Chris, bei uns ist zuerst der rote Standard eingezogen, den liebt sie, solange was drin ist. Ansonsten ist er uninteressant. Den Kong mit Fuchskopf drauf nimmt sie maximal als Kopfkissen, aber der ist auch ziemlich groß. Ich hoffe sehr, dass dieser mehr Anklang findet - sie fängt nämlich jetzt nach einem Jahr langsam an zu spielen. Daher hat sie mehr Spielkram als so manches Kind, denn ich möchte, dass sie was hat, woran sie ihren erwachenden Spieltrieb ausprobieren kann, die alte Oma.
Beiträge von Sunti
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Ich seh schon, an dieser Stelle bin ich mit meinem Geständnis richtig: Habe heute den Kong Wubba Wet in quietschegrün gekauft, einfach mal zum Testen, ob ich mein maulfaules Viech dazu kriege, sich so was wie Spielzeug zuzuwenden, anstatt immer ihre Kauteile zu missbrauchen und durch die Gegend zu schleudern. Ich bin zwar nicht hoffnungsvoll, was das Spielen angeht, aber man weiß ja nie. Den normalen Wubba gab's nicht, daher hab ich die Wasservariante gekauft, obwohl Madame mit Sicherheit niemals ins Wasser gehen wird, um ein Spielzeug zu retten - das tut sie nur bei akutem Durst ober wenn ich Leckerchen reinwerfe.

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Glückwunsch, Dreamboy, das ist ja klasse. Ich gestehe, dass der Rückruf so ziemlich das einzige Thema war (mal abgesehen von den ganzen Kommandos, die "jeder Hund können muss..."), bei dem ich richtig entspannt war, denn Senta war, sobald sie sich erst einmal dran gewöhnt hatte, dass ich auf sie aufpasse, nur noch mit einem Brecheisen von meiner Seite zu holen. Klar, sie hat den straßenhundtypischen weiten Radius, ist aber immer ansprechbar für mich.
Heutiges Erlebnis, bei dem ich nicht umhin konnte, ein wenig schadenfroh zu sein: Wir waren im Park spazieren, wo sich mittags immer die Leute mit den merkwürdigen Hunden im eingezäunten Freilauf treffen (L. keift schon am Zaun rum, wenn ein Hund vorbeigeht, denn ihr gehört hier alles, und wenn sie einen Hund angeht, hält Herrchen die Flexi auf maximale Länge und sagt immer: "L, lieb sein, L, lieb sein!". H. ist nicht ohne, sobald Ressourcen ins Spiel kommen, und sei es nur ein Stück Ast, das sie findet. Dann gibt es da noch den Rüden, der schon zwei schwarze Labbis zerlegt hat, 50 kg wiegt und dessen Herrchen das alles noch immer total locker nimmt und diverse andere Problemfälle - man sieht, nicht unsere Zielgruppe, also meiden wir den Auslauf.). Ich wollte mit der Schwarzen ne Runde drehen, bei der wir nur am Auslauf vorbei mussten. Die territoriale, zickige L. war mit Herrchen an der laaaaaaaaangen Flexi in die entgegengesetzte Richtung unterwegs, man traf sich also zwangsläufig irgendwo. Ich hab die Schwarze dann auf dem Spielplatz hingesetzt, und sie hat mich die ganze Zeit über brav angehimmelt, während das verständnislose Herrchen seine L., die keifend in der laaaaaaaangen Flexi hing, an uns vorbei zerrte. Hach, es tut so gut, wenn man merkt, dass sich der eigene Hund auf einen verlässt... -
... wenn du morgens noch nicht ganz wach bist und deshalb gern zur Musik von Green Day und Nickelback duschen willst, zwecks in die Puschen kommen. Dazu müsste die Mucke aber ordentlich laut sein, sonst ist im Bad nichts zu hören. Wenn dann aber dein Hund gerade so niedlich unterm Schreibtisch pennt, auf dem der PC mit der Musik drauf steht und du dich gegen eine ordentlich rockige Beschallung entscheidest, um den Hund nicht zu wecken, und statt dessen lieber kalt duschst.

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Zitat
Wenn du dich mit deinem Freund über sein kommendes Referendariat unterhältsts und statt Schüler, Hunde sagst

Glaub meiner Erfahrung: Schüler sind wie Hunde und Hunde sind wie Schüler - zumindest in der Handhabung ähnlich.

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Leider kein Foto, aber eine nette Begegnung heute morgen (es goss in Strömen, sogar der Hund im Regenmantel wollte wieder heim): Am Waldrand saß unter einem geparkten Auto eine dicke, geplusterte Amsel und freute sich über den Unterstand. Ich schwöre, die hat uns ausgelacht, als wir triefend daran vorbei gegangen sind.
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Was mir beim Rückruf sehr geholfen hat war, mich hinzuhocken, wenn ich rufe. Das ist inzwischen sogar unser stummes Signal fürs Zurückkommen geworden.
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Mit Senta nicht. Sie ist unsicher, ein ehemaliger Angsthund mit früher viel Panik vor Artgenossen. Hätte ich einen sicheren, ruhigen und souveränen Hund und der andere Halter würde seinen Hund vernünftig sichern und händeln können, hätte ich damit kein Problem, solange es meinem Hund nicht schadet.
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Kenn ich. Rückruf unter Stress weil eilig oder gerade geärgert? Nope. Also hab ich gelernt, den Stress runterzuschlucken und auf später zu verschieben, wenn der Hund nicht gerade zurückkommen soll.
Senta war am Anfang übrigens auch panisch vor anderen Hunden, inzwischen sind sie ihr egal, solange sie sie in Ruhe lassen, nur einige wenige sind TOLL! Da dreht sie auf wie ein Junghund und will spielen.
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Heute wieder ein Meilenstein: Senta musste zum Tierarzt, denn die Blase sollte geröntgt werden. Problem: Hund muss sich dazu auf die Seite legen. Blöd nur, dass ich bisher nie Wert auf ein Liegekommando gelegt habe und der Hund sich eh nur auf die Seite legt, wenn er kuscheln will. Okay, ich wusste Freitag, was Montag auf uns zu kommt, also haben wir innerhalb von zwei Tagen das Legen auf Kommando gelernt, auch wenn das unter Stress in der Praxis eh nicht geklappt hätte - einfach, damit sie lernt, dass ich an ihren Beinen rumzuppeln kann, wenn sie liegt. Als wir sie dann auf den Röntgentisch gelegt haben, musste ich Vorderbeine und Kopf festhalten, und sie war SO entspannt, weil ich da war und sie somit wusste, dass ihr nichts passieren wird. Hätte ich draußen warten müssen, wär das undenkbar gewesen. Und keine zwei Minuten später haben wir zwei dann im Wartezimmer mit Wurststückchen Faxen gemacht, während wir auf die Entwicklung der Aufnahme warteten. Bin gerade total stolz auf meine Süße!!
Boomerang: Mag ja sein, dass unsere Hunde nicht unbedingt freiwillig bei uns eingezogen sind, aber wie dreamboy schon sagte, ich kenn keinen Hund, der vorher gefragt wurde, ob ihm das recht ist. Senta war halt vom rumänischen Tierschutz eingesammelt und über eine europaweite Partnerschaft zu uns ins Tierheim gebrach. t worden, also, sie war schon da. Und glaub mir, wenn ich jemals einen Straßenhund gesehen habe, der heilfroh ist, keiner mehr zu sein und nichts mehr regeln zu müssen, dann ist es meiner. Sobald sie verstanden hatte, dass ich sie beschütze, hatte ich nen ganz anderen Hund an der Leine, der plötzlich entspannen und neugierig durch die Gegend laufen konnte. Ich denke, würde man meine Schwarze fragen, sie würd sagen, sie ist froh, von der Straße zu sein.