Beiträge von Sunti

    Lassie lebt.

    Auf der Morgenrunde hat das Nasi einen Igel am Feldrand gefunden und natürlich dran geschnuppert, bevor ich es ihm verbieten konnte. Der Igel hatte nicht mal Angst, hat sich nur ein bisschen weggeduckt, aber nicht eingekugelt. Mal ernsthaft, dieser Hund kann sogar so nett schnüffeln, dass sich Wildtiere nicht vor ihm fürchten. :sweet:

    Bei Spuk kenn ich das ja: wenn der dreimal irgendwo war, ist das einprogrammiert und dann pinkelt man da nicht hin.

    Auf dem Tierhof kann er nicht kacken. Ich muss also morgens zwischen Hunde rein und raus bringen noch Zeit einplanen, um mit meinem Hund vom Hof mit Auslauf, in den alle Hunde machen, zum Feld zu laufen, weil er im Auslauf partout keinen Haufen macht. Selbiges im Hundehotel: Herr Spuk hängt mit Picard dort im Auslauf rum, ich bin fertig mit der Arbeit, nehm die Jungs an die Leine, kaum sind wir zum Tor raus, zerrt Spuk mich ins nächste Gebüsch und kackt da rein. Wenigstens markiert er dort in den Ausläufen.

    Aber von Picard, dem King of Markierungsarbeiten, hätte ich das heute echt nicht etwartet.

    Die Jungs haben den kompletten Tag im Garten meiner Freundin verbracht, inklusive viel trinken, weil es heiß ist. Also Garten =draußen.

    Gegen 15.30 lein ich sie an, wir verlassen den Garten und ich möchte sie bei meinem Kumpel ins Auto packen. Statt dessen ziehen sie mich mit vereinten Kräften zum nächsten Strauch und pinkeln erstmal jeder 3 Liter. Weil man ja in einem wilden Naturgarten mit reichlich Bäumen nicht pinkeln kann, ist ja ein Garten... :roll:

    Meine Hunde...

    Im Hundehotel gibt es einen Agi-Tunnel im Auslauf. Wenn die Hunde wieder in den Zimmern sind, pack ich meine Jungs in den Auslauf, während Futter zubereitet und gefüttert wird. Heute hatte ich die Idee, eine Dummysuche mit Picard im Auslauf zu machen und dabei den Dummy im Tunnel zu verstecken um zu sehen, ob er reingeht.

    Dummy im Tunnel, 1. Runde: Picard findet den Dummy, kriecht in den Tunnel, nimmt den Dummy auf und kommt rückwärts wieder raus.

    2. Runde: Dummy wird tiefer in den Tunnel geworfen. Picard geht ein Stück rein, geht rückwärts wieder raus und versucht es von der anderen Seite, kriecht einmal durch den Tunnel, nimmt aber den Dummy nicht mit. Spuk läuft den schon etwas älteren, löchrigen Tunnel ab, findet das Loch, unter dem der Dummy ungefähr liegt und überlegt, wie er da dran kommt. Picard drückt sich im Tunneleingang rum, kommt aber nicht auf die Idee, nochmal reinzulaufen, Spuk geht zu ihm, rollt mit den Augen und drängelt sich an ihm vorbei, kriecht durch den Tunnel und holt den Dummy. Manchmal sind sie schon arg witzig.

    Ich weiß das liebe bedingungslos ist, ich kenne diese Liebe von meiner Tochter. Aber bei einem Hund ist es nicht zu vergleichen. Ich kann Molly lieb haben, aber ich darf auch enttäuscht von ihr sein und böse auf sie. Solange ich ihr nichts lebenswichtiges verwehre mache ich nichts falsch.


    An einen Hund hat man doch ganz andere Erwartungen als an ein Kind. Er soll sich unserem Leben anpassen, sich einfügen. Er soll gehorchen und nicht hinterfragen.

    Doch, auch ein HundeBABY braucht bedingungslose Liebe.

    Du kannst von Hunden nur das Verhalten erwarten, das du ihnen beigebracht hast. Woher soll es denn sonst kommen? Indem du Mollys Vertrauen in euch durch die brutale Behandlung zerstört hast, hast du ihr etwas Lebenswichtiges genommen: Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen. Babys gehen ein ohne diese Dinge. Egal ob Menschen- oder Tierbabys. Molly ist ein Baby und sie ist ganz allein, denn diejenigen, denen sie eigentlich vertrauen würde, sind unberechenbar und gruselig. Mich wundert die Beißerei gerade nicht wirklich, das ist wahrscheinlich die pure Verzweiflung.

    Warum soll sich dieses Baby einfügen, anpassen und gehorchen? Es bekommt doch im Gegenzug nichts. Vielleicht bin ich durch den Schlafmangel der letzten Nacht besonders dünnhäutig, aber mir tut das Herz weh, wenn ich daran denke, wie wenig Empathie und Liebe Molly erfährt. Langsam habe ich auch den Eindruck, dass du wirklich kein Hundemensch bist und den Vorstellungen aus den Medien nachhängst: da funktioniert der Hund immer fotowirksam und hört aufs Wort. In der Realität aber eben nicht, wenn du es ihm nicht erklärst.

    Ich seh da wirklich nur zwei Möglichkeiten: entweder die Trainerin ist super fit und schafft es, DIR innerhalb einer Trainingsstunde deinen Irrtum deutlich vor Augen zu führen, oder Molly braucht ein neues Zuhause.

    Wenn Spuk nachts aufs Klo muss, steht er vor meinem Bett und atmet laut, mit einem sich immer mehr steigernden hohen, leisen Fiepton.

    Wenn Picard nachts aufs Klo muss, buddelt er einen meiner Körperteile aus und leckt den ab.

    Nachdem mich Picard heute Nacht dreimal geweckt hatte und ich endlich schlafen konnte, kam morgens um 6.30 Spuk an mein Bett, steuerte mein nacktes Knie an und leckte einmal drüber. Nach der ziemlich schlaflosen Nacht hat er mich damit erstmal verwirrt, denn "das hat er ja noch nie gemacht!"