Beiträge von Sunti

    Hier muss ich mal ein fettes Lesezeichen setzen, ich hab hier nämlich nen Angsthund, der so dermaßen sensibel ist, dass Geräusche im Haus (Nachbarn hämmern, unten fällt jemandem was runter, ich klapper zu laut mit Geschirr) uns sofort den gesamten Futterplatz versauen. Einmal im Bad gefüttert, Krach im Haus, Hund erschreckt, nee, im Bad kann man nicht mehr fressen, das ist unheimlich. Toll, wenn man ne kleine Wohnung und laute Nachbarn hat. :hilfe:

    Dann bin ich auf die dämliche Idee gekommen, einen Napfständer zu kaufen, damit die alte Dame den Kopf nicht mehr so weit runter nehmen muss - blöde Idee, wie gesagt. Denn seitdem trinkt und frisst Madame nicht mehr aus den Näpfen. Ich hab alles versucht und festgestellt, bei Senta liegt es daran, dass sie einfach nicht normal fressen kann, wenn sie aus dem Napf nimmt. Maul auf, reinhacken, Maul zu und alles, was dann drin ist, einfach bröselnderweise (im Idealfall, wir hatten auch schon sabbernderweise) über dem Fußboden kauen. Dieses "Reinhacken" sorgte dann dafür, dass der Napf im Ständer klapperte, und schwupps, schon war der Napfständer böse. Momentan gibt es deshalb einfach nur die wirklich tollen Sachen (gekochtes Huhn oder Leber) aus dem Napf, das Trockenfutter auf dem Spaziergang, beim Spielen mit dem Snackball, bei Suchspielen im Haus oder halt einfach ganz schnöde auf den Boden geschüttet. Kein Thema. Nur der Napf ist blöde. Oder das Frauchen, das dem Sensibelchen was Gutes tun wollte... :headbash:

    Wenn ich's gar nicht vermeiden kann, da lang zu gehen, kriegt die Schwarze den Maulkorb drauf und gut ist. Findet sie blöde, aber ich seh es als zusätzliches Maulkorbtraining, was man ja sowieso immer mal wiederholen sollte. Im Normalfall such ich mir aber für die nächste Zeit ne neue Strecke, soll ja auch entspannen, so ein Spaziergang. Und zwar Hund und mich. ;)

    Bemerkenswerte Situation im Zug: Es ist voll, die Schwarze und ich stehen im Eingangsbereich, weil wir uns einfach nirgends mehr hätten dazwischen quetschen können. Zugtür geht auf, ich hindere den Hund an der Flucht, da steigt der Zugführer ein (Schichtwechsel). Liest die deutliche Aufschrift auf Sentas Geschirr: PFOTEN WEG! und fängt an, mit der Zunge zu schnalzen, den Hund zu locken, patscht sie am Kopf an. Senta steht weiterhin im Weg rum, wo hätte sie auch sonst hingehen sollen, und hypnotisiert die inzwischen wieder geschlossene Tür. Zugführer quetscht sich am Hund vorbei und meint: "Wenn du mich nicht durchlässt, fahren wir nicht los, und dann musst du NOCH länger hier drin bleiben!" Senta hat dann beschlossen, ihn doch durchzulassen.

    Als wir ausgestiegen und vorn am Zug lang gegangen sind, hat er dann noch weiter geflirtet, Lockgeräusche aus dem Zugfenster gemacht und war etwas enttäuscht, dass Senta ihn so gar keines Blickes mehr gewürdigt hat. Sie hat die Schaffner eingewickelt, jetzt macht sie mit den Zugführern weiter, das unersättliche Weib. :hust:

    Beim Bäcker.
    Ich: Ich nehm noch ne Tüte von den Rosinenbrötchen von gestern mit.
    Verkäuferin: Die sind aber mit Rosinen!
    Darauf hatte ich irgendwie gehofft...

    Ich möchte mich hier mal einklinken, denn meine Schwarze wird wahrscheinlich auch einen Mantel bekommen, weil wir öfter am Bahnhof warten müssen. Zwar time ich das so, dass wir nicht länger als 10 Minuten stehen, aber wir wissen ja alle, dass die Bahn das mit dem Timing besonders im Winter nicht so gut kann. :hust:
    Meine Frage an die Großhundebesitzer mit Mantel: Wie macht ihr das mit dem Geschirr? Einfach weiter stellen und drüber ziehen? Oder habt ihr Mäntel, bei denen man den Geschirr-Ring durchziehen kann? So einen habe ich einmal gesehen, aber der war ziemlich... überteuert, wenn man das so sagen darf. Ich suche einfach einen warmen, einfachen und schlichten Mantel (zur Not auch in pink, wenn's dadurch billiger wird ;)) für meine Schöne. Aufs Geschirr verzichten geht nicht, denn sie trägt ein ausbruchssicheres Geschirr, weil sie in manchen Situationen aus Angst einen Satz rückwärts macht. Hat da jemand Tipps für eine total Mantelunerfahrene?

    Hier, meine ist auch so ne Kandidatin, die sich an der Leine ihre Sicherheit holt. Früher musste sie alles allein regeln (Straßenhund), und sobald sie raushatte, dass sie das nicht mehr muss, hat sie sich sichtlich entspannt. Erstkontakt zu fremden Hunden grundsätzlich nur an der Leine, weil sie sich da eben entspannter und sicherer fühlt. Übrigens, sie ist auch wesentlich relaxter, wenn der andere Hund angeleint ist, denn dann weiß sie, er kann nicht an sie ran.
    Freilauf ist für sie kein Stress, sie liebt es, aber sobald ein Hund in Sicht ist, möchte sie bitte an die Hand. :lol: Und dabei pöbelt sie überhaupt nicht. Während sie, ohne Leine, wahrscheinlich mehr Ohrfeigen verteilen würde, als mir lieb ist - einfach mal prophylaktisch, der andere könnte sie ja fressen wollen.

    Meine Schwarze liebt Gras. Die futtert es, weil's lecker schmeckt, Magenprobleme, Übersäurung und Übelkeit schließ ich da aus, denn sie knabbert ganz genüsslich, gemächlich dran herum - wenn ihr Magen spinnt, wird's inhaliert. :D

    Ich fürchte, mein Hund wird zur Schneezeit einfach auf Entzug gesetzt, was bleibt mir auch anderes übrig? Hobbyzucht im Wohnzimmer fällt weg, dazu ist die Bude zu klein, und von Holzboden auf Echtrasen umsteigen wollt ich auch nicht.
    Einen Vorteil hat es aber: Wir kommen auf den Spaziergängen im Winter viel schneller voran.

    Wir waren heute auch mal wieder... ähm, perfekt. :hust:

    Hund im Zug, Zug so gut wie leer, also leg ich ein paar Leckerchen zum Suchen aus, das entspannt die Schwarze, weil sie dann was anderes zu tun hat, als der nächsten Haltestelle entgegenzuhibbeln und die Tür zu hypnotisieren. Hund sucht brav, und als sie alle gefunden hat, überhört sie irgendwie mein "Fertig!", mit dem ich anzeige, dass es nichts mehr zu finden gibt. Während sich also die Schaffnerin langsam aber sicher nähert, stellt sich mein schwarzes Monster mit den Vorderpfoten auf den nächsten Sitz, um ihn auf evtl. vergessene Leckerchen abzuschnuffeln. Das hat sie noch NIE gemacht (ehrlich, in diesem Fall stimmt das...), es war mir höllisch peinlich und ich war heilfroh, dass Senta die Pfoten auf Kommando fix wieder runter genommen hat und dass die Schaffnerin zu ihren größten Fans gehört. Entschuldigt hab ich mich nicht, das hab ich dem Hund überlassen - denn im Flirten ist sie ganz groß. :ops: