Beiträge von Elfchen89

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    Elfchen die Beschreibung für Bleib3 ist echt toll... nur das Handzeichen, lässt du das mit der Zeit weg? Bist du die ganzezeit in Bewegung wenn der Hund auf dem Gegenstand wartet? Weil wenn ich stehen bleiben würde, würde mein Hund sicher in die Erwartungshaltung kommen, das er gleich abgerufen wird. Da wird er steif wie nen Stock, fixiert mich und wartet auf seinen Auftritt... Wie macht du bei der Übung klar, das der Hund "grad nicht gefragt" ist?

    Mit der Zeit kann man das Handzeichen weglassen, da der Hund den Gegenstand auch so deuten kann.
    Bin selber immer wieder begeistert wie gut das mit den Symbolen funktioniert!

    Meistens bin ich in Bewegung, bleib aber auch einfach mal stehen oder verschwinde ganz.
    Ich denke dein Hund wird sehr schnell lernen das "Gegenstand+angeleint" = Warten heißt.
    Denn wenn du deinen Hund abrufst, ist er ja unangeleint und ohne gegenstand.

    Was auch noch gut hilft damit der Hund weiß "ich bin nicht gefragt", ist dass du einfach keinen Blickkontakt suchst bzw dich deutlich mit was anderem beschäftigst...
    Wenn ich auch die Geste für Warte gebe, schau ich Aika gar nicht groß an. So gebe ich ihr auch keinen Raum für Diskussionen! ;)

    GRRR jetzt hab ich für Tani das Bleib 3 beschrieben und jetzt ist es weg!

    Ok also so hab ich es in der Huschu gelernt
    "Bleib 3 = Warte bis ich dich abhole"

    Bei Bleib 3 ist der Hund angeleint und ein Gegenstand wird zu ihm auf den Boden gelegt.
    Der Hund soll lernen dass der HF immer zum Gegenstand zurückkommt und ihn dort abholt.

    Durch den Gegeenstand wird der grüne Bereich signalisiert. Der Hund darf dort stehen, sitzten oder liegen. Denn jeder Hund ist anders von seiner inneren Gestimmtheit und darf diese auch im Grünen beriech ausdrücken. (Aika sitzt zB vorwiegend, aber das ist ok)

    Nun entfernt man sich erstmal so weit vom Hund dass dieser nicht den Bereich verlässt. Beim Weggehen zeigt man eine deutliche "komm mir nicht nach" Geste. Wartet der Hund am Gegenstand geht man zurück und legt ein Leckerchen auf den Gegenstand. Je nach Hundetyp darf man auch angepasst verbal loben.

    Wenn sich der Hund von selber hinsetzt oder legt (=entspannung und verarbeitung) darf man natürlich sofort mit einem Leckerchen belohnen.

    Dies kann man nun von Entfernung und Zeit her langsam ausdehenn.
    Sollte der Hund den Grünen Bereich (ungefähr eine halbe Leinenlänge vom Gegenstand entfernt) verlassen, nimmt man die Leine und bringt den Hund mit einem "Nein" oder "Pfui" zum Gegenstand zurück. Dort wird der Hund sofort gelobt und ihm signalisiert "hier ist alles toll, hier ist der grüne Bereich".

    Der Grüne Bereich soll für den Hund sicherheit bedeuten: heißt weder Mensch noch Tier dürfen ihn dort bedrängen.

    Aufgelöst wird die Übung indem man zum Gegenstand geht, den Hund belohnt und dann ganz ruhig und mit aller Zeit der Welt den gegenstand aufhebt, sich zum weitergehen fertig macht (daweil kann man sich auf die Leine stellen damit der Hund nicht einfach wegrennt) - Leine aufheben, Blickkontakt und weiter gehts auf dem Spaziergang ;)

    Am Idealsten ist es so gut wie gar nicht zu sprechen. Durch Gesten und Symbole (in diesem Fall der Gegenstand) versteht der Hund sehr schnell was von ihm verlangt wird.

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    Heute liefs... ähh lief er wirklich super. Es gab nur eine Diskussion über die Portion Hamburger+Pommes am Straßenrand. Hab ich natürlich erst gesehen, als er die Pommes rotweiß schon aus der Plastikschale geholt hatte. Lies sich aber gut davon weg ziehen, ganz OHNE Anspringen! Wahnsinn. Da gabs auch die doppelte Länge Freilauf. ;)
    Gut, dass unsere Mitmenschen uns so tatkräftig bei seiner Diät unterstützen. Wahnsinn, Pommes zum Frühstück
    Was wir so essbares finden ist echt witzig. Von belegtem Supersandwich, über Döner bishin zur Pommes rotweiß mit Hamburger, ne ganze Pizza. Aber am besten war der Kaffee, den er gefunden hatte :D Er sammelt also einen Becher auf, ich dachte der wäre leer gewesen, hat mich also nicht sonderlich gekümmert. Dann ist er mit der kompletten Schnute darin versunken. Hebt den Kopf, um aufzuschauen und der ganze Kaffee läuft ihm über den Kopf

    Jaja mit dem "Street-Fast-Food" könnten sich unsere Hund fast selbst ernähren :roll:

    Heute morgen kam Aika mit einer halben Wurstsemmel angerannt... und die war so eklig... :mute:
    Da könnt ich mich echt immer aufregen! Und dass obwohl ich einen Hund hab der mir zu 70% fressbares anzeigt bzw bringt, nervt es mich total!

    Vor kurzen hab ich gesehen das zwei gammlige Tomaten auf einer Bank lagen.
    Die sind dann gleich in den Müll gewandert damit keine anderen Hunde auf die Idee kommen die zu fressen...

    Ich stimm dir auch im großen und ganzen zu Birgit.
    Aber ich erlebt meistens dass "Beissunfälle" eigentlich durch falsches Verhalten der Besitzer entstehen...
    Meist ist es nicht eine neurologische Ursache oä.

    Beispiel:
    Eine HH nimmt ihrem Hund ständig unter dem Fressen sein Futter weg, nach dem Motto "mein Hund muss sich alles von mir abnehmen lassen". Dann geht einmal das kleinste Kind der Familie am fressenden Hund vorbei und wir vom Hund mit den Zähenn erwischt.

    So, nun gibt es die Möglcihkeit a) dass die HH den Umgang mit dem Hund komplett ändert, b) sich gar nicht ändern oder c) trotz "Verbesserungsversuche" immer noch grundlegende Dinge falsch macht.

    Und wenn der Hund jetzt wiedermals richtig zubeisst (auch wenn es sich wieder um Fehler der HH handelt), ist für mich der Punkt erreicht wo ich sag der Hund ist in kompetenteren Händen besser aufgehoben... Man muss nicht immer auf biegen und brechen einen Hund bei sich behalten mit dem man eigentlich nicht zurecht kommt. Und ich denke da sind sich die meisten einig. Manche Hunde sind einfach in falschen Händen und das sollte man ganz realistisch sehen.

    Deswegegen: auch wenn ich selber die Schuld bei mir sehe, und bemerke dass da was nciht rund läuft, daran auch was ändern will, gibt es irgendwo einen Punkt wo man es realistisch sehen muss und den Hund lieber abgeben sollte und nicht noch weiter am Hund rumexperimentieren sollte.

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    zu 1.: es muss ja auch nicht sein, dass er die ratten liebt oder ruhig mit ihnen spielt. ich möchte nur einfach, dass er kein riesiges theater macht, wenn ich mich mit ihnen beschäftige. ich denke es ist eine gute übung ihn mal zum käfig hochzunehmen, dass er schnuppern und schauen kann und wenn er im arm ruhig bleibt wird er gelobt. sobald er wild wird, ist die ratten-tv-stunde beendet. ich hoffe mit etwas übung klappt das dann auch, LayNia.

    zu 2.: so wie scotti noch auf mich fixiert ist habe ich vorerst keine bedenken im freilauf. auch unsere wohngegend ist überwiegend nur von fußwegen, wiesen und gebüsch gesäumt. ich war mir nur nicht sicher, ob es schon ratsam ist, ihn von anfang an los zu machen. aber danke für die vielen hinweise. werds beim nächsten gassi gehen gleich mal ausprobieren :smile:

    Würde ich generell nicht machen. Wenn der Hund lernen soll das die Viecherchen nichts besonders sind, dann handhabe es auch so. Du machst mit deinem Handeln die Ratten ja erst recht interessant für ihn :???:

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    Ich hatte nie den Eindruck dass hier jemand den Hund pauschal als reissende Bestie sieht, der ebenso pauschal weggegeben oder getötet werden soll.

    Genauso gut könnte man fragen:
    Ist es nach mehrmaligem beissen und mehreren Hundetrainern nicht an der Zeit die Dinge "realtistisch" zu sehen?
    Es kommt IMMER auf die jeweilige Situation an, man muss weder eine Lanze brechen für den immer im Grunde ach so braven und nur missverstandenen Hund, als auch umgekehrt.

    Manchmal frage ich mich ob alle Leute hier die gleichen Texte lesen?!

    :2thumbs:

    Franzi ich kann dir nur aus meiner Erfahrung erzählen, dass der Hund meist viel viel besser an der Leine läuft wenn man selbst eine freundliche Ausstrahlung hat.
    Ich lächel Aika immer an wenn sie brav neben mir läuft (freu mich dann auch richtign doll), dazu noch ein "jaaa so ein toller Hund bist du" und schon läuft sie noch motivierter neben mir her :gut: