Wir wurden am Dienstag Nachmittag von der Dienststellenleitung darüber informiert, dass die Pandemie-Regeln ab Mittwoch nicht mehr gelten, und dass wir wieder im "normalen" Betrieb sind, mit Vorrang der Präsenzarbeit vor der mobilen Arbeit. Das kam ein wenig plötzlich, vor allem weil die bundesweite Weisung schon 8 Tage früher erging....
Die Kollegen mit bewilligter Telearbeit müssen sich jetzt wieder an ihre Zeiten halten, und für (fast) alle anderen gilt die in der Organisationseinheit zu vereinbarende Regel über das mobile Arbeiten. Bei uns bedeutet das, dass man 2 Arbeitstage pro Woche (oder die dieser Zeit entsprechende Stundenzahl) an der Dienststelle arbeiten muss. Für jeden muss eine schriftliche Vereinbarung getroffen werden, die Chefin muss sie unterschreiben (schwierig, wenn die Dame erst 100% daheim arbeitet und dann nahtlos in den Urlaub übergeht), dem Datenschutzbeauftragten muss ein Zutrittsrecht eingeräumt werden (auch schriftlich und mit Unterschrift der Chefin) - also so richtig schön bürokratisch.
Da ich ab Montag den Chefin-Hut aufhabe, werde ich zusehen, dass ich eine sinnvollere Lösung für meine Mitstreiter finde. Und meinen "großen" Chef, den muss ich auch noch finden, damit er meine Zettel unterschreiben kann.
Immerhin hatte man keine Einwände gegen meine geplante Regelung: Ich bin dreimal pro Woche für 5-6 Stunden im Büro, den Rest der 41 Stunden arbeite ich daheim. Ich brauche also im Normalfall keinen Hundesitter / Gassigänger für Shira.
Heute bin ich zum ersten Mal seit meinem Urlaub und meiner Covid-Infektion wieder an der Dienststelle, und die Stimmung ist ein wenig gereizt. Chefin glänzt durch Abwesenheit, Personalabteilung trifft kurzfristige Entscheidungen, und dann die Aufhebung der Maskenpflicht im Büro, die bei der einen oder dem anderen auch nicht gut ankommt. Alles nicht so einfach.