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Es lesen sich viele Beiträge nur nicht eben so, als könne es eine Eigenschaft sein, sondern das wird auf jeden Fall so sein.
Weil es nunmal fast immer auch so ist. Ein Hund der zum hüten und schützen gedacht ist wird nunmal ganz selten eben diese Eigenschaften nicht haben.
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Aufklärung ist Super und wichtig, aber gerade bei oben genannten Rassen liest man hauptsächlich Schwierigkeiten...
Und das passt für mich einfach nicht zu den Hunden, die ich hier erlebe, die totale Otto-Normalos sind..
Daher mein Gedanke, sind das vielleicht wirklich die genetischen Ausnahmen, oder ist das Hund-Halter Gespann einfach unbedarft-entspannt und macht nicht alles an den Rasseeigenschaften fest?
Du siehst die Hunde wie oft? Und wie lange? Hast du einen der "Otto-Normalo Aussies" schon mal nen Tag oder 2, 3, 4 Tage bei dir gehabt?
Falls nein: Dann kannst du garnicht sagen das es unproblematische Otto Normalos sind.
Und das es eben keine 08-15 Hunde für jedermann sind zeigen die vielen Threads hier im Forum wo um Hilfe gebeten wird, das zeigen die Aussies im Tierheim und auf der Notseite.
Wenn man sich einen Rassehund zulegt muss man nunmal damit rechnen das der Hund eben die Rasseeigenschaften hat!
Das bedeutet: Eine Familie mit Kindern, wo viel Besuch ist, sollte sich nicht wirklich einen Hund mit Wach- und Schutztrieb zulegen.
Wenn sie das aber unbedingt wollen müssen sie sich im Klaren darüber sein das der Hund das eben nicht ohne weiteres mitmacht! Und man kann einen Wachhund nun mal eben nicht so einfach damit ablenken das man mit ihm Fahrrad fährt oder über Hürden hüpft.
Keiner der auch nur einen Hauch von Ahnung hat würde empfehlen einen Kuvasz in eine Etagenwohnung zu einer Familie mit 3 Kindern zu geben.
Aber hey, da passt doch der Aussie oder Border, oder wie?
Oder vielleicht doch ein Weimaraner, die sind ja auch so super unkompliziert...
Zu verkopft an die Sache rangehen ist sicher auch eher kontraproduktiv, aber zu sagen "Ach das wird schon, der Schutzhund wird bei mir gaaaaanz sicher nicht schützen." oder "Der Jagdhund wird bei mir nicht jagen, alles Erziehungssache!" ist doch nun wirklich völlig daneben.
Man muss doch ein wenig nachdenken bevor man sich ein Tier anschafft. Und der Hund muss doch zu einem passen, immerhin begleitet er einen viele Jahre lang!
Als Jäger kauft man sich eben keinen Mops als Jagdhund, als Polizist holt man sich keinen Bullterrier als Diensthund, als Mutter mit viel Trubel im Haus kauft man sich keinen Aussie als Familienhund. (Oder Doberman oder Weimaraner oder Vizsla oder oder oder)
Ich wollte Hunde die mitlaufen. Die mich gerne begleiten, ins Büro, in die Werkstatt und die keine große "Bespaßung" brauchen.
Darum habe ich einen Miniatur Bullterrier und einen Whippet. Und eben keinen Doberman und keinen Aussie und auch keinen Bedlington Terrier.