Heute abend habe ich zum ersten mal meinem Hund den Napf weggenommen/nehmen müssen. Musste natürlich gleich an den thread hier denken.
Vorgeschichte: Schara ist auf der Strasse aufgewachsen, verteidigt alles was sie mal hat. Bisher kam ich noch nie in die Verlegenheit ihr etwas abnehmen zu müssen. Draussen nimmt sie nichts auf. Halt, einmal ein Stück Pizza in der Stadt. Aber da bin ich so hysterisch auf sie zugelaufen, dass sie es vor Schreck gleich fallen ließ.
Als wir sie bekamen war an ein Napf wegnehmen gar nicht zu denken. Wir haben nie Tauschgeschäfte betrieben, weil das für mich nur Irreführung ist, nichts anderes. Ich nehme dem Hund ja nix weg, sondern gebe ihm was anderes. Falls möglich hätte Schara dann eben das erste Stück schnell im Ganzen verschluckt um Platz für das Zweite zu machen.
Allerdings muss Schara immer warten bis ich den Napf freigebe. das war von Anfang an so.
Bei uns hat sich innerhalb von 2,5 Jahren endlich ein Vertrauen eingeschlichen und siehe heute abend, wenn ich ihr mal was wegnehmen müsste, geht es.
Ich hatte für Schara gekocht. Alles portioniert und ihre Abendration stand da zum Abkühlen. Habe ihr den Napf zu früh gegeben und das fressen war noch zu warm, was dazu führte, dass Schara rumsaute und sich mit dem fressen sehr schwer tat. Also hab ich ihr den Napf kurzerhand nochmal weggenommen. Sie schnappte nach..........nicht nach mir, sondern nach einer Kartoffel die sie grad noch retten konnte.
Dann saß sie sehr verwundert da und verstand nicht warum ich in ihrem Napf rumrührte und immer wieder drauf bließ (blies, blas, blaß
).
5 Minuten später bekam Hund sein Fressen und alles war gut.
Wohlgemerkt, das ist ein Hund der anfangs die Lefzen hochzog, knurrte, das Fressen unterbrach und mich anschielte, wenn sich meine Hand nur dem gefüllten Napf näherte.