Beiträge von redborder

    Och Mensch, ist doch eigentlich Jacke wie Hose....
    die Kuh is sicher keine aus Mutterkuhhaltung sondern zur Milchgewinnung. Somit ist das Kalb längst von ihr getrennt und wird jetzt mit Austauscher am Eimer in der Kälberbox großgezogen. Und warum?
    Weil wir ALLE Milch wollen uns nix dafür zahlen mögen...
    Kollege Milchbauer ausm Nachbarort (80 Milchkühe) macht im Frühjahr zu... hat den geilsten und modernsten, saubersten und chicsten Hof und will ab sofort nur noch Ackerbau machen. Der kriegt 28 Cent fürn Liter... vor der Bauerndemo und dem Preisanstieg im Einzelhandel bekam er 29 Cent!!!
    Ganz kurze Zeit gabs mal 34 Cent- damit die Bauern das Maul halten....
    So sieht das aus. Und deshalb muss ein Betrieb einigermaßen wirtschaftlich laufen.
    Gerade in der Landwirtschaft wird für viel Arbeit kaum Geld gezahlt und mit Nutzviehhaltung kann man nicht reich werden. Jeglichen Luxus kann man vergessen.
    Wir versuchen auch unser Möglichstes, unsern Tieren ein schönes Dasein zu geben. Eben wird der Stall umgebaut damit nach vorne hin nur noch Windschutznetze hängen um somit ein besseres Klima und mehr Licht im Laufstall zu schaffen. Alles geht aber leider nicht.

    Nochmal Thema Geburt: ich hab schon einige Geburten miterlebt, auch mussten wir schon hier und da mal helfen. Manchmal reichen Stricke, selten muss der Geburtshelfer mal ran. Liegt aber auch an der Rasse, unsre sind halt schon leichtkalbig.
    Die, die ich sah kamen alle im Liegen. Also nix Ungewöhnliches.
    Die Nachgeburt ist ausschließlich für die Kuh selbst reserviert, die frisst die nämlich selbst ganz gern ;)

    Euter: wir haben (obwohl Mutterkuh) auch eine, die fast so ein Monstereuter hat... wenn sie den Menschen dranlässt, dann streichen wir direkt nach der Geburt das Euter etwas aus, bringt ihr etwas Entlastung.
    Aber die produziert natürlich danach nicht die Masse wie so eine Milchkuh und das Kalb schafft es, abzusaufen.

    Das Hochlagern und der Eimer Wasser waren sicher fürs Ankurbeln des Kreislaufes... wie lang dauerte die Geburt?
    War ja ein Mords Kalb und vielleicht nach der Geburt nicht ganz fit und brauchte einen "Anstoß".

    Kälbchen sind was Feines.... bei uns gehts ja erst wieder im Frühjahr los...

    Der unsrige wird geritten und gefahren. Außerdem begleiten Esel und Shetty mich öfter mal beim Spazierengehen.
    Geritten aber nur noch von meiner kleinsten Tochter, meine andern Kinder sind schon zu groß und schwer.

    Zitat


    Wie seid Ihr denn auf den Esel gekommen? Zufall?


    Ich hab mich als Jugendliche bei einer Spanienreise in die Langohren verguckt und seitdem war ein großer Wunsch, mal einen Esel zu besitzen.
    Vor einigen Jahren war ich dann für einige Tage mit einem Schmied aus der Normandie auf Rundreise, Eselfüß ausschneiden, beschlagen usw.
    Dort hab ich dann die Hengste der Normandie kennengelernt... :|
    hm...
    nun, einige kommen da nur zum Decken aus der Box.
    Viele andere Esel stehen halt einfach so auf fettem Gras und sehen entsprechend aus...auch die Füß lassen zu wünschen übrig...
    Natürlich nicht überall, aber häufig.

    Ja, und ich wollt doch so gern einen. Aber nen Vernünftigen.
    Am Ende der Rundreise hat mir der Schmied seinen Nachwuchshengst gezeigt. Das war Romeo.
    Und es hat eigentlich gar keine großen Überredungskünste bedurft und Romeo war für mich reserviert. Ich musst aber noch knapp 2 Jahre warten, bis ich eine gescheite Mitfahrgelegenheit für ihn hatte. Alleine sollte er die lange Fahrt ja nicht antreten.
    So kam er also nach Deutschland und ist seitdem das Beste Stück im Stall.

    Ja, so ein Eseli....

    Och das hier ist doch eigentlich ein schöner Eselthread =)
    Mir fällt nochwas ein:
    Wurmkur!
    Wenn Eseli mit Pferden wohnt, dann sollte in kurzen Intervallen (alle 3 Monate) mit Ivermectin (Ivomec) entwurmt werden. Und zwar ALLE Pferde und Esel.
    Nur damit kann man die Gefahr der Lungenwürmer bannen, die gern mal beim Esel vorkommen (ihm aber wenig anhaben- hingegen beim Pferd wirklich schlimme Lungenerkrankungen bis hin zur Lungenentzündung machen können).

    Alina: in der Tat! Esel werden immer als Lasttier bezeichnet... aber sie sollten gar nicht so viel Gewicht tragen-zumindest nicht auf dem Rücken. Das Nackenband reißt aber, wenn der Hals zu fett wird und der Kamm deswegen umfällt. Daß es vom Reiten kommt, hab ich bislang noch nicht gehört.
    Gut isses halt, wenn Esel ordentlich trainiert wird und über eine gut ausgeprägte Muskulatur verfügt. Dann kann auch ein leichter Reiter mit passendem Sattel drauf sitzen. Ein Reittier ist der Esel deshalb aber lange noch nicht. Dazu sind seine Bewegungsabläufe einfach nicht gemacht. Der Esel "funktioniert" im Rücken und in der Hinterhand anders als das Pferd, da er auf das Laufen in unwegsamen Gelände ausgerichtet ist.

    ulli: klasse Romeo Foto *schwärm*
    Ich selbst hab kaum schöne Bilder von ihm... warum auch immer....
    ich sollte immer mal den Fotoapparat dabeihaben... dann wirds auch was mit Bildäärs.... ;)

    Schön, daß das Kälbchen auf der Weide zur Welt kam- was daran aber leider nicht so harmonisch ist, ist der Geburtshelfer.... schöner, wenns allein kommt. Kann man sich aber nicht immer aussuchen, hin und wieder und je nach Rasse müssen wir auch immer mal helfen.

    Daß der Hund an der Nachgeburt hängt find ich persönlich unglaublich!
    Man versetze sich mal in die Kuh! Eben hat sie ihr Kalb geboren und liegt in den Nachgeburtswehen und es wird vom Landwirt zugelassen, daß ein Feind ihr da hinten dran hängt und sie eigentlich in ärgste Gefahr versetzt.
    Das find ich gänzlich daneben...

    Wenn bei uns eine Kälbergeburt losgeht, haben die Hunde Stall- und Weideverbot. In einer solch sensiblen Situation hat der Hund die Kuh nicht unnütz zu beunruhigen. Find ich halt.

    Wunderschönes Kälbchen, bestimmt ein kleines Bulli.

    LG Sanny

    Zitat

    ... Hufpflege (Hufe haben sie keine)...

    Och, die Armen! :D
    Wahrscheinlich haben se keine Eisen :^^:

    Sodele, ernsthaft.

    Erstmal: Esel sind nicht stur, sie sind schlau und vorsichtig. Der dumme Mensch sagt dann also dem Tier nach, es sei stur.
    In der Tat kann man Esel und Pferde überhaupt nicht vergleichen. Das Pferd geht nach einigem, gutem Zureden an der vermeintlichen Gefahr seinem Menschen hinterher. Das tut der Esel eben nicht. Er probiert selber aus, obs gefährlich ist oder nicht und das kann eben dauern. Hat er mal festgestellt, daß etwas für ihn ungefährlich ist, wird er immer wieder daran vorbeigehen, drübergehen, mitgehen. Der ist nämlich so schlau, daß er sichs merken kann. Danach ist der Esel durch nichts mehr aus der Ruhe zu bringen. Einmal gelernt, für immer im Kopf.
    Das gilt auch für "Böses" was man ihm antut. Esel sind durchaus nachtragend. Einen Esel erzieht man mit Geduld und Ruhe. Alles andre schlägt fehl und man vergrätzt sichs mit dem Tier- und schon wird dem Esel wieder Bösartigkeit und Sturheit nachgesagt.
    Ich könnt noch stundenlang schwärmen und philosophieren.... aber das war ja nicht die Frage. Leider! :^^:

    Also: vieles ist schon richtig gesagt worden. Esel am besten nicht allein, perfekt wäre Eselgesellschaft. Zweite Wahl sind gut verträgliche Ponys. Ich habe ja einen Eselhengst, den man leider nicht mit andern Hengsten oder Wallachen vergesselschaften kann. Hengste neigen zu schlimmen Kämpfen, die tödlich ausgehen können. Dies gilt auch in vielen Fällen für Eselhengst und Eselwallach. Obwohl ich meinen Hengst für kreuzbrav halte, möcht ichs ehrlich gesagt nicht ausprobieren... so hatte er Gesellschaft von einem Welsh Cob und als dieser tragischerweise an einer Dickdarmkolik starb, wäre mein Esel vor lauter Trauer beinahe dahingegangen... so bekam er nach einigem Suchen einen neuen Freund, ein Minishetty. Seitdem ist er wieder glücklich.

    Futter: auch schon richtig gesagt: kein zu fettes Futter, es sei denn, der Esel wird regelmäßig geritten und gefahren. Sie neigen zum fett werden und bekommen häßliche Fetteinlagerungen am ganzen Körper. So passiert es auch leicht, daß das elastische Nackenband reißt und das ist irreversibel. Man sieht viele Esel mit gerissenem Nackenband und dem daraus resultierenden hängendem Mähnenkamm.
    Also eher mager halten, am besten viel bewegen, damit er eine ordentliche Muskulatur aufbauen kann und auch gut aussieht. Dann ist auch mal ein Nachmittag aufm Gras drin! So halte ich das auch mit meinem.

    Hufe: keineswegs ein einfaches Thema und richtig: vorher fragen obs nen Hufschmied hat, der Esel macht und sich damit auskennt! Eselfüsse sind was ganz spezielles. Die Mär vom harten Eselfuß hält sich offenbar bis in die Neuzeit.... Wenn der Esel gearbeitet wird, braucht er Eisen. Die sind in jedem Fall Maßanfertigung, da es keine fertigen Eisen in der eseltypischen Lyraform gibt. Meine Schmiedin fertigt die Eisen für Romeo also von Hand. Durchaus eine Kostenfrage....


    so sieht ein vernünftig beschlagener Eselfuß aus.

    Unterstand: wirklich wichtig! Da, wie gesagt, der Esel sehr anfällig bei Nässe ist.

    TA Behandlungen: noch viel schwieriger als das Thema Füsse! Esel neigen zu starken Nachblutungen, was zum Beispiel eine OP immer zum Risiko macht. Schon für die Dosierung einer Narkose bedarf es einen eselerfahrenen TA. Besser vorher erkundigen. Am besten Tierklinik.

    Sodele, daß war so grob, was mir grad im Kopf ist. Esel ist also keineswegs mal so nebenher zu halten- ganz im Gegenteil. Man sollte sich reichlich informieren und viel Zeit für das Tier haben, da es eben ganz besondere Anforderungen stellt und reichlich Wissen über diese Spezies fordert.


    Das ist Romeo bei der Hengstkörung vor 2 Jahren, bei der er als Gewinner seiner Altersklasse in Leistungsklasse 1 gekört wurde.
    Ein Traumtier.

    Achso: falls Du das alles auf Dich nehmen magst: es gibt eine Eselnothilfe und auch eine Vermittlungsstelle für Esel und Mulis. Tel kann ich Dir geben.

    LG Sanny- bekennender Eselfan

    Zitat


    Herzlichst,
    Freudetrunken - Delibutus

    Hab mich herzlich amüsiert über Dein Posting. Bist nicht nur freudetrunken, hm? :lachtot:
    Was genau dürfen wir denn nun Ernst nehmen?
    Ich meine, damit man eine anständige Antwort geben kann?!

    LG Sanny

    Zitat

    dann kamen wellis, ein geschenk von meinem vater an mich.
    auch ein kleiner käfig, auch immer offen, zuerst zwei wellis, dann drei.... usw.
    die flogen dann durch die ganze wohnung zusammen mit den sauen.

    Cool! Haste davon mal n Photo? So ne tieffliegende Meersau würd ich gern mal sehen. :D

    Sanny- manchmal albern