Zitat
Ein Chessie ist weniger hemmbar als FT Goldens und Labbis und zeigt ganz eindeutig mehr Potential für aggressive Strategien zur Konfliktlösung.
Goldis und Labbis sind zu ihrem Image gekommen, weil sie bei Stress mit "fiddle around" der vier Fs reagieren. Dazu wurden und werden sie seit Ewigkeiten selektiert.
Ein Airedale soll auch mal mit "fight" auf Stress reagieren und ist bei weitem nicht so leicht hemmbar, wie ein Lab.
Border Collies, gerade die aus Arbeitslinien, sind unter Umständen superleicht hemmbar...ein böser Blick und Hund windet sich auf dem Boden rum. Das wird dann vermutlich als "zu weich" beschrieben.
Ich weiß nicht, wo das Problem ist, einfach mit objektiven Begriffen zu arbeiten. Es ist offensichtlich ein Hund gewünscht, der nicht nur "fiddle around", sondern auch "fight" zeigt und nicht zu leicht hemmbar ist.
Nun, das Problem besteht darin das du nicht verstehst das kernig nicht automatisch fight heißt.
(Wusste nicht das Fachbegriffe die nichtmal einheitlich sind zur Selbstverständlichkeit gehören. Ich kenne das eine F nicht als Fiddle, sondern als Flirt)
Kernige Hunde lassen sich nicht mit nem Blick zum kuschen bringen, sie haben eine Steadyness die sie durch Konflikte bringt, sie sind einfach "mehr da" als manch andere Hunde.
Alle Airedales die ich kenne sind eben nicht fight. Die sind keines der Fs, die sind nämlich ganz einfach "Alter, ich seh dich. Cool man, aber ey, nicht zu cool."
Sprich: Die gucken, lassen teils auch viel zu und ziehen eine sehr deutliche Grenze. Die sind in sich ruhend und mit mentaler Stärke einfach für so ziemlich alles zu nutzen.
Die habens garnicht nötig mit fight, es sei denn du meinst damit das sie durchaus bereit sind zu kämpfen. Das ist allerdings etwas das ich bei Terriern sehr schätze, ebenso bei den Schutzhundrassen.
Übrigens sind alle Golden die ich kenne deutlich weniger hemmbar als der Chessie den ich kenne!
Der will, soweit er weiß das der Mensch führen kann, nämlich mit dem Mensch sein Ding machen und nicht wie viele Goldens rumalbern weil denen grad mal die Stimmung des Gegenübers nicht passt.
Schönes Beispiel: Arren mit 6 Monaten. Aufdringlicher als 10 junge Labbis zusammen.
Im Feld treffen wir auf einen Golden, der den Kleinen erstmal umlegt und massiv droht. Der Besitzer meint das er eben AL-Rüde sei, kein weichgespülter und er würde auch Trials laufen.
Selbes Feld, 1 Woche später. Ein Airedale, Arren rast mir davon und wirft sich ihm an den Hals. Der Airedale guckt mit seiner ganzen Erhabenheit auf den Zwerg runter und geht dann auf seine Spielaufforderungen ein.
Der Besitzer freut sich, viele würden dem Hund ausweichen weil er eben groß sei. Der Hund hatte eine Karriere beim Zoll, ehe sein Besitzer und er aus dem Dienst ausgeschieden sind.
Bei allen Goldens die ich treffe teilt es sich in "liebe und nette" und "Einen Schritt näher und ich mach dich platt", da gibts anscheinend nix dazwischen. Wobei die Plattmacher sofort vor ihrem Menschen kuschen.
Die paar agressiven Airedales die ich kenne haben alle durchweg ne schlechte Vergangenheit und sind beim 2t oder 3t Besitzer.
Da seh ich das "fight" also mehr beim Golden, denen dazu aber die Ruhe des Airedales fehlt.