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Warum bloß kläffen die ganzen Kleinhunde nur den ganzen Tag? Weil sie nix zu tun haben u keiner was mit ihnen macht, weil es 'eh nur kleine Hunde sind, die mit 30min um den Block zufrieden sind'.....
Fehlende Sozialisation, schlechte Aufzucht, keine Erziehung. Suchs dir aus, das sind die 3 Hauptdinge, gerne auch gemischt.
Langeweile gehört da eher seltener dazu, denn der "typische Schoßhund" läuft zwar vielleicht nur 30 min an der Leine um den Block, wird aber oft auch mit in die Stadt genommen, ins Cafe, zum Weinfest, etc.
Das ist auch Auslastung. Wissen nur viele nicht.
(Grad die Kleinen werden da eher überfordert und entwickeln sich zu Angstkläffern. Hysterischen "Tu mir nichts! Tu mir nichts! Tu mir nichts!" Kläffen, während die Besitzer das noch niedlich finden....)
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?!?
Kein Hund ist "mit 30 Min. um den Block zufrieden", egal aus welcher Gruppe er kommt und wie klein oder groß er ist... Auch nicht aus der Gruppe der "Begleithunde", falls du die mit "Schoßhund" meinst.
Achja? Keiner? Sicher?
Nö. Nartürlich gibts Hunde die damit zufrieden sind. Besonders wenn sie eben anderweitig immer mitgenommen werden, was aber für die meisten kaum erwähnenswert ist da es weder Gassi noch "Auslastung" ist in den Augen vieler.
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Alle Hunde sind in erster Linie Lebewesen, die geistige und körperliche Auslastung brauchen. Das mag nach Rasse und Charakter variieren, aber ich hab noch keinen Hund getroffen, der nicht mit Freude eineinhalb/zwei Stunden am Tag was gemacht hat (ob auch mal weniger geht ist da eine andere Frage) - und wenn doch, dann lag dies an Alter oder Krankheit.
Das könnte daran liegen das du dich vermutlich eher in "(über)ambitionierter Gesellschaft" befindest, also mit Hundehaltern unterwegs bist die das ebenso sehen.
Ich kenne mehrere Hunde die täglich 2 Stunden Beschäftigung im Sinne von "wir arbeiten jetzt was" völlig überflüssig finden.
Aber; Was ist denn Auslastung und Beschäftigung?
Warum denken viele ein Familienhund ist nicht ausgelastet?
Der Hund an sich ist doch in erster Linie als Begleiter da.
Die Spezialisten haben ihren Job, aber auch sie wollen bei ihrem Mensch sein und Zeit mit ihm verbringen.
Der Familienhund bekommt sein Gassi, die Kinder toben mit ihm herum, er kommt mit in den Zoo, zum Waldspielplatz, es kommt immer mal Besuch von anderen Kindern... Der Hund hat doch täglich was zu tun!
Warum sollte der noch 2mal die Woche ins Agility oder sowas? Weils ein Hund ist?
Was haben eigentlich die Hunde gemacht bevors Agi und Co hier gab? Haben die sich alle depressiv von der Brücke geworfen mangels Auslastung?
Der Auslastungshype ist doch besonders stark unter Besitzern bestimmter Rassen. Als Ersatzbeschäftigung propagiert, weil man ja unbedingt das Hütetier haben wollte, aber ohne Hüten, natürlich.
Weil man den schicken Allrounder haben wollte, der sonst in Australien zu vielem benutzt wird. Aber natürlich auch da bitte ohne Hüten, ohne bewachen.
Zu den Anfängen waren das doch 98% der Hunde im Agility. Und auch heute noch stellen Border und Co die Mehrheit in diesen Sportarten.
Sicher brauchen Spezialisten einen etwas anderen Umgang als Havaneser, Mops und Co.
Aber ich empfinde dieses "Auslastung! Beschäftigung! Tu doch was!" als völlig überzogen. Ich habe schon immer "was mit meinen Hunden gemacht". Nur eben keinen Sport.
Die normale Erziehung fürn Alltag, das Begleiten so ziemlich überallhin, das Dabeisein. Im Endeffekt bin ich 24 Stunden mit meinen Hunden zusammen.
Hier muss ein Garten abgecheckt werden in dem sich nachts Maus, Igel, Marder, Katz und sogar manchmal ein Fuchs herumtreiben, hier gibts Kundschaft, wir gehen raus, wir spielen drinnen und draußen...
Ich habe 2 glückliche Hunde. Aber ich hab mir auch bewusst Rassen zugelegt die zu mir passen.
Der Mini als Begleiter, das der fauler ist als der Durchschnitt, naja, ist halt so.
Der Whippet der das herumrennen braucht, aber bitte nicht 2 Stunden, lieber 3 mal am Tag so 15 Minuten.
Mehr geht immer. Aber bitte nur 2, 3mal die Woche, sonst treten beide nämlich in Streik.
Und kommt mir bloß nicht mit was fürn Kopf! Das bringt bei ner Hohlbirne wie Arren nämlich nichts, trotz regelmäßigem sanften Üben schafft ers nicht. Ich habs aufgegeben weil es ihn gestresst hat das er nicht versteht was er tun soll. Ebenso Nase, nach 2 Jahren schafft er es die geworfene Handvoll Leckerlie im Wohnzimmer alle zu finden. Danach pennt der 2 Stunden.
Hamilton versteht zwar was ich von ihm will, aber hat keinen Bock. Da müsste ich hochwertigste Belohnungen auffahren damit der mitmacht und selbst dann eher lustlos. Tu ich ihm und mir also nicht mehr an. Nase ebenso wie Arren, eine Handvoll Leckerchen suchen und danach das Sofa nicht wieder verlassen.