er kommt Zuhause nicht "von alleine" zur Ruhe, ganz egal was drumherum passiert, sondern ich muss da eingreifen und ihm das beibringen. Außerdem würde er sicher hektisch werden, wenn man da selbst keine Ruhe reinbringt.
Damit ist dein Labbi in der Hinsicht ziemlich das Gegenteil von unserem KHC-Rüden Wir mussten das oft (und müssen es auch jetzt manchmal noch) regulieren. Wie war das denn bei deiner KHC-Hündin?
Kann es sein, dass du mich falsch verstanden hast? Die KHC Hündin kam prima zur Ruhe Zuhause (wie viele andere Collies, die ich kenne), der Labbi muss es lernen
Zitat
Ab wann hat sich das bemerkbar gemacht?
Nuca hatte ziemlich früh schon Interesse an Wild (v.a. auch Spuren), wie ernst sie es wirklich meint kam mit etwa 1,5 Jahren raus; sie ginge auf Sicht und Spur.
Ich wurde gerufen und hatte bzw habe einige Rassen, die dich interessieren, also da bin ich
Zu den allgemeinen Lebensumständen: ich habe meinen ersten Aussie mit 15 bekommen, meine zweite Aussie Hündin kam dann im Studium zu mir, die KHC und der Labbi nun in der Festanstellung auf Vollzeit (mit Homeofficemöglichkeit). Du siehst - es geht Vieles. ABER (!) Ich bin auch "Hundler". Ich würde mein ganzes Leben auf den Kopf stellen, um die Haltung von Hunden zu ermöglichen. Das muss man wollen und da ist sicherlich nicht jeder der Typ dazu. Wir hatten vorher in der Familie schon einen DSH und Yorkie, daher wusste ich, was auf mich zukommt.
Mein erster Aussie kam in eine Wohnung im 3. Stock mit Aufzug zu uns - klar ist Garten gemütlicher, wie ich es jetzt erleben darf, aber möglich ist es auch in einer Etagenwohnung den Hund stubenrein zu bekommen.
Aussies sind, wie
@Alimonera schon beschrieben hat, eher die, die nachfragen, diskutieren, die eine klare Linie und Führung brauchen, die Wach- und Schutztrieb mitbringen können, sehr reserviert sein können, zur Unverträglichkeit mit anderen Hunden neigen können. Es gibt aber auch die unproblematischen, netten Aussies.
Ich empfehle immer: mach dich auf den "Worst Case" (bzw vielmehr einen sehr typischen Hund) gefasst und entscheide, ob du damit klar kommst.
Wäre ein wachender Aussie, der eine strikte Führung benötigt und unverträglich mit anderen Hunden ist okay? Wenn nein, dann würde ich die Rasse streichen.
Die KHC sind ebenfalls sehr unterschiedlich, ich kenne viele Exemplare inzwischen und habe eine hohe Varianz gesehen.
Was allen gemein ist: mit dem Alleinebleiben und Ruhen in der Wohnung haben die meisten gar kein Problem.
Ansonsten ist es sehr unterschiedlich. Ich kann ja mal von meiner Hündin erzählen
Sie ist nicht ganz easy mit anderen Hunden und Menschen, eigentlich braucht sie niemanden auf der Welt, außer ihrer Familie und Freunden. Zu denen aber ist sie unheimlich sozial, geduldig und entspannt. Von fremden Menschen anfassen lässt sie sich nicht, anlocken auch nicht. Das kann ganz angenehm sein, aber birgt auch Tücken.
Sie wacht, lässt sich aber gut regulieren dabei. Schutztrieb hat sie nicht.
Sie ist eher unsicher und kompensiert das dann bellend nach vorne. Sie braucht da klare Anleitung, schwarz-weiß, dann kann sie unauffällig durchs Leben gehen.
Sie hat nicht die besten Nerven., ist sehr sensibel und traut sich nicht viel zu.
Sie würde gerne jagen und das ziemlich ernsthaft.
Zuhause ist sie vollkommen unsichtbar, sie stalkt nicht (von Anfang an) und kommt super zu Ruhe. Ich hab sie noch nie hektisch gesehen, sie strahlt immer so eine Würde aus Sie braucht Kopfarbeit und ist da wirklich super dabei, wir machen Rally Obedience im Hundesportverein und Mantrailing bei K9. Sie ist bei allem mit Begeisterung dabei, arbeitet mit viel Ruhe und hat Freude am Feilen am Detail. Sobald es aber so richtig anstrengend würde, hat sie keine Lust mehr also sprich, man muss sie auch zu motivieren wissen, dann geht ganz viel.
Ich finde in Summe ist sie ein prima Begleithund, aber die Neigung zum Bellen muss man abkönnen (ja Erziehung blabla, aber auch mit viel Arbeit wird aus einem KHC kein leiser Hund), die Sensibilität mögen (die bei manchen Individuen eben auch in schlechten Nerven und mMn einem schwachen Wesen endet - hier würde ich mir die Eltern beim nächsten mal noch kritischer ansehen), dann hat man einen hübschen, netten Begleiter, der sehr pflegeleicht ist.
Mein Labrador ist aus Arbeitslinien und komplett anders. Allerdings auch erst 5 Monate alt.
Er ist sehr viel führiger und kooperativer, bringt mehr mehr Arbeitsfreude und dabei eine totale Unerschrockenheit mit.
Damit einher gehen eine größere Körperlichkeit und er kommt Zuhause nicht "von alleine" zur Ruhe, ganz egal was drumherum passiert, sondern ich muss da eingreifen und ihm das beibringen. Außerdem würde er sicher hektisch werden, wenn man da selbst keine Ruhe reinbringt. Er interessiert sich allerdings auch nicht sonderlich für fremde Menschen oder Hunde bislang (das kann noch kommen). Und er wird sicher größer und ganz ganz sicher schwerer als meine KHC Hündin, die nur zwischen 16 und 17 kg auf 56cm hat.
Zum Thema Jagen usw kann ich in dem Alter noch nicht viel sagen - ich gehe bei ihm von starkem Jagdtrieb aus und setze meine Hoffnung in seine Führigkeit
Für mich verkörpert er aktuell die perfekte Kombi aus einem unkomplizierten Alltagshund (denn er ist wesentlich unkomplizierter, als meine KHC Hündin das jemals war) und einem genialen Arbeitshund.
Beim Labrador ist der Unterschied zwischen den Linien allerdings sehr groß und mein Kleiner ist doch noch Jung, daher würde ich es damit mal belassen.
Falls du konkrete Fragen zu Aussie, KHC oder Labrador hast, dann gerne her damit.
Ich mag meine Kombi gerade sehr sehr gern, auch wenn sie in vielen Punkten komplett gegensätzlich sind
Das kommt so stark auf den Hund, den Halter und das Umfeld, in dem man spazieren geht (Felder, Wald, Stadt, Park...?) an, dass man kaum pauschal etwas sagen kann.
Ich hatte da bisher so unterschiedliche Hunde (und Lebensumstände, von Stadt mit Unialltag bis hin zur aktuellen Pampa alles dabei), dass ich mich vor Rundumschlägen hüte.
Aber grundsätzlich finde ich entspanntes durch die Botanik dümpeln extrem erstrebenswert, schön und wichtig und arbeite auch darauf hin, dass alle meine Hunde - ganz egal was sie mitbringen - mit mir entspannt durch die Gegend latschen.
Wie lange das dauert und wie sich das dann im Einzelfall gestaltet, richtet sich nach Hund und Umfeld.
Falls ich River irgendwie halbwegs gesund groß bekomme (bei seinen Jumps und Aktionen bin ich mir da manchmal nicht so sicher, ob mir das gelingt ), möchte ich im Hobbybereich gerne auch Canicross mit ihm machen, falls er Spaß daran hat.
Da er aber grundsätzlich große Freude an Tempo hat, lauffreudig und sehr arbeitswillig ist, kann ich mir das gut vorstellen.
Aber das wäre nur ein 'Nebenhobby'. Ich fände schon cool, wenn er mich so normal auf meine Läufe begleiten würde ohne zu ziehen (ich laufe allerdings nie mehr als 12km am Stück) und dem steht denke ich nichts im Wege
Ich habe Mystique und Firedog Dummys. Die von Mystique sind zum Teil schon über 10 Jahre alt aus Mexxchen Zeiten und sind noch nutzbar (hatten aber auch eine lange Nutzungs-Pause)
River sieht inzwischen manchmal schon so erwachsen aus. Und manchmal schaut er aus wie ein Kaninchen auf Speed Wie sich das für so einen Jungschnösel eben gehört