Zitat
Aoleon: Hunde die man nicht erziehen kann, müssen mMn eben ein Leben an der Leine oder im Garten verbringen.
Wer braucht eigentlich sowas?
Oder hab ich dich falsch verstanden?
Manche HH sind einfach auch unfähig ihren Hunden Grenzen aufzuzeigen.
Dann kommt der Spruch: "Der lässt sich nicht erziehen! "
Mir ist schon klar, unterschiedliche Rassen individuell zu erziehen.
Es geht mir doch nur darum, daß man es kann.
Wenn es auch bei dem einen oder anderen etwas länger dauert.
Bei selbständig arbeitenden Hunden, sieht das natürlich anders aus, als z.B. bei einem Retriever. 
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Du, es gibt eben unterschiedliche Auffassungen von Erziehung.
Der eine braucht "Hundeplatzgehorsam", einfach weil der Hund das auch hergibt und, je nach Rasse, auch eine dermassen sorgfältige Erziehung braucht.
Dann gibts halt welche die kein Problem damit haben das der Hund eben nicht auf den 1 Ruf kommt. Und auch nicht auf den 2....
Du kannst eben mit einem Whippet nicht den Grad an Gehorsam erreichen den du mit einem Schäferhund erreichen kannst.
Und wenn du Hunde hast die du weder mit Futter, noch mit Spielen richtig motivieren und belohnen kannst, mit Lob auch nicht weil die eben auf eine Zusammenarbeit mit dem Menschen pfeifen, tja... Dann macht Erziehung erst so richtig Spaß. Oder eben auch nicht.
Dafür muss man aber der passende Mensch sein. Darum schrieb ich ja: Es gibt für jeden das passende.
Ich hab nun wirklich viele Hunde schon betreut, aufgezogen, erzogen, trotzdem gelten meine 2 nach "DF-Knigge" zu den unerzogenen Hunden. Die schaffen im Leben keine Begleithundeprüfung! Da kann ich trainieren bis wir schwarz werden, das ist einfach nicht drin mit diesen Hunden.
Das weiß ich, ich habe sie mir ja bewußt ausgesucht und mir macht es auch nix aus.
Aber wenn mich dann beim Gassigehen wer mit nem 8 Monate altem Border Collie hochnäsig darüber informiert das ihr Hund natürlich schon XYZ kann und im nächsten Monat die BH macht...
Dann lache ich nur und wünsche ihr viel Spaß.
Und hoffe im Stillen das sie geeignet ist so einen Hund sicher zu führen und auf ihn zu achten. Ich könnte das nicht! Ich bewundere diese schönen Hunde von weitem, so ein Hund käme für mich nie in Frage.
Ich hingegen bin froh mit meinen Hunden einfach weil ich keinen "1a" Gehorsam brauche. Bräuchte ich den hätte ich weder den MiniBulli noch den Whippet.
Eine Freundin züchtet Schäferhunde. Tolle Hunde!
Die würde durchdrehen mit meinen Hunden. Aber gleichzeitig hätte sie kein Problem mir einen ihrer Hunde zu geben, weil sie weiß das ich Erziehung durchaus betreibe und durchsetze. Aber eben in dem Maß das der jeweilige Hund zu leisten imstande ist!
Grade das mit der Distanzlosigkeit... Ich bin da weit gekommen mit meinem Mini. Der stand mit 6 Monaten immerhin noch schreiend und springend in der Leine sobald der nen Hund sah. "Hund, Hund, Hund, Hund!! LASS MICH DAHIN! SPIELEN!!!"
Völlig normales Verhalten für einen jungen Mini! Kommt aber blöd wenn man grad in der Stadt unterwegs ist... Und die meisten Halter waren auch eher entsetzt und wir haben so manchen Kampfhundspruch kassiert.
Inzwischen können wir an der Leine an anderen Hunden vorbei. Manchmal muss ich noch ziehen, aber an sich klappt das gut. Im Freilauf kann ich das vergessen, er sieht nen Hund und ist weg. Alles was nen Puls hat ist automatisch ein Freund.
Klingt nach nem jungen Hund, ne? Tja... Arren ist jetzt 2,5 Jahre alt.
Immer noch völlig im Rahmen für einen Mini. Die sind halt wirklich so. Gut, er ist ein ziemlicher Spätentwickler, aber dennoch, das ist normales Verhalten.
Wenn ich dann im Gegenzug Logray sehe, den Chessie... Wahnsinn! Das ist ein toller Hund, aber viel ernsthafter, viel klarer im Kopf, viel mehr auf "Die da kann führen, okay, was tun wir?" gepolt.
Die 2 Wochen wo er hier war waren einfach toll, der Hund ist, für mich, total leichtführig. Meinem Mann ist er mehr auf der Nase herumgetanzt.
Womit er nur bewiesen hat das er die Führung übernimmt, wenn der Mensch das in seinen Augen nicht schafft.
Macht ihn nicht zu nem schlechten Hund, nur eben nicht zu nem Hund für jederman.
Ein Chessie in den Händen eines "08/15 unbedarften" Goldenhalters.... Eine Katastrophe!
Wieder eben der Vorteil der geduldigen, fröhlichen Goldens und Labradore. Wären die nämlich nicht so dann hätten wir alle auf unseren Gassistrecken erhebliche Probleme.
Getier: Da wären wir bei einer Definitionssache. Gesellschaft ist für viele eben auch die Stadt, der Park, die belebten Gassiwege.
Da ist ein unverträglicher Hund mittendrin nicht grade unauffällig...
Erziehung hilft da auch nicht wirklich, irgendwann platzt der Hund eben doch mal wenn der 25. Fremdhund angerauscht oder vorbeigerauscht kommt. Je nach grad der Unverträglichkeit und Hundepersönlichkeit hat man da ne Individualdistanz von 5-10 Metern. Geht schlecht in wirklich dicht besiedeltem Gebiet und da tut man einem unverträglichen Hund auch keinen Gefallen mit, Erziehung hin oder her.