Anlaß für meine Frage ist der Gewichtsbewertungsthread. Die Frage dort zu stellen würde aber den Rahmen sprengen.
Ich frage mich warum der Körperbau des Hundes für manche so wichtig ist und manche Wert auf ganz andere Dinge legen. Da wird über Muskulatur diskutiert, die ich erst auf den Bildern suchen muss. Ein Kilo mehr, ein Kilo weniger......ist bei meinem Hund z.B. schon saisaonabhängig. Im Sommer hat sie weniger Appetit, wir sind aber mehr mit dem Rad unterwegs. Im Winter frisst sie mehr, die Gassigänge gestalten sich schon aufgrund der Dämmerung kürzer/weniger.
Stellt der Hundehalter diese Ansprüche auch an sich selber? Wenn ja, dann müssten diese Halter allesamt muskelbepackte Fitnessestudio-Freaks sein, die gar keine Zeit mehr für den Hund hätten.
Wenn nicht, dann frage ich mich warum ich da bei meinem Hund so akribisch vorgehe. Mich beschleicht der Verdacht, dass der Gesundheitsaspekt (bei manchen) nur vorgeschoben wird. Manchen scheint es gut zu tun immer wieder zu hören was für eine tolle Figur der Hund doch hat.
Dann gibt es das andere Extrem. Hunde, bei denen sogar ich sehe, dass ihnen etwas weniger nicht schaden würde und die werden von ihrem Halter aber als absolut okay bezeichnet. Haben diese Menschen einfach ein anderes Verhältnis zum Gewicht?
Dann gibt es noch die Kategorie Hundehalter (allerdings hier weniger anzutreffen) die sich um Gewicht und Ernährung ihres Hundes gar keine Gedanken machen. Der Hund ist zur Freude des Menschen da, macht diesem auch viel Freude, gehört einfach zur Familie und gut isses.
Dann gibt es HH, die mit ihrem Hund zu sportlicher Höchstform auffahren. Im Gegenzug gibt es die, die von ihrem Hund sportliche Höchstform erwarten aber selber nichts tun. Der eine kann von Agility usw. nicht genug bekommen, der andere bevorzugt die Natur oder die Couch.
Dies soll keine Aufforderung zu streitbarer Duskussion sein. Mich interessiert einfach welche Anforderungen ihr und eure Familie an euren Hund stellt.
Bei uns schaut es so aus: Schara ist für mich mein ständiger Begleiter. Ich erfreue mich an ihrer Nähe. Sie ist für mich eine Aufgabe, durch sie bewege ich mich mehr, bin mehr in der Natur. Alleine würde ich nicht im Wald spazieren gehen.
Ich ernähre sie gut, ihrer Größe angepasst, mache mir Gedanken um ihre Gesundheit, recherchiere viel, bin viel hier im Forum. Ich habe aber nicht den Ehrgeiz sie mit einer durchplanten Figur auszustatten. Sie ist wie sie ist. Zudem ist es ein ruhiger Hund, der nicht mit anderen spielt und nicht rumtollt. Also werde ich aus ihr nie einen Windhund machen können.
Ob sie gut bemuskelt ist sehe ich nicht einmal. Ich weiss nicht auf welche Muskeln man da achten sollte. Interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht. Ich habe so eine magische Grenze, das sind 20kg, unter denen soll sie bleiben. Sie hatte schon mal 17kg, auch schon mal 19kg. Gewogen wird nur beim Arzt, wenn er es wegen Medikamenten oder Narkose wissen muss.
Sportliche Aktivitäten beschränken sich bei uns aufs Radfahren. Das läuft sie sehr gerne mit und macht das auch hervorragend. Sportarten, die in Hundeschulen ausgeführt werden dagegen kann sie nichts abgewinnen und ich daher auch nicht. Schwimmen würde ich gerne mit ihr, aber das will sie nicht, also bleibt sie am Ufer sitzen. Diese Tage sind aber sowieso selten.
Favorit sind bei ihr Intelligenzspiele, die sie schnell begreift und gerne macht. Also denke ich mir da immer wieder was aus. Ich habe aber nicht den Ehrgeiz mit ihr in dieser Kategorie irgendwelche Preise zu gewinnen.
Jetzt seid ihr dran.
Habt ihr euren Hund euren Aktivitäten angepasst oder andersrum?
Hattet ihr euch ein anderes Leben mit euren Hund erwartet? Seid ihr enttäuscht worden?
Habt ihr euren Hund speziell für Sport oder andere Aktivitäten ausgesucht? Oder habt ihr euch auf euren Hund eingelassen und geschaut was dem so gefällt, was sich für ihn eignet?