hm...sehr vielschichtiges thema finde ich.
am wichtigesten fänd ich erstmal, wo gewalt denn anfängt. die übergänge sind halt oft auch einfach fließend. dem hund mittels leine eine richtung vorgeben ist, wenns mans ganz streng betrachtet, eben auch nix anderes als gewalt.
und wenn ich es so streng betrachte, gehts einfach nicht ohne, egal wie nett ich das verpacke. gewalt heißt ja erstmal nix anderes, als dem gegenüber quasi meinen willen aufzudrücken.
wir haben halt nunmal hunde...und hunde sind einfach nicht dazu in der lage, das "große ganze" zu sehen und wissen eben oft nicht, was gut für sie ist und was nicht.
da sind wir dann einfach in der pflicht, das für sie zu entscheiden. und jetzt kommt einfach der knackpunkt...vieles ist eben einfach ein abwägen.
ich arbeite so nett wie möglich mit meinen eigenen hunden und auch mit hunden von anderen leuten. das heißt aber nicht, dass ich ohne strafe arbeite. ich benutze auch manchmal techniken und hilfmittel, die einige hier wahrscheinlich als
"geht gar nicht" ansehen würden. warum tue ich das? weil ich eben abwäge. für mich ist es eben auch eine form von gewalt, einen hund über tage, wochen, monate mehr oder weniger dauerhaft einem gewissen maß an stress auszusetzen. stress macht krank. das ist fakt. wenn ich also nun der meinung bin, ich helfe dem hund mehr, indem ich ihm innerhalb von 1-2 trainingseinheiten einen großteil von diesem stress nehmen kann, indem ich auch mal weniger nett mit ihm umgehe (ihn mal anschreie, ihm was vor die füße knalle und ja, auch mal ein knie in den weg halte oder ihn körperlich blocke), dann tue ich das.
natürlich gibts es auch für mich dinge, bei denen ich sage....nope...da ist stop, das geht nicht. muss halt jeder für sich selber gucken...in einem gesetzlichen rahmen natürlich. jetzt mal aufs video bezogen (ich geb zu, ich habs stellenweise eher überflogen, das is schon echt lang
) da hab ich jetzt nun nix gesehen, was gegen das tschg verstößt. manches fand ich ok, manches würde ich sogar ähnlich lösen, vieles würde ich auch anders machen, einiges fand auch ich unschön, aber auch nicht großartig dramatisch.
solche methoden als dauerlösung finde auch ich nicht gut. ziel sollte immer sein, so fix wie möglich wieder ohne auszukommen.
training ist eben einfach etwas sehr individuelles und man sollte jedes mal aufs neue gucken, was denn die beste richtung für diesen speziellen hund, bzw. für dieses spezielle hund/halter-team ist.
mir persönlich ist wichtig, dass ich danach in den spiegel schauen kann.