Wenn ich jetzt hier so schreibe, dann sind das immer nur meine eigenen Erfahrungen. Für jemand anders mag etwas anderes besser funktionieren. Man muss das wirklich selber rausfinden. So wie man sich halt auf jeden Hund einstellen muss.
Für mich war im Umgang mit Schara der Blickkontakt das A und O. Wir sind lange an der Schleppleine gelaufen, dann mitschleifende Schlepp, jetzt auf dem Land komplett ohne.
Ich belohne immer noch jeden Blickkontakt. Schara schaut mich jetzt spätestens alle 10 sek. an. Am besten gaaaanz kleine Leckerlies besorgen. Irgendwelche Minihund Brocken, oder teilbare Leckerlies. Zur Zeit haben wir die kleinen Knöchelchen von Fre**napf. Die kann man gut nochmal teilen.
Durch die Schleppleine haben wir einen Radius von maximal 20m eingeführt, indem sich Schara aufhalten muss. Da kommt sie auch immer wieder zu mir, holt sich ein Leckerlie ab, bzw. ich kann schnell hinsprinten falls ein Radler oder was anderes kommt.
Sie darf selbstverständlich auch mal freudig durch die Wiesen rennen, kommt dann aber auch immer wieder her.
Ist sie mal weiter weg bin ich darauf angewiesen dass sie herschaut. Dann kann ich winken und mittlerweile kommt sie dann zu 99%. Dann gibts natürlich besonderen Freudestanz. ![]()
Schara macht gerne Nasenspiele. Ich versteck ihr mal ein Leckerlie oder werfe es in die hohe Wiese und sie sucht es. Somit ist immer Kontakt zwischen uns. Das finde ich wichtig.
Früher habe ich mich auch manchmal versteckt um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Das mache ich nicht mehr, weils erstens nicht nötig ist und zweitens Schara da immer furchtbar panisch angerannt kam und Angst hatte, dass ich weg wäre. ![]()
Gut finde ich auch so nen Schaumstoffball in der Größe von nem Tennisball. Den kann man schnell zum Hund oder sogar auf den Hund schmeissen um die Aufmerksamkeit zu bekommen.
Ist Eliot laut Audiometrie komplett taub? Kommt gar nichts an?
Bei Schara wurde uns gesagt es könne sein, dass mal was durchkommt, das muss man selber rausfinden. Bei ihr sind nicht die Ohren geschädigt, sondern das Gehirn verarbeitet das Gehör nicht.
Ich bin der Meinung sie kann auf eine gewisse Distanz hohe klirrende Geräusche hören. Meinen Pfiff hört sie ev. bis zu einem Abstand von 5m. Allerdings kann sie es nicht orten. Sie schaut dann immer wo ganz anders hin. Die Gehirnströme verarbeiten das bei ihr nicht richtig.
Ich kann auch in der Küche das Besteck in den Besteckkasten "schmeissen", Schara liegt daneben und schaut in die entgegengesetzte Riochtung, weil sie meint von da kam was.
Ich kann mich also da auf nichts verlassen.
Hast du das Gefühl Eliot ist in anderen Sachen auch anders als andere Hunde? Ist dir da schon mal was aufgefallen?
Schara starrt manchmal minutenlang wohin, wo nix ist. Als sehe sie Geister. Ich sage immer sie hat was autistisches an sich.
Oder sie steht einfach mit gesenktem Kopf da und beobachtet mich. Wie ein Wolf der gleich angreift.
Ach ja, und bitte nicht lachen, mir hat es für das Verständnis für den Hund auch geholfen mal selber mit geschlossenen Ohren dazusitzen, oder durch den Wald zu laufen. Das ist ohne Laute ganz anders. Ich kann jetzt schon verstehen, dass mich mein Hund manchmal einfach so fixiert.