Beiträge von schara

    Jetzt hat mich der Arzt zurück gerufen. Ein anderer Arzt als am Mittwoch (der ist grad krank).

    Die Blutergebnisse sind in Ordnung. Seine Diagnose war eindeutiger. Er sagte, dass das öfters vorkommt, dass im Kastrationsbereich derartiges auftritt. Ist in der Medizin auch beschrieben(?).

    Nach wie vor kann man aber nicht sagen inwieweit dieses Gewebe mit der Niere verwachsen ist, zudem genau dort auch der Harnleiter durchläuft und wenn der beschädigt wird oder raus muss, macht die Erhaltung der Niere auch keinen Sinn mehr.

    Die Fistel hängt definitiv mit der Sache zusammen. Wie sie den Verlauf entfernen wird auch erst bei Öffnung der Bauchdecke entschieden.

    Schara muss auf jeden Fall einige Tage dort bleiben, zumindest solange bis die Drainage raus kann.

    Wir haben jetzt einen Termin für nächsten Mittwoch 8.30Uhr und bekommen Schara ev. erst nach dem Wochenende.

    Von den Kosten her muss ich mit 1.000 - 1.500€ rechnen. Ohne CT, das kostete bereits 512€.

    Das blöde ist halt, dass die Prognose unter Vorbehalt gestellt wurde. Man kann nicht mit Gewißheit sagen, dass dieses Gewebe verantwortlich ist für die Fistel. Ev. mute ich Schara diese OP zu und dann kommt die Fistel wieder.
    Ich träume schon von aufplatzenden Fisteln. Der reinste Horror.

    Das Loch schaut bei Schara auf dem Foto gar nicht so groß aus, Aber ich kann die Haut da hochheben und überall reinschauen, bis in Bauchraum. Ungefähr ein Handrücken ist da nicht an dem Gewebe angewachsen. Aber vielleicht ist Haut generell nicht mit dem Unterfett verbunden. Weiss ich nicht.

    Hiert stehts:

    Nein, mit der Wunde kann man sie nicht rumlaufen lassen und zumachen geht nicht. Die einzige Alternative wäre sie von dem Ganzen zu erlösen. Ich frage halt ob es egoistisch ist sie den Schmerzen auszusetzen nur um sie zu behalten.

    Hab grad mit meinem TA geredet, allerdings hat er den Bericht aus München noch nicht.

    Fazit des Ganzen war, dass ich definitiv in München operieren lassen soll. Die haben ganz andere Möglichkeiten und können während der OP noch schnell umdisponieren und andere Entscheidungen treffen. Auch von der Anästhesie wären die umfangreicher ausgestattet.
    Egal ob München oder Landsberg wird Schara immer mind. eine Nacht drin bleiben müssen. Die OP ist mit großen Schmerzen verbunden und Schara braucht dann Infusionen und starke Schmerzmittel.

    Jetzt frage ich mich ob es richtig ist Schara dies zuzumuten. Aber sie ist ja ansonsten ganz gesund. Springt durch den Schnee und hat momentan keine Schmerzen.

    Nur das Lecken ist abartig und der Bereich wird immer größer. Wir haben jetzt 6 Monate Bangen, Hoffen, 2 OPs, Trichter, Body, Maulkorb und Leinenzwang hinter uns. Dazu abartig viele Medikamente und homäopatische Mittel. Ich weiss gar nicht mehr was ich Schara noch anziehen soll. Die Sachen sind gleich wieder mit dem Wundsekret und ihrem Speichel voll.
    Sie läßt alles geduldig über sich ergehen und leidet still vor sich hin.

    Der Münchner Arzt soll mich heute noch zurück rufen, mal sehen was der jetzt anhand der Blutwerte meint. Allerdings meinte mein TA schon, dass die Blutwerte sicherlich super sind, denn wir hatten bei ihm ja vor ein paar Wochen auch kontrolliert.

    Wooni, diese Zubildung an der Niere muss nicht von der Niere kommen. Der Arzt meinte eher es wäre etwas was sich nach der Kastration gebildet hat. Ist genau die Stelle wo die Eierstöcke abgetrennt werden. Aber dieses wasauchimmer scheint mittlerweile mit der Niere verbunden zu sein. Er sah keine Stelle wo man es abtrennen könnte.

    Von dieser fremden Wucherung aus "kann" die Fistel entstehen. Ein Kontrastmittel hat den Verlauf einigermaßen angezeigt.

    Aber der Arzt meinte auch, dass dies alles unter Vorbehalt wäre. Endgültig könne man erst was sagen wenn man aufmacht, bzw. wenn eine Heilung abgeschlossen wäre. Vielleicht sind es auch zwei unabhängige Sachen.
    Es ist halt das einzige was sie gefunden haben.

    Ich hoffe so, dass Schara gleich Montag operiert werden kann. Das mit der Schleckerei geht jetzt gar nicht mehr. Jetzt schleckt sie halt da wo sie mit dem Trichter hinkommt und da bilden sich auch schon kahle Stellen. Ihr Body ist immer nass und aus der Wunde läuft auch Flüssigkeit. Ich kanns langsam nicht mehr mit ansehen.
    Wir warten aber noch auf die Nierenwerte. :verzweifelt:

    Ich glaube die Kastration hat ein TA in Garmisch gemacht. Ich hatte als ich Schara mal bekam mit dem wegen irgendwas telefoniert, aber ich weiss nicht mehr wegen was. Wahrscheinlich wegen der Taubheit. Und ich meine mich zu erinnern, dass wir da auch von der Kastration sprachen.
    Ich ruf da morgen nochmal an und schau ob die mir Auskunft geben können.

    Es könnte natürlich auch sein, dass Schara irgendwelche Fäden bei der Kastration nicht vertrug und sich daher diese Wucherung gebildet hat. Keine Ahnung.

    Ev. hat das auch gar nichts mit der Fistel zu tun. Der Doktor meinte diese Prognose stelle er unter Vorbehalt. Mit Sicherheit könne man nichts sagen.

    Es läuft auf jeden Fall auf eine weitere OP raus, ev. sogar zwei OPs. Die Nierensache macht man vom Bauchraum aus und die Fistel von der Flanke her. Weiss nicht ob man das kombinieren kann.

    Sind grad heimgekommen.

    Nach 30 minütiger Verspätung, weil wir nur im Stau standen, kamen wir endlich in der Klinik an. Uns betreute der Oberarzt der Chirugie. Er hörte sich zuerst die ganze Geschichte an und meinte dass ein MRT nicht das beste wäre, bei einem CT könne man den Bauchraum besser darstellen.
    Also okay, er ist der Fachmann.

    Schara in Narkose gelegt und wir können sie um 15 Uhr wieder abholen. Also haben wir uns in den Riem Arcaden die Beine in Bauch gelaufen.
    Einmal rief mich der Arzt am Handy an und fragte nach wann Schara kastriert worden wäre. Wusste ich natürlich nicht genau, nur ca., da es angebl. in Deutschland gemacht wurde.
    Um 14.30 Uhr waren wir wieder in der Klinik und Schara hat sich wahnsinnig gefreut uns wieder zu sehen. Sie machte einen guten Eindruck.

    Der Doktor kam und besprach das CT mit uns. Fremdkörper wurden keine gefunden aber dort wo die Eierstöcke abgebunden wurden hat sich etwas gebildet, das dummerweise mit der Niere verbunden ist. Man kann nicht sehen ob es von der Kastration kommt, oder ob die Niere etwas absondert.
    Von der Lage her würde es zu dem Fistelverlauf passen. Es ist kein direkter Verlauf zu der Fistel sichtbar, aber ein Kontrastmittel läßt den Verlauf erahnen.

    Diese Zubildung kann man wahrscheinlich nicht von der Niere abtrennen, zumindest ist im CT keine Stelle erkennbar wo das möglich wäre. Dies könne man erst entscheiden, wenn man die Stelle vor Augen hätte. Höchstwahrscheinlich muss diese eine Niere entfernt werden um die Zubildung zu beseitigen.
    Ein Hund kann, wie ein Mensch auch, mit einer Niere leben.

    Es wurde noch Blut genommen um einige Werte zu überprüfen, vor allem natürlich die Nierenwerte. Das Ergebnis steht noch aus, bekommen wir morgen.

    Dann erhält auch unser Arzt den gesamten Bericht und wir müssen entscheiden wie wir vorgehen.

    Das wars in kürze....... :/