Beiträge von Eilinel

    Loki (australian shepherd, 8 jahre) hasst fremdhunde. solang sie nix von ihm wollen, ignoriert er sie. wenn sie aber an der leine rumhampelt, winseln, spielaufforderungen machen, oder noch schlimmer ohne leine zu ihm hin wollen oder röcheln (möpse und co) dann macht er sehr, sehr deutlich, dass er es als zumutung empfindet, dass sie ihm seinen wertvollen sauerstoff wegatmen. solang ich ihm den anderen hund vom leib halte, bleibt er auch brav, dekorativ neben mir stehen, wenn nicht macht er das halt selber. löcher macht er zum glück keine, wie ich einmal unfreiwillig testen dürfte, aber drauf verlassen würde ich mich da nicht unbedingt drauf.

    ihn muss man da echt laaaangsam ranführen. eine bekannte hat seit oktober einen neuen hund...so laaaaangsam können wir den maulkorb weglassen, allerdings sehen wir uns auch nicht sonderlich oft...ooooder ich muss ihn halt wirklich extrem deckeln, damit er den andern hund ganz lässt. hab ich damals zu gambits einzug gemacht, aber für "irgendeinen fremdhund", den wir eh nie wieder sehen, mache ich das nicht. geschlecht, etc. ist ihm übrigens auch völlig wurscht, allerdings je näher wir an zu hause sind, desto extremer ist er.

    bei ihm kam es eher so stufenweise, aber irgendwann wars von einem auf den anderen tag komplett vorbei und hat mich erstmal enorm viel training gekostet, ihn so hinzukriegen, wie er jetzt ist.

    gambit (australian shepherd, 3 Jahre) ihm sind fremdhunde schlichtweg völlig egal...immer schon gewesen. in der welpengruppe hate er sich so nach 4 wochen tatsächlich eine hündin und nen kleinen malirüden ausgeguckt, mit denen er tatsächlich ab und an mal gespielt hat...aber ansonsten....spielt er mit loki und einer hündin von einer kundin...sonst 0 interesse. ab und an interessiert er sich mal für eine läufige dame, aber selbst da ist er extrem wählerisch.

    an fremdhunden läuft er einfach vorbei, ohne sie eines blickes zu würdigen, wenn sie zu ihm kommen und ihn "nerven", knurrt er und geht. für mich optimal, genauso hatte ich es mir gewünscht.

    puh...hier gibts eigentlich alle der genannten varianten...kommt immer darauf an, was ich damit gerade bezwecke...

    klopfen und antatschen gibts hier eher beim spielen.

    umarmen mag nur gambit gerne, der lehnt sich beim schmusen sogar immer aktiv an mich ran, oder lässt sich auf mich drauf fallen...den spitznamen liebespanzer hat er nicht umsonst |), aber auch loki muss ab und an mal einen knutscher auf die nase ertragen xD

    am allerliebsten mögen meine auch ohren kneten und hintern kraulen...bzw. eher schon kratzen...aber auch hals und rücken stehen ähnlich hoch im kurs...quasi alle stellen, wo sie selber schlecht rankommen.

    will ich die herren bissl motivieren, werden sie ordentlich von oben bis unten durchgewubbelt, will ich sie runterfahren mache ich langsame streichbewegungen mit eher festem druck.

    so ganz leicht mit 2 fingern mach ich (ich pöhse wieder |)) ehrlich gesagt nur, zum ärgern....dann schrecken sie auf und suchen nach der fliege, die da auf ihnen rumläuft :lol:

    "Als ich an einem schönen Sommermorgen des Jahres 1934 in meiner Schule in Barmbek ankam, teilte uns Herr Grimmelshauser, unser Leher in der 3. Klasse, mit, dass sich die gesamte Schülerschaft und der Lehrkörper auf Anordnung von Schulleiter Wriede auf dem Schulhof versammeln sollten. Dort verkündete Herr Wriede, wie so oft bei besonderen Gelegenheiten in seiner braunen Naziuniform, dass >>der größte Moment in eurem jungen Leben<< bevorsteht. Wir seien nämlich vom Schicksal dazu auserkoren worden, >>unseren geliebten Führer Adolf Hitler<< mit eigenen Augen sehen zu dürfen. Um diese Ehre, so versicherte Herr Wriede uns, würden uns unsere zukünftigen Kinder und Kindeskinder dereinst beneiden. Ich war damals acht Jahre alt, und ich hatte noch nicht begriffen, dass ich unter den fast sechshundert Schülern auf dem Schulhof der einzige war, den Herr Wriede ncht meinte."


    Hans Massaquoi "Neger, Neger, Schornsteinfeger! Meine Kindheit in Deutschland"