Beiträge von MisaMisa

    Ich finde Hundehaufen einfach eklig anzusehen und mache 'meine eigenen' deshalb fein weg.
    Bonnie köttelt gerne ins Gebüsch, da muss ich ehrlich sagen, ich krabbel ihr nicht hinterher um das aufzusammeln. Sieht keiner, verrottet nach einer gewissen Zeit und stört deshalb auch kaum (Ausnahme sie hat ne Wurmtablette bekommen, da mache ich tatsächlich alles restlos, mitsamt Grashalm und Erde, weg).
    Leelah köttelt total gern MITTEN auf den Weg, bei ihr muss ich also immer Tütchen zücken.
    Aber auch mir ist es mal passiert, dass plötzlich die Tütchen leer waren und Hund fein mitten auf den Weg geköttelt hat. 'Shit happens'.
    Entweder ich hab es dann mithilfe Taschentücher (Passanten fragen oderso) weg gemacht oder mit dem Fuß beiseite geschoben.
    Unsere Promenade wird sehr gepflegt, die Rasen sind immer frisch gemäht und die Bäume getrimmt, es liegt kein Müll herum und nirgendwo ist Grafitti (obwohl wir in Berlin wohnen! :D ). Da möchte ich das 'Kiezbild' nicht mit Haufen verunreinigt sehen..

    Zitat


    Wenn mein Hund in solchen Situationen dermaßen gestresst ist finde ich es umso mehr unangebracht positiv zu strafen. Denn das erzeugt wiederum Stress beim Hund - ein Teufelskreis entsteht.

    Vor allem bei Leinenaggression habe ich sehr gute Erfahrungen mit ausschließlich positiver Verstärkung (im Sinne des Aufbaus einer positiven Assoziation) gemacht - das schöne dabei ist, dass der Hund nicht nur lernt etwas auf Verhaltensebene nicht zu tun sondern 1. emotional viel entspannter in die Hundebegegnung rein kann und 2. auch alternatives Verhalten lernt (Ich kann Bögen gehen, kann weggehen, usw.)
    Einer meiner Bezugshunde im TH hat massive Leinenaggression gezeigt, war unglaublich gestresst und der Weg rein und raus (vorbei an den Zwingern) war für mich und ihn die Hölle.
    [...]
    Ich denke aber auch, dass man der Typ dafür sein muss (soll jetzt völlig wertfrei sein) und für manche passt das so dann eben nicht und das ist auch ok!


    Ich verstehe absolut was du sagen möchtest und kann dir in deinem Beitrag allgemein zustimmen.
    Ich muss auch zugeben, ich habe meine Fragestellung zu schwammig formuliert, deshalb erläutere ich nochmal kurz.
    Ich habe derzeit einen Ex- Pflegi im Training der enorm angstaggressiv ist. Er lässt sich nicht anfassen (auch von mir, dem Ex- Pflegefrauchen nicht), beißt Menschen und ist sehr, sehr leinenaggressiv.
    Nachdem wir alles aufgebröselt hatten (welches Futter, welche Auslastung, welcher Umgang mit dem Hund, was für Erfahrungen etc) war für mich klar: der ist einfach nur massiv frustriert. Drei Jahre dreimal am Tag an einer 1m Leine für 10 Minuten Haufen setzen und dann wieder nach hause tut keinem Hund gut.
    Bei diesem Hund arbeiten wir nun ausschließlich positiv (gut, Strafe ist immer irgendwie dabei [z.B. Richtungswechsel o.Ä.], aber es wird kein Druck auf ihn ausgeübt). Laaaange Schleppleine dran, clicker in der Hand und Wurst in der Tasche wird alles defensive Verhalten angeclickt und belohnt. Alles 'nach vorn' wird ignoriert.
    Druck würde bei dem Hund nur die Bombe zum platzen bringen und ihn NOCH mehr verunsichern als er es sowieso schon ist, also gehen wir den langen, sanften aber komplizierteren Weg mit ihm.

    Meine eigene Hündin ist eher ein Proll. Sie nimmt Situationen selbst in die Hand, wacht, schützt und stellte mich sehr oft in den Hintergrund, so a la 'Frauchen, bleib mal lieber hinter mir, du kannst das eh nicht regeln also mach ich das mal'.
    Bei ihr bin ich, das gebe ich ehrlich zu, ab und an auch die negative Schiene gefahren, habe sie geblockt und geschubst und ihr gezeigt 'So Olle, hömma zu: ich kann das ALLEIN also halte dich zurück oder du bist die nächste auf meiner Liste'.
    Hätte ich das nicht getan wäre sie auf Fremdhunde los gegangen, hätte Probleme entwickelt und wäre inkompatibel mit meinem Umfeld geworden.
    Mit einigen Erfahrungen und einwenig 'Ansage machen' war sie irgendwann so weit, dass ich andersherum arbeiten konnte und das gewünschte Verhalten bestätigt habe.
    Vor einigen Wochen haben wir angefangen zu clickern, einfach um nochmal etwas Pepp ins Gassi zu bringen.
    Und was soll ich sagen.. vor dem Clickern konnten wir 80/20 an Fremdhunden vorbei ohne zu Zetern.
    Jetzt können wir offline an jedem Hund vorbei, egal in welcher Distanz oder welcher Stimmung dieser ist.
    Aber sie war nunmal eine kleine Granate und sie ist immernoch ein genetisches 'Schwazpulverfass' das bei falscher Handhabung absolut zum Problemhund werden würde. Das sage ich nun nicht um mich zu profilieren, Gott bewahre!
    Aber bei ihr war es, so leid es mir für sie tut, allemal nötig auch mal ganz, ganz unmissversändlich klar zu machen, dass man selbst, als Frauchen, als HundeFÜHRER ansagt was Sache ist.

    Meine Huskymische Leelah hingegen versteht schon allein einen bösen Blick und hält sich zurück. Bei ihr so 'hart' zu trainieren würde sie nur kaputt machen.
    Sie ist ein unsicherer Hund mit viel WTP der wirklich zuverlässig hört und bei der ich mich nie wirklich durchsetzen musste. Sie hat einfach von allein getan was vorausgesetzt wurde, dazu musste ich weder mit Käse um mich schmeißen (was ich allerdings trotzdem gern getan habe :p ) noch ihr in den Popo kneifen.
    Shapen ist bei ihr aber trotzdem sehr schwierig. Zumal ich nicht zwischen positivem und negativem Stress unterscheide. Stress ist Stress. Und Stress ist nie gut.
    Also shapen wir nur sehr wenig, weichen mehr auf das 'ja-nein-Spiel' aus, bei dem sie für jedes Angebot ihrerseits eine Rückmeldung (ja, richtig oder nein, falsch) bekommt.

    Ich denke wir verallgemeinern unter den HH einfach zu sehr. Hunde sind keine Maschinen, sie sind Lebewesen. Und jedes Lebewesen hat einen gweissen Grad an Charakter.
    Man kann also nicht sagen 'so handeln ist doof' weil es von Hund zu Hund unterschiedlich ist und dem einen vielleicht grade recht ist, während der andere daran zerbricht.
    Dass massive Gewalteinwirkung davon ausgeschlossen ist ist hierbei selbstredend hoffe ich.

    Ohjehmine, wenn ich mir vorstelle ich würde so entblößt werden weil ich mal kein Tütchen debei hatte.. urghs, da würd ich aber schnell wieder ausziehen.
    Ich würde versuchen sie noch einmal anzutreffen und ihr eine Rolle Tüten spendieren, vielleicht noch mit dem Hinweis, dass es wirklich eklig ist in Hundekacke zu treten und man zwar verstehen kann, dass Hundekacki aufheben nicht unbedingt das non- plus- ultra- Hobby ist, aber immernoch angenehmer als mit Hundekacke am Schuh in die eigene Wohnung zu kommen.
    Und wenns nichts hilft dem Hausmeister bescheidgeben, dass man sebst das Kacki immer eintütet und die Würstchen nicht von den eigenen Hunden kommen sondern von der Frau mit den Welpen.
    So sichert man sich ab und hat das Problem nicht mehr an der Backe- ende- Gelände.

    Gesundheitlich mache ich mir da weniger Sorgen. Dass ein Chip tatsächlich mal wuchert habe ich noch nie erlebt.
    Ich hätte wie gesagt eher Sorgen dass sich da ein schludernder TA an meinen vielleicht verlorenen Hund wagt und ihn nicht identifizieren kann weil er nicht auf die Idee kommt den kompletten Hund abzusuchen oder Ähnliches..

    Mir persönlich sind Papiere auch Piepsegal, deshalb wäre es mir in dem Falle Wurst ob die Papiere wirklich zu meinem Pupsi gehören oder nicht.. :D

    Ich hab mal eine- ebenfalls hypothetische- Frage:
    Nehmen wir an ein sehr Leinenaggressiver Hund kommt bei dir in Pflege oder zieht ein.
    Dieser Hund fährt sich extrem hoch, wenn er auch nur einen anderen Hund erblickt. Bis er runterfährt dauert es sehr, sehr lang und man merkt dem Hund seinen Stress an.
    Würdest du tatsächlich so lang auf 'Vorbereitungen' bauen wie z.B. Blickkontakt, Distanzvergrößerung und und und?

    Ich persönlich ziehe meine Grenze nämlich da wo ich merke 'dem Hund geht es scheiße'. Wenn ich so einen an der Hand hätte würde ich beiderlei, positiv und negativ trainieren. Ich würde clickern, loben, Leckerlies geben aber ich würde auch rempeln, kneifen und blocken.
    Mir persönlich gefällt es nämlich ganz und garnicht wenn ein Hund länger als nötig in einem enormen Stresszustand bleibt 'nur' weil ich eine sanftere Methode bevorzuge.
    Und in einem sind wir uns ja sicherlich einig: Über negative Reize zu trainieren funktioniert schneller.

    Zitat


    Unsere Jungs wurde übrigens auch beide im Welpenalter gechipt und der Chip sitzt noch da, wo er hingehört, ebenso bei den Hunden meiner Eltern ;). Natürlich ist es möglich, dass der Chip wandert, aber ich habe nicht das Gefühl, dass das so häufig in Besorgnis erregendem Maße vorkommt und bin daher der Meinung, dass die Vorteile des Chips überwiegen.


    Ich kann dir auf Anhieb zwei Hunde aus meinem direkten Umfeld nennen deren Chips verrutscht sind.
    Es geht dabei auch garnicht um Panikmache, ob der Chip nun am Poppes oder am Hals gesetzt wird ist im Prinzip egal.
    Gesetzlich vorgeschrieben wird es allerdings an der linken Halsseite. Beide Rüden deren Chips verrutscht sind hatten ihren Chip im Endeffekt im Arm, einer sehr weit unten, so dass man ihn evtl nicht sofort gefunden hätte.
    Beim VDH ist es aber so vorgeschrieben, ja.
    Aber nunja, kommt ja auch nicht jeder Züchter aus dem VDH.. :D