Vor dir auf dem Schild steht eindeutig "Kanal". Du liest...
... richtig: "Kangal". ![]()
Vor dir auf dem Schild steht eindeutig "Kanal". Du liest...
... richtig: "Kangal". ![]()
Mir ist in all den Jahren Training mit Pfleglingen ein einziges Mal ne Pflegehündin auf eine Koppel abgedüst, die vorher an der Leine nie Interesse am Pferd gezeigt hatte. Die hab ich mir eigenhändig von der Koppel geholt und ordentlich zusammengefaltet. Kann ja halt mal passieren, aber doch nicht mit voller Absicht und als Spaßprogramm. Weil, die Pferde rennen ja gern. Hab zwar selbst wenig mit Pferden zu tun und auch nicht wirklich viel Ahnung von ihnen, aber Panik erkenn ich noch grade so, wenn ich sie sehe.
Nichts sagen hätte ich nicht gekonnt, hätte ja auch sein können, dass die Damen es nicht besser wissen - aber nö, denen wars leider einfach egal.
Rücksichtslos hatte ich heute auch mal wieder.
Gassirunde durch den Wald, eigentlich wollte ich nicht so weit gehen, aber leider musste ich wegen der unbelehrbaren Dackelfrauen und ihrer nicht hörenden, kläffenden Dackel ausweichen (ist ne andere Geschichte und nervt inzwischen nur noch am Rande - weil man es leider einfach gewohnt ist), kam also an der Straße raus. Hund dort angeleint, da seh ich mit einem Affenzahn die Jährlinge auf der angrenzenden Pferdekoppel lang rasen, mehr oder weniger zwischen Panik und Angriff. Dazwischen ein kleiner, heller Wuschelhund. Der nicht zurückgerufen wurde - gekommen wär der eh nicht, kenne den schon vom Sehen. Ich dachte erst, meinen an den nächsten Baum zu binden und Wuschel zu greifen, da lief er wieder zurück. Zu zwei Modetussis mit je einem Kleinkind im Tragetuch, die sich köstlich darüber amüsierten, dass der Wuschel die Pferde scheuchte. Als ich sie mal fragte, ob sie nicht wüssten, dass das gefährlich für die Pferde sein könnte, wenn eines in den Zaun rennt und sich ein Bein bricht, zeigte man mir einen Vogel und meinte: Wenn, dann sei das eher gefährlich für den Hund; Pferde können sich kein Bein brechen, außerdem laufen Pferde gern und das habe denen gerade Spaß gemacht.
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Leute, die ihre (z.T. echt verängstigten bis panischen) Hunde mit auf den Stoppelmarkt schleppen. Zum Verständnis: Stoppelmarkt: http://www.stoppelmarkt.de/
Gestern Abend hab ich so viele panische Hündchen aller Größen gesehen, dass ich hätte heulen können.
Einzig eine frz. Bulldogge war anwesend, die das alles toll fand. Aber wenn ich nun mal keine solche Rampensau habe, lass ich den Hund doch zu Hause. ![]()
Komm Dienstagabend bei uns vorbei. Da endet der Stoppelmarkt wie immer mit einem riesigen Feuerwerk. Kannst ne ganze halbe Stunde üben. ![]()
Neulich hatten wir Grillparty mit den Kollegen. Das hat echt Spaß gemacht, auch wenn außer mir alle Fleisch essen und natürlich die eine oder andere nett gemeinte Spitze flog. So war z.B. mein mit den Sojaschnetzeln von dm gemachter Tacosalat der Hit, die Schüssel war fast komplett leer, als der Abend zu Ende ging. Und dann hieß es wieder: "Dich hat keiner davon essen sehen, gib's zu, da war Hack drin, sonst wär der nicht so gut." Auch über die Veggiewürstchen wurde gelästert, aber das kann ich auch ganz gut, wir waren ne echt entspannte Runde und niemand wollte missionieren. Leider echt selten; sagte auch einer meiner Kollegen: "Du bist die erste Vegetarierin, die nicht versucht, mir ein schlechtes Gewissen einzureden." Find ich schon bemerkenswert.
Ich würd das künstlich erzeugte Fleisch wahrscheinlich nicht essen, denn mein Hauptgrund, Vegetarierin zu sein, war schon immer, dass ich den Geschmack von Fleisch noch nie wirklich mochte. Deshalb komm ich so gut mit den Soja- Ersatzprodukten klar: Die schmecken so gar nicht nach Fleisch. ![]()
Ich stelle fest, dass mich im Moment die Missionare wieder vermehrt nerven.
Selbst langjährige Vegetarierin, halte ich nichts davon, Fleischesser missionieren zu wollen. Und trotzdem passiert es mir hier öfter: Werd doch vegan, sonst bist du ein schlechter Mensch.
Und dann sah ich ein Kochbuch im Buchladen: Veganes Kochen mit Kindern. Ob das unbedingt sein muss, weiß ich nicht. Hoffe, diese Phase legt sich hier im Ort bald wieder, langsam stört es ein wenig. ![]()
Aber was Gutes hab ich auch: Die Kohlrabisaison. Ich liebe Kohlrabi, jetzt gibt es endlich wieder Kohlrabisalat mit Apfel und mindestens einmal die Woche Kohlrabi in weißer Soße mit Reis oder Kartoffeln. Das hält mich glücklich und zufrieden, bis die Kürbisse in die Läden kommen. ![]()
Ignoranz, keine Ahnung und dann missionieren wollen. :curse:
Inzwischen bin ich es ja schon gewöhnt, dass ich mir von irgendwelchen dahergelaufenen höchstens achtzehnjährigen Gören, die ihre Familienhunde nicht im Griff haben, sagen lassen darf, dass ich meine Angst auf meinen Hund übertrage und ihm damit Angst vor Hundebegegnungen mache. Kann man ignorieren, passiert öfter.
Aber heute, da hätte ich mal wieder...
Es ist Stoppelmarkt, das heißt, die Chance, vor 12.00 im Wald jemanden zu treffen, der nüchtern genug ist, seinen Hund auszuführen, ist recht gering. Noch dazu haben wir Regen, also waren echt wenige Leute unterwegs, also eine gute Zeit, mit dem Neuling spazieren zu gehen, wenige Hunde zu treffen und bei den wenigen Hunden ein wenig an der Individualdistanz zu arbeiten. Mitten im Wald kommt uns eine Frau entgegen, unangeleinten Cavalier King Charles- Spaniel dabei. Rüde. Ich sammel den Hund ein, geh ein paar Meter in den Wald rein, hol seine Aufmerksamkeit zu mir. Alles tutti, Wohlfühldistanz passt, Hund ansprechbar. Kommt die Dame näher, Spaniel noch immer nicht angeleint. Ich bitte sie, ihn nicht ranzulassen. Antwort: "Wieso, beißt der?" :|
Ich: "Ich kenn ihn erst ein paar Wochen und weiß noch nicht, wie er reagiert. An der Leine ist er durchaus mal zickig."
"Aber da müssen Sie ihn auch mal lassen. Schließlich lernt er das nie, wenn Sie so viel Angst vor Hundebegegnungen haben."
Ich:
Sie: "Ja, wissen Sie denn nicht, dass sich die Angst auf den Hund überträgt? Hier im Wald gibt's noch eine Frau, die solche Angst hat, wenn sich Hunde begegnen, und da ist sie selbst Schuld, dass ihrer der einzige Hund ist, den meiner anbellt."
Da bin ich ein wenig sauer geworden. Sieht mich zwei Minuten und weiß, dass ich Angst hab. Nee, ist klar.
Ich hab sie dann mal gefragt, wie sie das sehen würde, wenn ich einen Hund mit 30 kg, von dem ich noch nicht weiß, wie er drauf ist, einfach auf ihren Cavallier loslassen würde und sich dann herausstellt, dass er - oooops - Cavalliere zum Fressen gern hat. Aber nein, da war sie unbelehrbar, ich würde dem armen Hund ja Angst einreden. Nächstes Mal lass ich die Leine ab und schau, was passiert. Um den großen brauch ich mir bei der Gewichtsklasse ja keine Sorgen zu machen. :kopfwand:
Nächste Begegnung:
Von Weitem kommt ein unangeleinter Pudelmix an, Frauchen im Schlepptau. Ich nehm den Hund wieder ein paar Meter ins Gebüsch, hol seine Aufmerksamkeit zu mir (klappt immer besser, er ist so ein oller Streber), angeleint ist er schon. Man sieht also sehr deutlich, dass ich keinen Kontakt wünsche. Pudel kommt auf uns zu. Ich bitte Frauchen, ihn nicht ranzulassen. Sie flüstert halbherzig seinen Namen. Pudel ist das egal. Er kommt näher, meiner steht auf, will an den Pudel ran. Ich halt ihn zurück (durch meine böse Schulter noch immer etwas... schmerzhaft), versuch, Pudel zu blocken. Pudel kommt wieder ran, stellt sich unter die Schnauze vom Großen, den ich inzwischen nur noch am Halsband weghalten kann. Besitzerin findet das irre süß.
Ich: "Ich würd den jetzt allmählich da wegholen."
"Wieso, beißt der?" Gab auf dieser Frage heute wohl Mengenrabatt.
Ich sag mein Sprüchlein, von wegen, erst mal rausfinden, wie der Hund tickt etc., halte die 30 kg mühsam einarmig zurück, rechte Hand nehm ich dafür momentan nicht, zu riskant. Tja, Ende vom Lied, sie bequemte sich erst, den Pudel einzusammeln, als ich ankündigte, meinen gleich mal loszulassen und rauszufinden, ob Pudel zu seinen Erzfeinden gehören.
Ist es denn SO schwer?? :explode:
Ich schließe mich an, der Eigengeruch ist zum großen Teil von Fütterung, Umwelt und Pflege abhängig.
Die Tierheimpfleglinge riechen z.B. stärker nach Hund, denn sie leben draußen und werden nicht so oft gebürstet wie die Haushunde, hinzu kommt noch die häufige Futterumstellung, wenn Futterspenden gebracht werden.
Zieht so ein Hund dann jedoch bei mir ein, lebt drinnen, hat ein gutes Futter, das auch gleich bleibt und wird regelmäßig gebürstet, verschwindet der Hundegeruch mit der Zeit. Finde ich eigentlich sehr angenehm, hat was von Ankommen. ![]()
Ich drück es mal vorsichtig aus: Der erste, der mit irgendwas nach meinem Hund schmeißt, solange dieser nicht dabei ist, jemanden zu fressen, der kriegt es mit mir zu tun. Und das wäre nicht hübsch...
Die Schmeißerei nimmt in letzter Zeit Überhand; wenn ich überlege, dass ich genau ein einziges Mal in all den Jahren, die er bei mir lebte, irgend etwas nach meinem Benny geschmissen habe (bzw. nicht mal nach ihm sondern aus Ärger über geballte Sturheit - bei ihm eine Ausnahme - die Leine zwei Meter neben ihm auf die Wiese), und jetzt hört/sieht man das an allen Ecken und Enden.
Ich schmeiß mit Schlüsseln oder einem Endloswürger, wenn ein ganz bestimmter Hund ankommt, weil der aufdringlich, beratungsresistent und latent aggressiv ist und IMMER rüberkommt. Ansonsten musste ich das noch nie machen.
Einmal hat eine Halterin mit nem Schlüsselbund nach ihrem Junghund geschmissen, der blöderweise direkt vor Senta rumhüpfte (und sich nicht rufen ließ - daher der Wurf); zum Glück hatten die Schwarze und ich da schon trainiert, dass fliegende Schlüssel nichts Besonderes sind - in Erwartung dieses oben genannten Hundes wollte ich, dass sie das locker sieht. Ansonsten hätte die Dame auch was zu hören bekommen.