Bei aller Diskussion über Einsteigerkamera, Objektivwahl, DSLR oder Edelkompakte oder System darf man nicht vergessen, dass der limitierende Faktor anfangs der Mensch hinter der Kamera ist. Selbst mit einer tollen Vollformat-DSLR mit tollem Objektiv kann man grottenschlechte Bilder machen, wenn man sich nicht mit der technischen Seite beschäftigen will. Zum einfach-drauflos-knipsen reicht eine Kompakte der 100-Euro-Klasse....
Hat man einen gewissen Anspruch an die eigenen Bilder (und dieser Anspruch wächst im Lauf der Zeit), kommt man nicht umhin, sich mit Begriffen wie ISO, Blende, Belichtungszeit, Tiefenschärfe, Autofokus usw zu befassen! Man muss dazu nicht gleich im manuellen Modus anfangen; selbst Einsteiger-DSLR oder die hier genannte Sony RX100 haben Teilautomatik-Programme.
Ist man bereit, sich ein paar Internet-Tutorials anzuschauen, oder (ganz altmodisch) das eine oder andere Buch zum Thema Fotografie zu lesen, sich das "Handwerkszeug" anzueignen, ist es eigentlich egal, ob man mit einer Edelkompakten, einer Bridge, einer Systemkamera oder einer DSLR anfängt. Wie man das Hobby dann ausbaut, das ergibt sich dann im Lauf der Zeit.
Ich zitiere mich mal selbst aus einem anderen Thread, in dem es auch um die Frage "Was für eine Kamera brauche ich, um tolle Hundebilder zu machen?" ging.
Egal, wofür man sich entscheidet - Nikon, Canon, Sony, Olympus, Panasonic etc. pp; Festbrennweite, Zoom, Tele, Weitwinkel; Nikon, Canon, Sigma, Tamron... - wird bei Hund-in-Aktion-Bildern erst einmal eine Menge Ausschuss dabei sein. Und der dazugehörige Frust. "Jetzt habe ich mir das gekauft was mir die DFler geraten haben und trotzdem werden meine Bilder nichts. Mist." oder so ähnlich.
Die hier erwähnten zwei Wochen reichen nicht, ich wiederhole: nicht!, aus, um sich mit der Kamera als solcher, mit der Technik die dahintersteht, und den vielen kleinen Tipps und Tricks anderer Fotografen vertraut zu machen. Das dauert. Und es macht Arbeit. Es kostet Zeit und Nerven, und wenn dann der Hund nicht so will wie man sich das vorstellt kann es schnell zu einer Geduldsprobe werden.
Fotografieren ist ein Lernprozess. Das muss man akzeptieren. Man hat am Anfang vielleicht den einen oder anderen guten Schnappschuss gemacht - das war meist ein Zufallstreffer. Die Wahl der Kameraeinstellungen (Motivprogramme taugen nur bedingt für Hund-rennt-Fotos) muss man lernen. Wie man den Hund positioniert auch. Dann ist da noch die Sache mit dem Licht - morgens, mittags, abends, bewölkt, sonnig, was ist nur das beste für genau das Motiv das ich ablichten will, für genau die Stimmung die ich einfangen will? Ein Lernprozess, ich erwähnte es schon.
Und erwähnte schon jemand die Sache mit der Bildbearbeitung? Noch so ein Lernprozess. Noch so eine zeitraubende Prozedur.
Aber es lohnt sich, finde ich.