Beiträge von zauberpony

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    Wieso fällt mir jetzt Silke mit ihren Hunden wieder ein?


    Akita-Silke?

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    Die Nummer mit dem Freund ist absolut blöd gelaufen und war ein völliges Fehlverhalten des Freundes.


    Absolut. Da hätte selbst ich gerne gebissen.

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    Wie arbeitest Du an der Frusttoleranz?


    Minisachen..
    - wenn er denn mal Interesse an einem Spielzeug hat, erst holen nach Freigabe. Mit Spielzeug sowas zu üben macht allgemein nicht soo viel Sinn, da er nicht so drauf versessen ist
    - Zergeln immer wieder mit "Aus" zwischendrin, das klappt auch einwandfrei, egal, wie wild wir gerade spielen.
    - Fressen grundsätzlich erst nach Freigabe
    - aus der Tür gehen wir erst wenn er nicht mehr fiept
    - Sitz, Platz, Stopp auf Entfernung, Ablage
    - seit ein paar Wochen üben wir zB in Geschäften das Warten- er legt sich selbstständig hin und geiert mich dabei auch nicht an
    wenn du dazu noch Anregungen hättest, dann sehr sehr gerne!

    Nina, genau so sehe ich das auch bzgl der Situation mit meinem Vater- er hatte keine andere Möglichkeit sich zu artikulieren, deswegen bekommt er natürlich nicht auch noch Ärger von mir.
    Wenn Balin sich also mit irgendwem anlegt (macht er das aus Unsicherheit? Oder einfach nur um zu stänkern? Spielt das überhaupt eine Rolle oder ist das schlicht nicht erlaubt?), würdest du ihn dafür also maßregeln?

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    Hast du schon mal überlegt bei Fény ein Alternativverhalten für solche Situationen aufzubauen? Ich fände es sinnvoll ihr aufzuzeigen, daß sie auch gehen kann, wenn ihr eine Situation nicht paßt und nicht auf die von dir beschriebenen Weise reagieren muß. (Dafür müßtest du allerdings dafür sorgen, daß ihr diese Option auch immer offen steht, was nicht immer leicht sein wird. Aber hier im Forum wird es bestimmt Leute geben, die das mit ihren Hunden erfolgreich durchexerziert haben und dir da Tips geben können)

    Das versuche ich seit jeher. Ist aber wirklich sehr schwierig, da er ( ;) ) sich selber überhaupt nie aus irgendwas rausnimmt und dann auch mault, wenn er weggeschickt wird. Durchgezogen wird es natürlich trotzdem. ;) Ich denke, dass viele dieser Situationen auch ein Resultat davon sind, dass er bei meinen Eltern (mehr Leute, mehr Bewegung, mehr Ansprache, mehr alles) mehr unter Stress steht und kaum abschalten kann als bei mir. Wir haben ihm jetzt im 1. Stock im Büro einen Platz eingeräumt (er hat im Erdgeschoss, in dem sich das Leben abspielt im Flur und in der Küche einen Platz, jeweils unter so Art Tischen, hatte gehofft, dass ihm dieses geschützte, höhlenartige, irgendwie Sicherheit gibt), den er überraschenderweise sogar nutzt. Ursprünglich wollte ich das nicht, da ich eigentlich nicht will, dass er so viele Treppen läuft, allerdings gibt es im Erdgeschoss aufgrund der Raumaufteilung keinen gescheiten Platz und so blieb nichts anderes. Ich bin gespannt wie das mit dem Platz dort weiter gehr. Der Vorteil ist, dass man zur Not auch einfach die Tür zu machen und ihn so "zwingen" kann ein bisschen runterzufahren.

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    Zusätzlich würde ich aber trotzdem an ihrer Frustrationstoleranz arbeiten, da sie die Grenzen dessen was sie toleriert, gerade in Bezug auf Hundekontakte, doch sehr gering ist. Ein Hund muß sich definitiv nicht alles gefallen lassen, aber man muß sie ja nicht auch noch unbedingt auf diesem Weg unterstützen sondern kann versuchen dem entgegen zu wirken in dem man sie auf der einen Seite Sicherheit gibt und auf der anderen Frustrationstoleranz trainiert um so seinen Stresspegel zu verringern.


    Frustrationstoleranz ist bei uns DAS Thema, das fällt ihm leider enorm schwer, bedingt dadurch Unruhe und dadurch wird er noch mehr zum Nervenbündel. Wir arbeiten dran. Aber sowas ist ja nicht von heute auf morgen vorbei und ich denke auch nicht, dass das jemals wirklich vorbei sein wird, da es einfach sein Charakter ist.. Wie ich ihm allerdings Frusttoleranz im Bezug auf Hundekontakte konkret beibringen soll ist mir schleierhaft.. oder meintest du jetzt einfach (haha :dead: ) allgemein Frusttoleranz?
    Aber genau das ist das, was ich meine. Er muss nicht alle lieben, aber er soll auch nicht jedes Mal so überzogen reagieren.

    Verwirrend ist glaube ich, dass er einerseits sehr aufdringlich ist- andauerndes Anspringen, dem ich auch einfach nichts entgegenzusetzen habe, da es meine Familie nicht stört, ergo von ihnen belohnt wird.

    Nach alldem stelle ich fest, dass ich das ähnlich sehe wie ihr.
    Fény ist nicht everybody's darling, es wäre okay, wenn er es wäre, aber es ist auch okay, dass er es eben nicht ist. Blöd nur, wenn man so putzig aussieht, dass alle einen andauernd Dauerknutschen wollen. Naja. Jeder hat sein Päckchen zu tragen.

    Vor ein paar Tagen hatten wir eine richtig blöde Situation. Ein (total hirnverbrannter) Freund meines Bruders kam zu Besuch, Fény rennt zur Tür (auch etwas woran wir arbeiten, auch schlecht, wenn die Familie das "nicht so schlimm" findet, argh). Der Hund war kaum mehr zu beruhigen, lag im Körbchen, knurrend, ab und an wieder bellend. Nicht so schön. Aber ganz ehrlich. Wenn jemand mit nem Helm aus einer mit Alu umwickelten Suppenschüssel, nacktem Oberkörper und Gorilla-Brustgetrommel reinkommt... irgendwie verständlich.
    Jedenfall kam er gar nicht mehr runter, ich hab ihn mir dann geschnappt und zu meinen Füßen ins Platz gelegt, da lag er dann auch, nicht so richtig zufrieden, aber das Knurren ebbte irgendwann ab. Ich löse den Hund auf und ein paar Minuten später war's dann passiert. Fény hatte sich zwar etwas abgeregt, aber gruselig fand er das ganze immer noch. Was macht der Freund meines Bruders? Schmeißt sich über den Hund um ihm einen Kuss zu geben und beschwert sich, dass Fény ihn "gebissen" hat.
    NATÜRLICH finde ich das überhaupt nicht toll, wenn mein Hund sowas tut, aber in dem Moment konnte ichs ihm so gar nicht verdenken und hab dem Freund meines Bruders nur ne verbale Nackenschelle gegeben, dass das kein Plüschtier ist und er ihn bitte in Ruhe lassen soll.

    Alles in allem: nein, ich finde auch, dass mein Hund sagen darf, wenn er etwas nicht will und Fledermausohren kein Freifahrtschein für andere Leute sind das Tier ungefragt anzupatschen. Aber ich finde es schade, dass er so krass reagiert. Gerade auch bei den Situationen mit anderen Hunden (die mit Menschen sind ja eher unangekündigt, abrupt), würde ich mir wünschen, dass er wenigstens klar warnt bis er sich den anderen denn vom Leib hält. Ob ich ihm das irgendwie eintrichtern kann weiß ich nicht. Mehr als versuchen dazwischenzugehen, bevor der berühmte Tropfen in das übervolle Fass tropft kann ich wohl nicht.
    Interessant zu sehen war auch, wie er sich bei einem Besuch bei seinem ehemaligen besten Freund (engl. Bulldogge) sichtlich unwohl gefühlt hat. Zwei Mal hat er den Burschen richtig verkloppt- der ihm daraufhin zwar immer noch bulldoggentypisch stoisch hinterhertrottete, aber immerhin Abstand hielt. Man sah wie genervt Fény war und im Endeffekt suchte er dann auch irgendwann aktiv Schutz bei den Menschen. Wohl fühlt er sich in der Rolle des Verprüglers auf jeden Fall nicht.

    AmyAndMe, doch, hat er schon mal gemacht. Allerdings ist das kein Fiepen á la "Aua, lass das!" - sondern einfach "ich will das nicht!". Vielleicht liegt es auch daran, dass alle Leute meinen so ein kleiner Hund ist doch quasi eine Katze und die zieht man ja einfach so am Bauch hoch (tut man das überhaupt? Ich hab keine Ahnung von Katzen.). Wenn ich Fény aus irgendwelchen Gründen hochnehme, zB an der Rolltreppe, dann kriegt er 1. ein "Pass auf" = irgendwas kommt, 2. ein "Arm", dann weiß er schon und 3. trage ich ihn so wie auch große Hunde getragen werden- also einen Arm vor dem Brustkorb, einen unterm Po. Ich stell mir dieses ambauchhochgeziehe nicht so angenehm vor.
    Also kann es natürlich auch sein, dass der Faktor Schmerz bzw Unwohlsein dazu kommt, denke aber nicht, dass das medizinisch bedingt ist.

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    Wie reagiert er bei Dir? Pflegemaßnahmen und Geschirr/Halsband anlegen ... sorry, da würde ich mich auf keinen Eiertanz einlassen! Das muß sein, auch wenn Herr Hund keinen Bock hat - um es mal etwas überspitzt auszudrücken.

    Nein, das ist gar kein Problem. Ich kann den Hund auf den Kopf stellen und es macht ihm nichts aus. Einzig eine Situation gab es mal, die ich mir nicht erklären kann, wir haben gekuschelt und ich hab meinen Kopf dabei an ihn rangedrückt (er stand). Unabsichtlich habe ich ihn wohl umgeworfen oder keine Ahnung was war, jedenfalls kam dann auch bei mir diese Reaktion. Er sprang danach zur Seite und schaute mich total verwirrt an, zurückgelegte Ohren, schuldbewusster Blick, eingeklemmte Rute. Was da war hab ich nicht verstanden, sowas ist eigentlich nicht ungewöhnlich. Ich war auch erst perplex, er kam zögernd zu mir an und dann wars auch gegessen. Vielleicht hat er sich doof den Fuß verdreht oder ich hab doch doller als beabsichtigt gemacht oder ich weiß auch nicht was.

    "Fremde"- so Halbfremde. Mein Papa, wie aus dem obigen Beispiel, allerdings wohne ich nicht mehr zuhause, bin aber alle paar Wochen für ein paar Tage da. Also, ja, Fény kennt ihn, aber er ist keine Vertrauensperson. Zudem ist mein Papa ziemlich laut und das verunsichert Fény meiner Einschätzung nach.

    Okay. :)

    Allgemein ist Fény ein unsicherer Hund. Er macht gern sein eigenes Ding, schon seit immer, anderen Hunden kann man mal "Hi" sagen, Freunde zum Spielen gabs immer nur ne Handvoll. Irgendwo an der Seite alleine rumschnüffeln oder herumgucken findet er schön(er).

    Hundebegegnungen liefen IMMER SCHON so ab, dass er seinen "ich ertrage das mal"-Blick drauf hatte und während des Beschnüffelns ganz still hielt, sobald der Andere sich abwandte, haute Fény ab, bzw ging halt seines Weges. Neu ist das Verhalten, dass er, sobald ihm das alles nur eine Nanosekunde zu lang dauert eine "Beißerei" entsteht- es ist KEINE Beißerei, nur weiß ich nicht, wie ich das schlauer ausdrücken soll. Zähne sind nicht involviert, im Endeffekt ist es nur ein Riesengetöse. Das alles entsteht aus einer ganz stinknormalen Hundebegegnung ohne Bedrängen, Überfordeung, Mobben, sonstwas. Einfach nur zwei Hunde Nase an Nase, bzw Po an Po.

    Die Sache mit dem Menschen. Beispiel von letztens mit meinem Papa: Mein Papa sitzt auf dem Sofa, Fény kommt zu ihm, steht vor ihm und lässt sich streicheln. Mein Papa beugt sich runter um ihn hochzuheben. "Ararrararararuu", wehren von Fény. Eine Mischung aus Fiepen, Jaulen, Knurren, dabei kein gezieltes beißen oder so, aber.. äh.. ja.. nein, ich wills jetzt wirklich nicht beschönigen oder so, aber es ist ein "sich vom Leib halten" mittels Hundemaul.
    Schwierig zu beschreiben. Ich hoffe man kann es sich trotzdem mehr oder weniger vorstellen?

    Hallo, ich hätte mal gern eure Einschätzungen.

    Fény (fast 1 1/2 Jahre) weist allgemein momentan eine ziemlich niedrige Reizschwelle auf.
    Andere Hunde sind total out und das wird denen auch unmissverständlich klar gemacht- zum Beispiel wenn die es gewagt haben sich zu lange neben ihm aufzuhalten oder zu schnüffeln.
    An sich für mich okay, er soll und ich kann nicht verlangen, dass er mit jedem Hinz und Kunz gut Freund ist.

    Jetzt kam es schon vor, dass er auf menschliches Verhalten sehr heftig reagiert hat, so zB wenn er gerade nicht angefasst werden will.

    Wie seht ihr das? Samthandschuhe an und genau gucken was der Hund gerade will und wenn ers gerade nicht will, respektieren oder mehr "da muss er durch".

    Ich schreibe jetzt erstmal absichtlich nicht, wie ich das sehe, da ich gerne hören würde, wie ihr das handhaben würdet/handhabt. Vielleicht nur so viel: Fény ist ein sehr lieber Hund, sehr freundlich, sehr verkuschelt, sehr menschorientiert, besonders auf mich fixiert. Dennoch würde ich jetzt schon sagen, dass ich ihn nicht bedenkenlos mit einem Kind zB zusammenlassen würde (gut, "bedenkenlos" sollte das sowieso nie sein).