Beiträge von Aoleon

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    aktuell ist er ein vierbeiniger Inhalator..


    :lachtot: Sorry, aber ich hab grad ein Bild im Kopf, Hiro mit Kopf unten, Maul weit offen und dann die Geräusche wie ein Staubsauger.... :lol: (Kopfkino ist ne feine Sache)

    Was du darüber schreibst das man selber auch zu den Hunden passen muss finde ich gut.
    Es gibt Rassen, die "sind einfach so", das ist keine Ausrede, keine Entschuldigung, manche Rassen haben eben Eigenschaften die nicht in das Bild vom "modernen Vorzeigehund mit BH" passen, mit denen man sowas halt einfach nicht machen kann oder nur mit viel Stress und Druck.

    So wie ich meinen Arren sicher nie dazu bekomme aufs erste Wort sofort angerannt zu kommen, so wird auch Hiro sicher auch erstmal noch diesen Grashalm abchecken und nochmal schnell dort die Luft prüfen.
    Wenn man damit umgehen kann, wenn man diese Art sogar lieben kann, dann ist es gut.
    Kann man das nicht, dann sollte man wirklich die Finger davon lassen.

    Man hat das ja bei vielen Rassen, dieses "die sind eben so". Wer einen Hund möchte mit dem man auf dem Hundeplatz richtig arbeiten möchte, oder auch nur einen Hund der eben schnell gehorcht, der braucht sich nicht unter Molossern, Windhunden, Wolfshunden, etc umgucken.
    Das passt dann einfach nicht. Das geht schief.
    Und bei einem Hund der sich eben doch weitaus schwerer in eine neue Familie einfinden kann ist das eine Katastrophe wenns nicht klappt.
    Denn eines sticht für mich wirklich heraus, dieses starke Anbinden an die Familie. Während ein "normaler Hund" natürlich auch Schwierigkeiten haben kann beim Umsiedeln, klar, aber die Wölfischen scheinen da ja noch eine ganz andere Hausnummer zu sein.


    Ich finde die Wolfshunde toll. Aber für mich wäre es nix, sie sind mir zu groß.

    Es gibt so niedliche Spielzeughunde, die laufen und bellen auch. Und das dürften die einzigen Hunde sein denen es nix ausmacht nach 5 herrlichen Tagen mit 100% Herrchen dann 2 Tage lang nur 15% Herrchen zu haben.

    Ich bin selbst Allergikerin, es kam bei weitem nicht jede Rasse in Frage. Ich hab mir erstmal die ausgeguckt die ich selbst toll finde und bin dann zu den Züchtern mit der Bitte erst einmal "probekuscheln" zu dürfen.
    Das sollte deine Frau ebenso machen, denn du wirst niemals 100% haarfrei sein und mit einer Allergie, besonders mit einer starken Allergie, ist absolut nicht zu spaßen.

    Allerdings würde ich dir dazu raten dich erst in den Tierheimen deiner Umgebung umzusehen. Zu deinem Tagesablauf passt ein älterer Hund eigentlich recht gut und es gibt soviele wunderbare Hunde die dort nur auf ihre richtige Familie warten...
    Auch dort kann deine Frau erst "probekuscheln", das ist wirklich unglaublich wichtig!

    Denn um eines kommt ihr nicht drumrum: Der Hund muss ins Haus!
    Und zwar zu euch, nicht in ein Hundezimmer. Ein Hund braucht seine Familie, du würdest ja auch ein Kleinkind nicht einfach 8 Stunden oder länger alleine in einem Zimmer lassen.

    Entweder ihr findet einen Hund auf den deine Frau nicht reagiert und er darf mit ins Haus oder aber du nimmst Abschied von den Hundeplänen.
    Anders geht es nicht.

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    Das kann ich z.B. nicht nachvollziehen...
    Ich seh Nimueh ja wirklich regelmäßig und für mich ist sie einfach nur ein Hund !
    Wie jeder Hund hat sie rassetypische Eigenarten und einen ganz eigenen Charakter, aber darüber hinaus kann ich wirklich nichts besonderes entdecken.... diese Faszination "Wolf" kann ich einfach nicht nachvollziehen !
    Jeder Hund, jedes Tier, jeder Mensch ist einzigartig und anders als jeder Andere ;)

    Ich finde es z.B. genauso interessant das Zucht und Selektion es geschafft haben, dass ein Hund (HSH) seine ehemalige Beute mit seinem Leben schützt, wie die ursprünglichere Kommunkation die Hunde durch das Einkreuzen von Wölfen wieder zeigen

    Natürlich ist sie ein Hund, klar!
    Aber ich finde halt das bei den "Wölfischen" einfach noch was im Blick ist, was ganz klares, was eben anders ist.
    Ich kenne auch graue Schäferhunde, die von der Optik sehr nach Wolf aussehen (okay, ein etwas breiter Wolf, aber dennoch), es ist also nicht die Optik, es ist der Blick, die Augen.

    Was du im kleinen schreibst finde ich übrigens auch interessant und eigentlich sogar unglaublich fantastisch!

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    Vielleicht liegt es auch genau daran das ich das Ganze so gar nicht verstehen kann :???:
    Ich mag meinen Hund, aber "mein Seelenhund" ist er sicher nicht.
    Ich mag "meine" Rasse, aber toller als andere ist sie sicher nicht.
    Ich finde Wolfhunde interessant, aber faszinieren tun sie mich nicht...

    Nun, ich habe diese Verbundenheit schon bei einigen Hunden gehabt. Man hat es nicht bei jedem, aber manchmal trifft man eben "den Hund" so wie man manchmal eben auch "den Menschen" trifft. Eben genau diesen einen ganz speziellen.
    Und dann ist sie da, diese Tiefe die mit keinem anderen so war.
    Auch wenn man sich das vorher einfach nicht vorstellen kann, dann weiß man worüber die anderen reden.

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    Das Tischbeispiel fand ich jetzt auch etwas unglücklich, weil das nichts besonderes ist. Die Hartnäckigkeit die beschrieben wurde, find ich schon spannender und denke das das ein Merkmal ist.

    Nö.
    Weder das mit dem Tisch, noch der Wäscheständersperre noch der Tür ist "typische Wolfhartnäckigkeit".
    Das alles bringt mein Mini Bullterrier ebenso!

    Der meinte mit zarten 8 Wochen das er bitte gerne nicht in seinem gepolsterten, bequemen Karton schlafen will, damit ich eben auch merke wenn er muss. Sah er ja garnicht ein und randalierte rum bis der Karton kippte. Und wieder, und wieder, und wieder, und wieder... Ich bin nicht grade geduldig wenn ich müde bin, wurde also auch dementsprechend deutlich. Interessierte das Kerlchen nur nicht!
    Und das haben er und ich fast 2 Stunden durchgezogen ehe ich aufgegeben habe und das kleine Mistvieh zu mir ins Bett geholt habe.
    Ebenso ne Tür die im Weg ist... Da wird solange mit dem Dickschädel vorgehauen bis einer die Tür aufmacht. Oder aber Frauchen dermaßen deutlich wird das man sich schmollend verzieht. (Oder aber man lehnt sich mit dem Kopf da an und hofft einfach das die Tür verschwindet)
    Der Whippet stand total drauf auf den Tisch zu klettern wenn man nicht hinsah. Aber auch der hat gelernt: Ist nicht! Inzwischen kann ich den Raum verlassen und den vollen Teller auf dem Tisch lassen, der ist nicht angerührt wenn ich wiederkomme. Das war ne menge harter Arbeit.

    Wenn der Bulli nicht will, dann will der auch nicht. Kooperation? Kann man das essen?
    Dieser Eigensinn ist nichts was die AWHs, TWHs, SWHs oder was es noch gibt gepachtet haben, sondern das findet man bei vielen Rassen.
    Und ja, das ist eine Eigenschaft die gleichzeitig doof und unglaublich toll ist.
    Ich hatte 2 Wochen nen Retriver zu Gast, ein wunderbarer Hund, aber dieses führerweiche wäre absolut nix für mich! Toller Hund, ganz klar, aber so einfach im Gegensatz zu meinen beiden, ne, das ist mir zu langweilig.
    Man muss damit klarkommen, sonst wird man unglücklich.

    Aber gerade weil sie "anders" sind als die Arbeitsrassen habe ich hier eben nen Mini Bullterrier und nen Whippet sitzen. Die Wolfsähnlichen faszinieren mich, ebenso wie viele andere eigensinnigere Rassen, aber sie sind mir zu groß und zu fellig. Dennoch, allein ihr Blick... :cuinlove:
    Dieses klare... Mir fehlen die Worte um es zu beschreiben, aber ich durfte Nimueh ja auch mal live sehen und auch diese kleine "Krawallnudel" hat es. Da ist einfach etwas in den Augen was anders ist.

    Man holt sich den Hund der zu einem passt.
    Manche können am besten mit den Arbeitsrassen, manche eben mit anderen.
    Und wer sich einen Wolfshund holt und dann über die Verbundenheit schwärmt ist genauso ein Hundehalter wie eben der Bullterrierhalter der darüber schwärmt wie sehr man verbunden ist.
    Diese "Romantik" die man da raushört liegt eher darin begründet das es sowas wie eine "Wolfsromantik" gibt. Aber wer sich nur deswegen so einen Hund holt, der wird ganz schnell nicht mehr schwärmen.

    Und grade darum glaube ich das Helllady einfach über ihre Verbundenheit schwärmt und eben das auf die Rasse ausweitet.
    So wie ich meine Verbundenheit zu Arren und Hamilton auch ganz natürlich auf die Rassen ausweite.
    So wie das fast alle Hundehalter tun. Das ist ganz normal, das ist kein Werbetext, das ist einfach nur ganz viel Liebe zum eigenen Hund.
    (Vielleicht ein wenig zuviel Verklärtheit, aber so geht es allen mal und es wird sich im Lauf der Zeit auch relativieren)

    ... wenn du in aller Ruhe deinem Hund was aus dem Rachen ziehst ohne das Gespräch zu unterbrechen, während dein Gegenüber da recht fassungslos zuschaut.

    ... wenn, während du telefonierst, der Satz "Er hat schon wieder was im Hals" vom Söhnchen dich nur seufzend aufstehen lässt und du eben die Finger ins Hundemaul steckst, während du das Telefon zwischen Ohr und Schulter klemmst zum Weitertelefonieren.

    ... wenn deine Freundin das über Telefon nun schon oft genug mitbekommen hat das sie immer nur fragt "Ah, hat er schon wieder das Kauen vergessen, das Träumerle?"

    Wir haben einen Garten. Nicht direkt am Haus, ich muss erst übern Hof und hinter die Werkstatt, aber es ist herrlich!
    Wegen Bauarbeiten haben die 2 momentan "nur" 80m reine Tobefläche, aber das reicht ihnen völlig.

    Überall was zu schnuppern dank Vögel, Igel, Katzen, Mardern die durch den Garten und die Hecke wandern. Freien Platz zum rennen und fliegen, besonders der Whippet braucht das.
    In der Brut- und Setzzeit gibts darum eigentlich kein Gassi, denn was soll der Sprinter ne Stunde oder länger an der Leine schlurfen? Bringt ihm das was?
    Nein. Der braucht das Rennen halt, so packe ich beide in den Garten, mich dazu und gucke zu wie sie rennen und bewundere den Whippet wie lang der sich machen kann im Flug und grinse über den Minibulli, wie schnell der eigentlich ist wenn er dem Langbein nachwetzt.

    Da wurde ich hier schon für angemacht, aber mal ehrlich: Schreibe ich "Mein Whippet bekommt rassegerechten Auslauf im Freilauf" ist alles tutti, aber "wir gehen halt in den Garten zum Rennen und Toben" ist schlecht?

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    Wenn die Halterin zugestimmt hätte wäre das doch sensationell? Oder ein Interview mit ihr? Oder anderen beteiligten?

    Ja. Aber das Interview ist lange vorbei, da jetzt zu sagen "Eh, nur das wäre mutig gewesen und alles andere nicht!" ist einfach völlig unnütz.
    Wenn er gerne wissen möchte ob die Hündin nun wirklich alltagstauglich ist soll er doch einfach hingehen, die Halterin suchen und sie fragen ob er das mal antesten kann.
    Die Halterin, nicht in einem Leserbrief in einer Zeitschrift welche die Dame vielleicht nichtmal liest.

    Und sowas ähnliches wie du schreibst "oder anderen Beteiligten" hat die Redakteurin Herrn Bloch doch vorgeschlagen.
    Klärt das unter euch und daraus können wir dann vielleicht was machen.

    Aber nein, das passt Herrn Bloch dann auch nicht, da schreibt er lieber groß das die dogs das Recht zur freien Meinungsäußerung mit Füßen tritt....
    Ja, klar... So sachlich. So erwachsen. :muede:


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    Hattest du schon einmal einen Hund im Arm? Da wird Scheuern genau gar nichts bringen oder die Sache verschärfen. Und dann kommt es noch drauf an, wie der Hund beißt.

    Zur reinen Selbstverteidigung dürfest du dem auch eien Schüssel über den Kopf ziehen, wenn du eine zu fassen bekommst.

    Aber deswegen... würde er doch nicht komplett aufhören zu beißen und das nie wieder tun...

    Ja hatte ich. Und oh Wunder, das hat was gebracht.
    Und hab ich geschrieben das es zum kompletten Abbruch oder Ändern des Hundes führt? Genau. Hab ich nicht.