Beiträge von schara

    Schara hat alle erforderlichen Impfungen. Mein letzter Tierarzt hat allerdings die große Impfung (Tollwut usw.?) nur für ein Jahr eingetragen und mein neuer TA sagte, die wäre jedoch für 3 Jahre gültig, daher sehe er keinen Grund schon wieder zu impfen.
    Andere Impfungen, die nötig waren hat sie vor 2 Wochen erhalten.

    Wir wollten ein paar Tage nach Ungarn fahren und Schara mitnehmen. Dabei müssen wir bekanntlich durch Österreich und nach Ungarn einreisen. An den Grenzübergängen sind keine Kontrollen, aber trotzdem kann ja der Impfausweis kontrolliert werden.

    Die Bestimmungen für Ungarn lauten folgendermassen:
    Eine gültige Tollwutimpfung (Impfung mindestens 21 Tage alt, die Gültigkeitsdauer des Impfschutzes richtet sich nach den Angaben des Herstellers, sie muss im EU-Heimtierausweis vermerkt werden; die meisten Impfstoffe sind nun drei Jahre gültig) sowie Kennzeichnung mit Mikrochip!

    http://www.hund-und-reisen.de/hur/einreisebe…_fuer_hunde.htm

    Rücksprache mit meinem TA ergab den Hund notfalls noch impfen zu lassen. Ansonsten kann es mir passieren, dass ich mit Schara nicht mehr zurück nach Deutschland kann!!! :schockiert:

    Wenn ich jetzt impfen lassen komme ich aber nicht mehr in die 21 Tage hinein.

    Also was machen? Nicht fahren?

    Wir wollten zuerst woanders hin, aber mein Sitter hat keinen Platz mehr frei. Also entscheiden wir uns für Ungarn, weil wir da in die Finca eines Freundes könnten. Aber jetzt bin ich doch sehr verunsichert.

    Habt ihr einen Tipp?

    Zitat

    Das ist ja auch nicht die Regel. Ich verweise auf Bericht, eins weiter oben !
    Machst du das mit Spielzeug auch so Schara ?

    Spielzeug hat Schara noch nie interessiert. Konnte ich ihr schon immer wegnehmen. Dazu kann ich leider nichts sagen.

    Ach so, und ganz wichtig: Futter wurde bei uns von Anfang an frei gegeben. Also Schara sitzt ab, ich bereite zu, stelle den Napf hin, warte ein paar Sekunden und dann darf sie hin. Das klappte von Anfang an.

    Bei uns hiess von Anfang an die Regel:

    - was ich dir gebe, darfst du nehmen und behalten und ist gut für dich!
    - was ich dir gebe, darfst du behalten und ich nehme es dir nicht wieder weg!

    Ich wollte meinem Hund nicht die Regel "was ich dir gebe kann ich dir auch wieder wegnehmen" beibringen, da ihm dies keine Sicherheit gegeben hätte. Das hätte ihn nur in dem bestätigt, um das er sein Leben lang schon kämpfen musste.


    Schara nimmt übrigens nichts von unbekannten Leuten. Von Gassigängern die mit uns unterwegs sind schon, aber nicht von Unbekannten die wir so mal treffen.

    Zitat

    Mich würd halt mal interessieren, wie das aussieht - 'wenn mein Hund knurrt, zeige ich ihm, dass er das nicht darf'.
    Weder Brina noch Falbala haben das genau erklärt. Und würde diese Maßnahme bei nem Schäferhund genauso aussehen, wie bei dem Griffon?

    Es sollte gar nicht erst soweit kommen, dass der Hund knurren muss. Da heisst es eben den Hund beobachten, kennenlernen und selber richtig reagieren. Knurrt der Hund mir gegenüber einmal und hat Erfolg wirft es mich in der ganzen Erziehung natürlich zurück. Aber vorkommen wird es bei einem unsicheren Hund.

    Hat Schara mich angeknurrt, habe ich das respektiert, bin sofort weggegangen (aus dem Zimmer, aus der Sicht) und habe versucht solch eine Situation nicht mehr aufkommen zu lassen. Ich musste ja auch erst einmal lernen in welchen Situationen sie das macht.

    Wie oft gabs das Thema eigentlich schon? Einschl. der gegensätzlichen Meinungen?

    Tagetes Hund ist seit 4 Wochen bei ihr, ist schon 2,5 Jahre alt, hat werweisswas hinter sich..........
    Wie soll der auf einmal wissen, dass er sein Essen nicht bewachen muss, wenn er es sein Leben lang tun musste?

    Und was heisst da: Mein Hund HAT mich nicht anzuknurren, ganz einfach. ? Warum hat er dich nicht anzuknurren? Er kennt dich erst sein 4 Wochen und du nimmst ihm seinen Knochen weg. Ja aber hallo und wie der zu knurren hat. Ist doch sein Knochen. Weiss er, dass er den Knochen wieder bekommt? Versteht er deine Sprache?

    Versetzt euch doch mal in das Tier. Ich weiss die Vorgeschichte des Hundes nicht, kann aber mal von Schara erzählen. 2,5 Jahre auf der Strasse gelebt. Einzige Tagesaufgabe war schlafen und Futter beschaffen und bewachen. Sie wurde sicherlich vom Futter weggetreten, zum Teil wurde ihr aber bettelnderweise auch mal was gegeben, das sie dann jedoch vor den anderen Hunden bewachen musste. Was sie einmal ergattert hatte gab sie sicherlich nicht mehr her.

    Schara reagierte anfangs genauso wie Tagetes Hund. Allerdings war ich der Meinung was sie einmal besaß durfte sie behalten, vor allem wenn ich es ihr zugeteilt hatte und es sich um Futter handelte. Schara ist jetzt seit bald 3 Jahren bei uns und mittlerweile kann ich ihr etwas wegnehmen. Auch einen Knochen den sie draussen findet. Ihre Schüssel kann ich ihr beim fressen auch wegnehmen, da schaut sie nur und erwartet, dass ich noch was reintue.
    Aber wie gesagt, sie ist jetzt länger bei uns, als ihre Strassenzeit dauerte. Es hat lange gedauert und gab viele Versuche, Mißerfolge und Lernsequenzen auf beiden Seiten bzgl. des Themas.

    Als erstes muss der Hund Vertrauen zu dir aufbauen und das tut er am besten wenn er behalten darf was du ihm zuteilst. In ein paar Monaten kann man spielerisch mal versuchen ob Tauschgeschäfte möglich sind und wenn nicht, dann lass es sein. Mach das Vertrauen nicht wieder kaputt.

    Ich verstehe sowieso nicht was so wichtig daran ist einem Hund Fressen wegnehmen zu können. Warum gebe ich es ihm wenn er es nicht behalten darf? Mein Hund soll lernen, dass er mir bedingungslos vertrauen kann und dazu gehört eben auch, dass er behalten darf was er von mir bekommt, auch wenn ich es sogar noch vor anderen bewachen muss. Mein Hund und ich sind eine Einheit gegen den Rest der Welt! :D (etwas übertrieben ausgedrückt, aber ihr wisst schon........) Wenn er das mal intus hat, dann vertraut er auf dich und du kannst ihm geben und nehmen was du willst.

    Ich bin übrigens der Meinung, dass es für ängstliche, ev. traumatisierte Hunde genauso lang dauert Geschehenes zu vergessen, wie dieses andauert. Also bei Tagetes Hund kann man damit rechnen, dass in 2,5 Jahren alles palletti ist. Mag oftmals auch schneller gehen, aber bei einzelnen Hunden kann es durchaus solange andauern.

    Sehe es schon mal als großen Vertauensbeweis, dass der Hund nimmt was du ihm gibst. Sogar das ist bei solchen Hunden nicht selbstverständlich.

    Sicherlich wäre es schön, wenn du dem Hund auch draussen was abnehmen könntest, aber solange das nicht möglich ist, musst du halt einfach aufpassen, dass er nichts aufnimmt.

    Hab Geduld, die wirst du brauchen. Aber glaube mir, es wird mit der Zeit. Ich kenne von vorherigen Diskussionen niemand, deren Hund diese Verhaltensweise auch noch nach vielen Jahren zeigte. Aber in den ersten Monaten, ev. sogar Jahren ist es durchaus legitim, dass der Hund so reagiert. Laß dir da nix anderes einreden. Und vor allem werde dem Hund diesbezüglich gegenüber niemals handgreiflich.

    Ich hatte übrigens vor Schara 2 Hunde, die jeweils als Welpe zu mir kamen. Denen hätte ich das Futter aus dem Maul schaben können, da wäre nichts passiert. Aber seitdem ich Schara habe weiss ich, dass es auch anders sein kann. Wenn man das Problem noch nie hatte, ist es ev. schwer das nachzuvollziehen.

    Jenny laß wenigstens den Body drauf. Da kommt immer noch Luft rein. Sollte halt alles steril bzw. mind. sauber sein. Allerdings kommts jetzt auf die paar Tage Kragen tragen auch nicht mehr an. Ihr seid auf der Zielgeraden. :gut:

    Das war mehr als eine Infoversanstaltung zu sehen. Quasi eine Vorstellung des Trainers, seiner Methoden usw. Aber frag mich nicht welche Methoden er unterstützt. Hab ich so nicht mitbekommen.
    Es waren schon Ansätze dabei, die ich genauso sehe. Aber es war viel zu kurz und oberflächlich um etwas negatives oder auch positives zu sagen.

    Was mir halt nicht gefallen hat ist, dass er mit meinem Hund arbeitet obwohl er merkt, dass diese vor Angst fast Pipi macht. Da hätte er erstmal anders reagieren müssen, Vertrauen aufbauen. Aber dazu war natürlich die Zeit nicht da.

    Ich sehe so eine Aktion mit meinem Hund nicht neutral und ich war diejenige die falsch reagiert hat. Ich hätte Schara da rausholen müssen, als ich sah welch große Angst sie hat. Solche Angst hab ich lange nicht an ihr gesehen. Da mache ich mir schon selber Vorwürfe.

    Theoretisch ist er mit dem hyperaktiven Hund, der American Bulldog und meiner Hündin immer gleich verfahren. Ist dieselbe Runde mit dem Halsbandgeruckel gelaufen. Das waren aber drei grundverschiedene Hunde.

    So, hier kommt mein Bericht, möglichst neutral.

    Wir treffen uns in Eiseskälte mitten auf dem Feld. Ca. 15 Hunde und Halter. Viele Halter kommen als Frauchen und Herrchen. Finde ich toll.

    Der Trainer begrüßt jeden einzeln, unterhält sich, fragt nach den Problemen, kommt mir jedoch nicht ganz bei der Sache vor. Seine Augen wandern über den Platz während ich mich mit ihm unterhalte.

    Danach kommt seine Helferin zu mir, stellt sich vor. Wir haben denselben Vornamen :smile: Sie drückt mir eine Visitenkarte in die Hand und das Buch, das der Trainer geschrieben hat. Ich darf es mir gerne anschauen, es beinhaltet Fragen auf viele Probleme und kostet 14nochwas Euro. Ich bringe das Buch schnell wieder zurück, da mein Hund einzigartig ist und die Probleme da gar nicht behandelt sein können, auch möchte ich gerne die Hände frei haben.

    Der Trainer stellt sich vor. Bittet darum sich mit allgemeinen Fragen an die Helferin zu wenden und mit schwerwiegenderen Problemen an ihn zu wenden.

    Ich warte mal ab und höre einfach zu was die andern so für Probleme haben. Zwischendurch gehen sich mal zwei Hunde an Kragen, meine hält sich noch vornehm zurück um kurz danach so mit einer American Bulldoggin aneinanderzugeraten, dass sie gleich das Halsband abstreift.

    Der Trainer läuft mit der American Bulldog Hündin, die ebenfalls leinenagressiv/agressiv ist und bemerkt, dass sie das falsche Halsband trägt. Sie hat ein Kettenzugband an. Ein gut sitzendes Lederhalsband wäre besser. Kein Geschirr, denn das sitzt zu weit hinten und animiert den Hund eher zum Ziehen.
    Die Hündin ist im Beisein des Trainers sehr kooperativ, läuft gut neben ihm, mit Körper und Augenkontakt. Der Trainer rupft immer wieder am Halsband. Ich frage warum er dies tut. Gute Frage, dazu kommen wir später, leider ergab sich das nicht mehr.

    Ein anderer hyperaktiver Hund läuft nicht so gut mit dem Trainer, selbes Schema, aber Hund hüpft rum wie ein Tennisball. Trainers Faszit: kein Problem, das ist in den Griff zu bekommen!
    Was mir gefällt ist, dass er den Hund mit Streicheln über die Flanke, nach dem Absitzen und beenden der Übung beruhigt.

    Schara ist dran. Er nimmt den Hund an der Leine, Schara hat Panik in den Augen, geht nach hinten, ihre Rute kommt fast vorne wieder raus, sie sucht meinen Kontakt, hat panische Augen. Ich bin kurz davor dazwischen zu gehen und sie da raus zu holen. Ich gebe ihr das Daumenzeichen, dass alles in Ordnung ist. Sie bleibt panisch.
    Der Trainer macht ein beruhigendes Pssscht, er weiss aber dass sie es nicht hören kann.
    Er läuft mit ihr an kurzer Leine, Körperkontakt, keine Möglichkeit nach rechts oder links auszukommen, Ruck an der Leine, Schara schatu ihn an, er kommt zurück und meint dass man das Problem im Beisein der Erzfeinde mal testen müsse. Ich sage, die werden sich da kaum zur Verfügung stellen, denn sie meiden uns ja schon in der Stadt. Ja, man müsse das schon mal am andern Hund sehen. Ja, welcher Hund denn, wen soll ich da nehmen? Na ja, das müssen wir mal besprechen.....

    Schara ist auf jeden Fall dominant! Ich bemerke, dass Dominanz ja nichts ist mit dem ein Hund auf die Welt kommt, sondern es resultiert aus der Situation. Ja genau, und das muss man in den Griff bekommen.

    Ich laufe ein paarmal mit Schara abseits vom Feld in der Art wie er es mir gezeigt hat. Klar funktioniert das. Hund kann ja nicht aus. Aber das ist ja kein Gassi gehen. Hund kann nicht schnüffeln, nicht kacken oder markieren, nix!

    Nun ja, nach 2 Stunden bin ich erfroren, spüre meinen Rücken nicht mehr, weil ich mich so verspanne. Schara sitzt nur noch hinter mir, beschwichtigt und schaut keinen Hund mehr an.

    Ich verabschiede mich von der Runde und verspreche Schara im Auto, dass sie den Mann nie mehr wieder sehen muss!

    Ich hoffe ich war einigermassen neutral. Viele Gespräche habe ich nicht mitbekommen, weil ich derweil mit Schara abseits gelaufen bin. Es war eine kostenlose Veranstaltung, muss man auch mal sagen.

    Was ich mitgenommen habe ist, dass ich mit Schara das bei Fuß laufen korrekter üben werde und auch am Grundgehorsam arbeiten werde. Das war eigentlich die Kernaussage des Trainers. Der Grundgehorsam muss passen und sitzen, dann kommt das andere auch von allein.

    Nun denn, dann üben wir mal fleissig...........