie dann in den Backofen. Mir gefällt der Geschmack jetzt besser, und das alte Problem mit den riesigen Hohlräumen im Brot ist auch verschwunden.

    Ich jongliere da immer mit meinen Homeoffice-Tagen und den Wochenenden. Manchmal backe ich auch unter der Woche, wenn ich zwei Tage hintereinander daheim arbeiten kann. Irgendwie passt es immer.

    Wenn die Brote ausgekühlt sind, schneide ich sie auf und friere immer so 4-6 Scheiben in einer Tüte ein. Damit komme ich dann ziemlich lange über die Runden.

    Nur nach meinem letzten Urlaub musste ich Brot kaufen. Urgs. Seitdem sehe ich zu, dass ich immer einen Vorrat im Gefrierschrank habe. Ich bin da inzwischen echt verwöhnt.

    Hm, das sieht lecker aus.

    Ich bin in den letzten Monaten recht einfallslos geworden was Brotbacken angeht. Da ich nur noch für mich alleine backe, reicht ein Backtag pro Monat. Ich nehme mir zwar immer vor, mal was neues zu testen, aber dann wird es doch wieder der gute alte Urlaib. :winking_face: