Beiträge von Sheigra

    Gestern Abend. Überwiegend klarer Himmel, kein Vollmond, kein Gipsarm. Diese Kombination hatte ich schon lange nicht mehr und nutzte die Gelegenheit, ein paar Bilder zu machen. Erst so gegen 20.00 Uhr, als es noch nicht richtig dunkel war, dann nochmal nachts, und heute früh wieder.

    Hier drei Bilder vom Abend.

    Unser Dörfchen (ähm, Stadtteil wäre die korrekte Bezeichnung):

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    Village lights by Marion Woell, auf Flickr

    Der schon oft gezeigte Baum:

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    after sunset by Marion Woell, auf Flickr

    Und hier nochmal der Baum, von einem anderen Standort. Der Besitzer der Streuobstwiese gegenüber hat Großputz gemacht, und somit habe ich einen weiteren Standort für meine Kamera.
    Ich stand da so und fotografierte vor mich hin, als ich Motorgeräusche hörte und weiter oben am Hang Licht sah. Ein Traktor, dachte ich. Dann machte das Fahrzeug sein Flutlicht an und beleuchtete mir das Bild. Das fand ich ganz nett. Kaum war das Bild im Kasten, fuhr es weiter, bis kurz vor den Weinacker (rechts im Bild), und dann machte der Fahrer sein Suchlicht an. Warum auch immer. Ich stand im Hellen, fluchte vor mich hin, und fragte mich, was das soll. Mimik und Gestik waren nicht falsch zu deuten, fürchte ich. Wie auch immer, das Fahrzeug machte den Strahler wieder aus, fuhr weiter, und ich konnte in Ruhe noch ein paar Bilder machen.

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    early evening by Marion Woell, auf Flickr

    Ein besonderes Prozedere haben wir da nicht. Decken, Näpfe, Leinen, Impfpass (man weiß ja nie...), Futter und Leckerlis kommen von daheim mit. Für die alte Dame Lovvy inzwischen auch ihre Medikamente, Anleitung dazu, und Kontaktdaten der Tierklinik (auch hier: man weiß ja nie...). Bei Lovvy ist es wichtig, dass sie nicht draußen ist, wenn wir gehen - sonst will sie nicht mehr rein, sondern am Tor warten.
    Ansonsten - nö, nichts besonderes. Irgendwelche besonderen Rituale oder so wären zumindest bei meinem / meinen auch kontraproduktiv.

    Wir hatten das damals mit Lorcan auch gemacht. Geplant war der Welpie ein halbes Jahr früher, da wäre er alt genug gewesen für die Reise nach UK. So aber war er erst 7 Monate alt (oder so), und noch nicht alt genug, um die damals noch notwendige Tollwut-Titer-Regel zu erfüllen.
    Er kannte jedoch meine Eltern, die Hunde meiner Schwester- also alles kein Problem. Junghund Lorcan blieb bei meinen Eltern, brachte dem damals noch sehr unsicheren, ungefähr gleichaltrigen Tierschutzhund meiner Schwester bei wie man einen Haushalt aufmischt, und hatte viel Aufmerksamkeit. Wir hatten mit Lovvy einen entspannten Urlaub, telefonierten nicht jeden Tag mit meinen Eltern, sondern vertrauten einfach darauf, dass jeder weiß, was er tut. Und: es hat geklappt.

    Inzwischen gab es noch viele Urlaube für uns ohne Hund, und für die Hunde im "Wellness-Hotel Oma".

    Lovvy geht auch schon seit einiger Zeit zum altersbedingt selektiven Hören über. Wenn sie will, hört sie noch recht gut (Futtereimer, Kühlschranktür, Brotkasten und so), wenn sie nicht will (reinkommen wenn es im Garten gerade so schön ist beispielsweise), dann hört sie eben nicht. Nun, sie scheint unser Fehlverhalten mit Ignorieren beheben zu wollen. ;)

    Ihr Sehvermögen hat nachgelassen, eindeutig. Sie ist deutlich schreckhafter geworden in den letzten Monaten, was ich darauf zurückführe. Neulich erschrak sie vor einer großen Krähe - letztes Jahr um diese Zeit hätte sie den Vogel über die nächsten drei Felder gescheucht. Aber so ist das halt mit dem Älterwerden. Ich brauche ja auch seit ein paar Jahren eine Brille....

    Okay Thea, die Schottland-im-Schnee-Fotos sind schön. Aber: Gleich nach Ostern fahren wir (Männe und ich) nach Schottland. Könntest du bitte mit den Wetterverantwortlichen vereinbaren, dass dann der Winter definitiv vorbei ist? Ein wenig Frühlingswetter wäre dann doch sehr, sehr nett. :D
    Männe sagt zwar, er redet noch mit seinem persönlichen Wetter-Troll "Ragnar", aber der ist vermutlich nur für Grönland zuständig. ;)

    Da ist noch so ein Skye-Klassiker: Quiraing, fotografiert auf dem Weg vom Parkplatz zum Bioda Buidhe, also entgegen des Besucherstroms.

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    Quiraing by Marion Woell, auf Flickr


    Das Glen Nevis, wie man es nur sieht, wenn man sich ganz weit von den vielen Besuchern des Steall-Wasserfalls entfernt und sich durch den Sumpf wagt:

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    Glen Nevis by Marion Woell, auf Flickr


    Das hier ist der Finiskaig River - ganz weit weg von Straßen und Parkplätzen. Einige Stunden durch Sumpf, über Felsen, durch einen Fluss, durch ein Stück wegloses Gelände (der Weg verschwand im Sumpf...) und einen Pass vom Ende der Sackgasse am Loch Arkaig entfernt, nur ein paar Kilometer (und viele Höhenmeter, zum Glück bergab) vom Ende des Loch Nevis entfernt. Am Abend dieses Tages schlug ich mein Zelt auf einer kleinen Insel am Rand des nicht viel Wasser führenden Finiskaig auf und saß noch lange mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht davor und schaute dem Wasser beim Fließen zu.

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    Finiskaig River by Marion Woell, auf Flickr


    Na Hearadh - Harris. Da bin ich bald wieder. Bald nach Ostern fahren wir auf die Western Isles; Ende April werden wir in Suisinis sein, nicht allzu weit entfernt vom Tràigh Seilebost.

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    sands of time by Marion Woell, auf Flickr

    Früher, als Blasen noch zu meinem Alltag gehörten, holte ich mir die eigentlich überall an den Füßen. Vorne an den Zehen, seitlich an den Zehen, zwischen zwei Zehen, an den Fersen, auf der Fußsohle....
    Und ja, Blasen unter Hornhaut sind klasse. Da hat man richtig lange was von.

    2006 unternahm ich meine erste mehrtägige Schottlandwanderung mit einer Freundin. Ganz klassisch, West Highland Way mit Gepäcktransport. Wir liefen also nur mit Tagesrucksack, und ich trug die Wanderstiefel, die ich schon seit zwei Jahren zum Hundegassi überwiegend problemfrei trug. Am ersten Abend waren es nur Druckstellen, aus denen wurden dann im Lauf der Woche Blasen, die auch unter Compeed fleißig weiter wuchsen, und zuletzt hatte ich Blasen in den Blasen. Das war fein.
    An einem Tag machten wir in Tyndrum am "Green Welly" Pause. Das ist so ein Platz, an dem Busse, Motorradfahrer, Autofahrer usw gerne Pause machen. Es gibt einen Tearoom, einen Outdoorshop und Souvernirzeugs. Da mein Compeed zur Neige ging, machten wir dort auch Pause. Ich kaufe mir neues Flickzeug, setzte mich neben meine Freundin auf die Bank, packte die Füße aus und verarztete sie. Ich glaube, der Dame auf der Bank gegenüber schmeckte ihr Sandwich danach nicht mehr... Aber ich habe die Tour durchgehalten und wusste hinterher, dass die Schuhe im Vorfußbereich zu eng waren.
    Ich habe mich von Blasen aber nie am Wandern hindern lassen. Bei so kleinen, in die Höhe wachsenden Blasen habe ich immer eine Spritze angesetzt und sie ausgesaugt, vorher und hinterher alles gut mit Desinfektionsspray behandelt, zugepflastert, und dann ging es weiter. Große, in die Fläche wachsende habe ich zugepflastert (meist mit Compeed), und danach ignoriert. Entzündet hat sich zum Glück nie etwas.
    Aber seit Frühjahr 2014, seit meinem ungeplanten Hanwag-Lederstiefel-Notkauf, gehören Blasen der Vergangenheit an. Ein ganz neues Laufgefühl.

    Wenn ich mir neue Schuhe (für den Alltag) kaufe, und die beispielsweise an der Ferse noch etwas drücken, klebe ich die Stelle am Fuß mit Hansaplast ab. Das weiße, feste Zeug mag ich nicht so sehr; Leukosilk hält nicht, aber das klassische braune klebt gut. Das hält auch mal eine Dusche aus.