Beiträge von Sunti

    Ich unterstütze aus finanziellen Gründen keine Patenhunde, habe aber meine Nasen im örtlichen Tierheim sitzen, um die ich mich zweimal die Woche kümmere. Daher wechseln die "Patentiere" auch von Zeit zu Zeit, aber einige meiner Stammhunde bleiben. Ich geh mit ihnen Gassi, kümmer mich um die Erziehung bzw. das Anti- Angst-Training und bring ihnen gern was Leckeres von Zuhause mit. Nichts Finanzielles also, aber irgendwie sind sie trotzdem meine Patenhunde. Muss mal schauen, ob ich brauchbare Fotos von ihnen auf dem heimischen Rechner habe.
    Chris: Da ist einer dabei, bei dem wenigstens ne Dogge bei der Zeugung zugeschaut haben dürfte. :lol:

    Zitat

    Darf ich fragen in welchen Situationen ihr immer dieses "Das klären die unter sich" zu hören bekommt?

    Ich verstehe noch nicht so wirklich, was daran so schlimm und nervig ist, kann mir aber vermutlich die Situation auch nicht vorstellen.

    Ich krieg das grundsätzlich dann zu hören, wenn mal wieder jemand keine Lust hat, seinen rüpeligen, wilden, schweren oder großen (oder alles zusammen) Hund von meiner ängstlichen älteren Dame fernzuhalten. Und dann ist es mir ziemlich egal, ob der spielen, auf ihr rumspringen oder sie fressen will, der wird zur Not durch mich ferngehalten. Denn ich habe eine Hündin, die früher auf der Straße alles "unter sich" klären musste und dadurch an der Grenze zum Magengeschwür gelebt haben dürfte. Sie ist heilfroh, dass sie nichts mehr klären muss. Ich persönlich habe diesen Spruch übrigens noch nie gehört, wenn der andere Hund klein oder meiner Senta in irgend einer anderen Art unterlegen gewesen wäre. Kann mir also gut vorstellen, dass du, Brizo, diesen Satz noch nie zu hören bekommen hast mit deinen Kälbern. :lol:

    Zu 1. hab ich keine Ahnung, ich hab ne Dschungarin, und die hält sich an keine Aktivitätsphasen.
    zu 2.: Rennmäuse und Ratten fallen mir da spontan ein, die können, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, recht zahm werden, sind aber halt auch anspruchsvoll in Haltung und Unterbringung. Aber trotzdem liebe ich Renner.

    Bemerkenswerter Satz des Tages:

    "Wenn euch kalt ist, geht in den hinteren Bereich des Zuges, da ist es wärmer!" Gehört von der Schaffnerin des Zuges, der fast eine Stunde zu spät am Bahnhof einrauschte und in den Senta und ich dann fix eingestiegen sind, obwohl wir eigentlich für den Folgezug da waren. Aber wenn du mal nen Zug hast, steigste auch ein. Hintergrund war ein technisches Problem des Zuges, der nicht mehr voll geheizt werden konnte. Hinten war's heiß, vorn hatten die Fenster Eisblumen. Wären wir also die ganze Zeit hin und her gelaufen, hätten wir 1a Wechselbäder gehabt. :lol:

    Als ehrenamtliche Gassigängerin/Trainerin im Tierheim war es irgendwie klar, dass bei mir kein Züchterhund ins Haus kommt. Eigentlich war eher kein eigener Hund geplant, es passte einfach nicht zu der Zeit. Aber dann bekam ich Senta als Trainingshund, und nachdem wir zwei 15 Monate im Tierheim zu einem Superteam geworden waren und danach noch immer keiner die Schwarze haben wollte, habe ich sie einfach mitgenommen und es nie bereut.
    Klar, es hätte eine ganz andere Mischung werden können, aber ganz sicher kein Rassehund, denn die sitzen meistens nicht so lang im Tierheim, dass ich auf die Idee gekommen wäre, einen von ihnen vor dem Schicksal als Langzeitinsassen retten zu müssen. Gut, vielleicht Listenhunde, aber die hatten wir in unserem kleinen, dörflichen Tierheim selten.

    Wo wir doch gerade bei der Bahn waren (heute nur 15 Minuten Verspätung auf dem Bahnhof mitten im Nirgendwo, trotz Schnee - ich bin beeindruckt!). Da treffe ich ja manchmal die merkwürdigsten Gestalten.
    Senta ist ja ein Hund, der ursprünglich vor allen Menschen ohne Ausnahme Angst hatte. Wir haben das inzwischen ganz gut trainiert, und wenn jemand sie lockt und nicht allzu gruselig dabei aussieht, geht sie auch mal hin und lässt sich streicheln. Folgende Merkwürdigkeiten ereigneten sich dabei im Zug.

    1. Frau lockt Hund. Hund geht hin. Frau streichelt Hund. So weit, so gut. Auf einmal hockt sich Frau runter. Auch okay, ist Senta sogar viel lieber als drüberbeugen. Plötzlich packt diese Intelligenzbestie den Kopf meines Hundes und starrt der Ärmsten direkt in die Augen. So schnell konnt ich gar nicht reagieren. Habe sie dann ziemlich deutlich und unsanft vom Hund weg geschafft und ihr ein paar ehrliche Worte gesagt. Ihre Antwort: "Nee, sehen Sie, jetzt, wo wir uns in die Augen gesehen haben, vertraut sie mir!" Senta war inzwischen hinter mich geflüchtet und beschwichtigte wie eine Weltmeisterin. Jaja, Vertrauen also...

    2. Mann lockt Hund. Hund geht hin. Mann streichelt Hund. Mann rubbelt Hund beinahe die Haut vom Gesicht. Okay, denk ich, wenn es ihr nicht mehr passt, wird sie schon gehen. Hab die Sache dennoch lieber ganz genau beobachtet. Auf einmal packt Mann die Schnauze meines Hundes und hält sie ihr mit Gewalt zu. So schnell, wie ich den weggejagt habe, konnt er kaum loslassen. Als er dann noch meinte, mich anraunzen zu müssen, hab ich mal, wie meine Lieblingstierärztin sich ausdrückt, hochdeutsch mit ihm gesprochen und ihm nahegelegt, seine Griffel in Zukunft von Senta zu lassen. Also echt, die Leute können froh sein, dass mein Hund so ein unterwürfiges Hutscherl ist. Ich kenne Hunde, bei denen macht man solche Stunts nur einmal. |)

    Klar, das ist richtig. Ich hatte nicht vor, hier eine Diskussion anzufangen, ich hab eigentlich nur erzählt, wie ich's bei meinen Pappenheimern mache. Dass man, wenn man nen unfertigen Junghund/Welpen, der noch nichts kann, zu sich nach Hause holt, anders vorgehen kann als beim zweimal wöchentlichen Training im Tierheim, ist keine Frage. Jeder arbeitet halt mit dem, was er zur Verfügung hat. ;)

    Zitat

    Ja dann hast du glück, denn nicht jeder Hund ist so lieb und nimmt ein "EY!" quer übers Feld ernst.
    Im ernstfall hättest du nicht die Möglichkeit gehabt dich durchzusetzten. Wäre deinem Hund das wälzen ein ernstes Bedürfnis gewesen, hätte er es auch gemacht, ganz egal wie viel Ey! die Alte ruft ;)

    Deswegen Konditioniere ich.

    Na ja, wenn ich nicht gewusst hätte, dass die Dame (oder jeder andere Hund, mit dem ich arbeite) mich im Zweifelsfall ernst nimmt, wär die Leine dran gewesen. Die Kerls wissen schon genau, dass sie besser auf mich reagieren. Andere Sachen werden auch eingeübt, aber solche Dinge passieren gerade mit den Tierheimhunden aus der Situation heraus, denn so viel Zeit, alle Kommandos einzuüben, hast du da gar nicht. Wenn sie es konditioniert haben möchten, dürfen das schon die neuen Besitzer machen. Hab allerdings auch einen total komplett ausgebildeten und erzogenen TH-Hund abgegeben - aber der war auch ein ganzes Jahr bei uns.

    Hmmm, ich gestehe, ich hab da gar nichts konditioniert, sondern einfach gesagt, und die jeweiligen Hunde wussten genau, was gemeint war. Dazu muss ich sagen, ich arbeite auch sehr körpersprachlich, d.h. die Kerls wissen in der Regel allein vom Tonfall bzw. der zugehörigen Körpersprache, was ich von ihnen will. Das geht gar nicht anders, wenn man mit Tierheimhunden arbeitet, die man ein- bis zweimal die Woche im Training hat. Bisher hat das immer super geklappt. Mein allerbestes Beispiel: Senta, damals noch Tierheimhund, ist mit mir ohne Leine unterwegs, drömelt so ein wenig hinter uns her, also alles paletti. Da seh ich auf einmal, wie sie beim Schnuppern zu wedeln anfängt und sich runterbeugt. Körpersprache sagt: Die will sich wälzen. Is nich. Ich ruf quer übers Feld "EY!!", Hund lässt es sein, kommt zu mir, Lob. Seitdem weiß sie, wenn die Alte "Ey!" ruft, meint sie es auch so.
    Ein Kommando zum Loslassen von Gegenständen brauchen wir nicht, bisher trägt die Dame nämlich noch nichts. :hust: