Oregano, ja, fixieren kann der Spinner auch überhaupt nicht ab. Eigentlich ist er kein Leinenpöbler, aber es gibt so bestimmte Hunde, da geht er ab wie irre, das sind zumeist sehr dominant auftretende, prollige Rüden, die der Meinung sind, sie seien der dickste Hecht im Teich, ohne dabei aber souverän rüberzukommen.
Und wenn ihn fixiert, dann verunsichert ihn das dermaßen, dass er auch mal nach vorn losbrüllt. Daher versuche ich auch, über Blickkontakt zu arbeiten, was zum Glück inzwischen auch bei supersubtilen Signalen klappt.
Neulich im Zug war da so ein Kerl, der meinte, meinen Hund ganz extrem fixieren zu müssen, und der hat das mit voller Absicht gemacht (hatte am Bahnhof versucht, sich von hinten an mich ran zu schleichen, weshalb auch immer, und war daran gescheitert, dass Spuk reagiert hat, wahrscheinlich war er deshalb angep*sst); hätte ich da den Hund nicht abgelenkt, hätte es mit Sicherheit einen hündischen Anbrüller gegeben.
Beiträge von Sunti
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Über die Hühner bin ich auch erst gestolpert.

Bei meinem Spinner muss ich nicht kürzen, aber mein erster Hund, ein Collie, hatte zwischen den Ballen dermaßen viele Haare, dass er im Winter wie auf Eiern gelaufen wäre, hätte ich nicht gekürzt. Er fand es übrigens total blöd, weil er da kitzlig war, aber wir haben uns arrangiert.
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Zitat
Nur weil eine Pflaume schlecht war, sollte man nicht den ganzen Baum wegwerfen.
Ist zwar ein wenig OT, aber hat dir schon mal jemand gesagt, dass du für dein Alter verdammt weise bist? Den Spruch kannte ich noch nicht, und der landet auf jeden Fall in meinem Sprüchealbum.

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Bei uns sind die Echtpelzträgerinnen zu 90% auch daran zu erkennen, dass sie den Hund mit einem abschätzigen, angeekelten Blick mustern. Die wollen den gar nicht in ihrer Nähe haben.

Außerdem würd ich ihn nicht lassen, weil ich keine Ahnung habe, wie er auf echten Pelz reagiert. Nicht, dass er hinterher noch meint, da reinbeißen zu müssen. Das Gesicht meines Versicherungsmenschen, wenn ich ihm das erkläre, wäre sicherlich göttlich.
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Ich wollt's ja nicht sagen, dass Labbis da meistens ziemlich einfach zufrieden zu stellen sind.
Reiskekse? Hier gibt's auf dem Spaziergang zur Belohnung schnödes Trockenfutter, das sonst im Napf landet. Keine Beschwerden bisher, und er ist nicht mal n Labbi. Es lebe der Will to please.
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Noch nicht, ist aber geplant, wenn ich demnächst mal bei einem der einschlägigen Läden bestelle. Wird dann, wenn er den toll findet, als Supersuche verwendet oder darf auch mal fliegen.
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Strick einen aus ihrer Unterwolle.

Was ist das eigentlich für'n Straßen- HSH? Die ist ja n größeres Weichei als meiner, und das mag was heißen. Der behält momentan seine Haare bei sich, wo sie hingehören, und plustert im Schnee draußen die Unterwolle schön hoch - flauschig ist er dann. Mal sehen, wie er sich bei zweistelligem Minus anstellt.

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Ist die bescheuert, jetzt die Haare abzuwerfen? Oder hat's bei euch keinen Schnee?
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So, der Spinner und ich reihen uns auch mal ein in die Gruppe der Spieler.

Spooky ist ein bald vierjähriger Hovawart/Colliemix, der meistens Abi hat und sehr gern mit mir zusammen Blödsinn macht. Da wir beide ziemlich verspielt sind, denk ich mir ab und zu neuen Kram für uns aus.
Wir fahren mehrmals die Woche mit dem Zug, inzwischen hat der Spinner gelernt, ein angenehmer Mitreisender zu sein, den Maulkorb ohne murren zu tragen und Schaffnerinnen in und außerhalb von Zügen zu erkennen und zu apportieren.
Nun begab es sich, dass ich eines Tages mit einer Schaffnerin quatschte, wir unterhielten uns darüber, wie der Spinner so drauf ist, und ich sagte: "Dem bring ich noch bei, sein eigenes Ticket vorzuzeigen."
Sie tat es mit einem Lachen ab, aber Spooks und ich haben beschlossen, die Herausforderung anzunehmen.Was wir erreichen wollen:
Der Hund bleibt mit dem Ticket in der Schnauze neben mir stehen und hält es fest, bis die Schaffnerin ihre Hand unter seine Schnauze hält und er das Kommando zum Ausspucken bekommt.
Die Voraussetzungen des Hundes:
- Spaß am Blödsinn mit Frauchen
- liebt alle Schaffnerinnen unserer Bahnlinie
- schleppt gern sein Spielzeug herum
- kaut auf den Sachen rum, die er in der Schnauze hat
- mag Aufmerksamkeit von Leuten, die er gut findet
- kennt das Kommando "Spuck's aus."Meine Voraussetzung:
- totale Narrenfreiheit und gute Bekanntschaft mit unserem BahnpersonalErste Schritte:
Zuerst musste Spooks lernen, Dinge auf Kommando zu halten.
Das habe ich ihm mit Hilfe seiner Dummys beigebracht, die er sowieso gern trägt, weil es fürs Bringen und Ausspucken Lob und Belohnung gibt.
Ich habe den Dummy vor ihm herumbewegt und ihn animiert, reinzubeißen. Sobald er ihn hatte, gab es das neue Kommando: "Festhalten!". Dann hab ich den Dummy kurz losgelassen und gleich wieder festgehalten mit dem Kommando "Spuck's aus" wieder genommen.Das wurde täglich wiederholt, immer nur zwei- dreimal während des Dummytrainings.
Zwischenzeitlich wurden die Dummys gewechselt, damit er generalisiert, und wir fingen auch an, diese Übung an anderen Orten als in Wald und Feld zu proben.Nun wurde der Bahnhof zum Trainingsort, das bietet sich an, weil man dort sowieso oft genug warten muss.
Parallel haben wir angefangen, mit anderen Gegenständen zu üben und die Haltezeit auszudehnen. Gegenstände, mit denen er von Anfang an festhalten geübt hat, hält er nun wesentlich länger, er geht damit einige Schritte hinter mir her, fängt sie beim Zuwerfen und hält auch im Sitzen.
Neuere Gegenstände werden bis zu fünf Sekunden gehalten.
Im Büro trägt er mir inzwischen leere PET-Flaschen in die Küche, zu Hause darf er meine Socken festhalten, bis ich sie anziehen will.
Das Rumkauen wird inzwischen mit einem Kopfschütteln korrigiert, er versteht allmählich, dass das nicht gewünscht ist.
Wir bauen bei bekannten Gegenständen allmählich auch das Hochhüpfen ab, mit dem ich ihn am Anfang animiert habe, Dinge aus meiner Hand zu nehmen. Bei neuen Übungsobjekten darf er noch ein wenig hüpfen.
Vor zwei Wochen habe ich ihn vierfach gefaltetes Papier halten lassen, das war am Anfang noch ziemlich schwierig. Aber inzwischen klappt auch das ganz gut, und ich gebe ihm ab und zu auch schon mal alte Bahntickets. Diese wurden zuerst einmal gekaut und dann fallen lassen. Aber seit ein paar Tagen hält er auch diese, wenn ich sie einmal in der Mitte falte. Noch nicht lange, aber er hält sie.
Inzwischen lasse ich in leeren Zügen auch den Maulkorb ab und übe festhalten mit Dingen, die ihm leicht fallen. Üben im Zug ist immer ne Herausforderung, weil er dort natürlich gern nach Schaffnerinnen Ausschau hält und somit ein wenig abgelenkt ist.

Heute haben wir einen weiteren wichtigen Schritt geschafft: Festhalten eines Tickets im Zug. Nur kurz, aber immerhin. Dabei habe ich eine andere Schaffnerin als die, die uns nicht glauben wollte, in unseren Plan eingeweiht, und habe somit eine verbündete Trainingspartnerin gewonnen, denn sie findet die Idee super und wird auch nichts verraten.
Nächste Schritte:
- Verlängern der Festhaltezeiten bei Tickets, wird parallel auch mit ihm angenehmen Dingen geübt
- jemand Anderer hält die Hand unter seine Schnauze, während ich das Kommando zum Ausspucken gebeSoweit mein Plan, ich bin gespannt, wann wir so weit sind, dass er wirklich sein Ticket vorzeigen kann.
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Zitat
Ich muss heute noch einen kleinen Weißkohl verarbeiten. Jemand eine Idee, was ich daraus machen könnte außer Salat?
Ein paar andere Gemüsesorten dazu, ab in die Pfanne und mit Sojasauce und Erdnussbutter zur Chinapfanne verarbeiten. Dazu Reis.
