Beiträge von Sunti

    Zitat

    nach dieser Geschichte bin ich echt gespannt auf das geplante Hundegruppen-Wanderwochenende mit DB-Benutzung ... und 15 Hunden mit Maulkorb ...

    Ich hab das unbestimmte Gefühl, dass wir nach eurem Wochenende hier im Thread ordentlich was zum Lesen haben werden. :p

    Total bemerkenswert, was mir heute innerhalb von zweimal zehn Minuten so passiert ist, während der der Spinner seinen Maulkorb trug.

    Am Bahnhof: Mädchen geht am Hund vorbei, von hinten, streckt die Hand aus, will Kopf tätscheln, ohne zu fragen, sieht den Maulkorb, zieht Hand hastig zurück.
    Im Zug: Zwei Kiddies (höchstens elf Jahre, würd ich schätzen) schleichen sich von hinten ran und fangen an, den Spinner zu knuddeln. Ich hab es nicht gesehen, weil er halt hinter mir stand und die total heimlich rangekommen sein müssen. Eigentlich hab ich nämlich auch hinten Augen. Spinner fühlt sich bedrängt, bellt einmal, Mädels angepisst, weil der ja aggro sei.

    Rückweg:
    Wieder am Bahnhof: Drei angeheiterte erwachsene Männer und eine ebensolche Frau tauchen mit einem Kind im Vorschulalter auf. Frau zum Kind, auf den Hund deutend: "Siehst du den Hund da? Der ist ganz gefährlich und beißt!"
    Ich: :schockiert: Stöpsel aus den Ohren, zur Frau gesagt, dass ich es nicht okay finde, dass sie so was einfach über einen Hund sagt, den sie gar nicht kennt, zumal dieser spezielle Hund sich nur an die Vorschriften in der Bahn hält. Sie will erst protestieren, dann fällt ihr plötzlich ein, dass wir ja mal zusammen beim Tätowierer gesessen haben und uns somit ja "kennen". O-Ton: "Wenn wir uns nicht kennen würden, hätt ich dir das jetzt nicht geglaubt, dann wär ich dabei geblieben, dass der Hund nicht sauber ist, sonst hätte der keinen Maulkorb auf."
    Dann fragte sie, ob es okay wäre, wenn sie sich neben mich stellt, oder ob der (bemaulkorbte) Hund sie dann frisst. Im Ernst, an manchen Tagen sollten Hund und ich echt im Bett bleiben.

    Zur Maulkorbdiskussion möchte mein Spinner auch was beitragen: Ich habe verschiedene Modelle hier, und die haben wir zwei alle nacheinander durchprobiert. Der (leichte) Ledermaulkorb, ebenso geschlossen wie der verlinkte, war nicht der Bringer beim Hund. Den versuchte er trotz Training abzustreifen. Als ich ihm dann den Drahtmaulkorb aufgesetzt habe, legte er sich gleich hin und döste ein. Das Teil trägt er ohne Protest, die Pfoten gehen nicht mal versuchsweise dran. Mimik, Frischluftzufuhr, alles geritzt. Und ich behaupte, das Ding ist sicher.
    Gut, wir brauchen ihn nur für die Bahn, aber trotzdem werde ich auf Dauer versuchen, einen Baskerville oder nen Sofahundekorb zu besorgen, wenn ich einen finde, der über seine lange Collienase passt. :lol:

    Weil es ja nun wieder früher dunkel wird, gehen Spinner und ich in letzter Zeit die Abendrunde oft im Halb- bis Ganzdunklen im Wald. Man stelle sich das so vor: Ach, ist ja erst sechs, da können wir ja noch durch den Wald. Bis wir halb durch sind, isses aber viertel vor sieben und somit dunkelt es rapide.
    Normalerweise geht es um diese Uhrzeit und ich fürchte mich nicht. Aber neulich war das doch anders. Wir kamen an einem großen, sumpfigen Feld voller Schilf vorbei, das wir eigentlich täglich passieren. Auf einmal hatte ich das üble Gefühl, da stehe jemand mitten in dem Feld. Eine helle Frauengestalt. Das volle Programm: Schock, eisiger Schauer, Gedanken überschlagen sich: Was will der da, wie komm ich hier schnellstmöglich weg, HILFE!! Denn wenn jemand mitten im Wald in einem sumpfigen Feld steht, ist das einfach nicht geheuer. Hund war schon dran vorbei, hatte aber nichts angezeigt. Ich schielte also aus den Augenwinkeln nochmal hin, dachte dann hoffnungsvoll, das kann gar kein Mensch sein, es bewegt sich ja überhaupt nicht. Nur diese helle Silhouette gegen den dunklen Himmel, reglos. Ich fasste also all meinen Mut zusammen, kramte die kleine Taschenlampe aus der Jacke, atmete tiiiiiiieeeeeef durch, bereitete mich mental darauf vor, loszusprinten, wenn ich doch eine menschliche Gestalt erkennen sollte, knipste die Lampe an...


    ... und stand vor einem mannshohen Schilfbusch. Das Ding war wohl schon immer da gewesen, aber bei Licht beachtet man die Dinger ja nicht wirklich. Interessant werden sie erst, wenn man ihnen im Dunklen über den Weg läuft. Da ist mir das Herz dann doch ordentlich in die Hose gerutscht.

    Du merkst, dass dein Hund geschädigt ist, wenn er dir beim Gemüsesuppe kochen so dicht auf den Fersen klebt, dass du drüber fällst, dir dann fast die Haut von den Fingern lutscht, weil da ein wenig Gemüsecreme drauf ist und anschließend mit Köpper in den Napf springt, weil du ihm da eine Kostprobe deiner Gemüsecremesuppe reingetan hast.
    Und natürlich bist du geschädigt, wenn du dem Hund deine Gemüscreme fütterst.

    Meine bisherigen Favoriten:

    Code
    Prinzessin Pipi Puschelpöter
    Code
    Bony Bum

    :lachtot:

    Meiner wohnt ja erst seit Kurzem hier, hat aber immerhin schon fünf Namen, die nicht im Impfpass stehen:
    Spinner(le), Spuk, Spooks, Spookeroo, Hase (aber so heißen hier alle, von der Rennmaus bis zur Freundin :roll: ).
    Und natürlich: Maaaaaaaann, Huuuuuuuund! :headbash:

    Zum Thema selbst gab es ja schon etliche Vorschläge. Allerdings möchte ich mich dazu äußern, dass einige Schreiber bezweifeln, es sei einfacher, große Hunde zu blocken als kleine.
    Das sehe ich allerdings genau so. Kleine, schnelle Hunde (i.d.R bei uns häufig Terrier und deren Mixe) sind schneller zwischen den Beinen durch gehuscht, als man gucken kann. Größere Hunde (die jetzt nicht in direkter Beschädigungsabsicht kommen) kann man leichter stoppen, weil die einfach nicht so schnell und wendig sind. Mit meinem Spinner, der auch gern mitmachen würde, wenn ein Hund knurrend auf uns zu kommt, fällt es mir leichter, einen größeren Hund abzuhalten als einen Mini, der plötzlich einfach da ist.
    Ich kann durchaus auch die Wut der TS auf die Halter der aggressiv herankommenden Kleinhunde verstehen, denn ich hatte diese Woche genau die gleiche Situation, zum Glück mit einem älteren, aber auch eher kleinen und aggressiven Hund. Dieser Hund darf alles, weil sein Herrchen bei der Stadt angestellt war und somit "was darstellt". Seit der Spinner diesen Hund bei ihrer ersten Begegnung mal auf den Rücken gedreht hat (wenn der auch schon knurrend ankommt, kann ich ihn verstehen), leint Herrchen den Hund schon auf Entfernung hastig an. Bei allen anderen Hunden tut er das nicht, da lässt er den kleinen Proleten einfach rankommen und stänkern.
    Nun war der Hund aber mit Frauchen unterwegs, und diese sah auf meine Bitte hin leider nicht ein, den Kerl anzuleinen oder ranzurufen. Nö, wieso auch? Ich stand dann zwischen zwei Hunden, die einander fressen wollten, und musste am Ende den kleinen Hund wegtreten, weil er sich nicht blocken ließ und ich nicht mitten in einer Beißerei stehen wollte. Klar hatte ich da auch einen Hals.
    Der Spinner ist jetzt nicht der Hund, der alle anderen Hunde vermöbeln will, aber wenn einer stänkern kommt (und fletschend ranrennen ist stänkern!), dann hat er leider noch nicht die entsprechende Gelassenheit. Maulkorb kriegt er trotzdem nicht an, in diesem Fall wär der stänkernde Kleinhund bzw. sein Frauchen dann doch selbst Schuld gewesen, der andere hat ihn schließlich zuerst angegriffen. Und trotz des Größenunterschiedes finde ich es ein wenig zu viel verlangt, dass ein großer Hund so gar nicht reagieren darf, wenn er von kleinen Hunden attackiert wird - und in die Beine beißen gehört sich einfach nicht. Das bedeutet nicht, dass ich es meinen Hund selbst regeln lassen würde, ich bemühe mich nach Kräften, keinen Stänkerer an ihn ran zu lassen, aber wenn mir dann doch mal ein Angreifer durch die Lappen geht, dann ist das dumm gelaufen.

    Bei den Lederkörben gebe ich mal zu bedenken, dass diese u.U. einen deutlichen Eigengeruch haben, der vom Hund als unangenehm empfunden werden könnte. Spinnerle hatte ja einen geschlossenen Lederkorb, den er aber gar nicht gern aufsetzen mochte, weil der wohl doch von innen zu sehr roch. Wenn ich ihm den Korb abnahm, war der manchmal vom Speichel oder auch vom Atem ziemlich nass (wir sind noch im Training, daher gibt's viele Leckers, wenn der Korb drauf ist). Jetzt nehm ich den martialisch aussehenden Drahtmaulkorb, und mit dem pennte er mir neulich beim Training stumpf ein. Also: Mein Hund mag es luftig an der Schnute. :smile:

    In diesem Thread findest du die Antworten auf all deine Fragen.
    https://www.dogforum.de/sachkundenachw…nd-t172259.html

    Du wirst bei der Anmeldung des Hundes angeben müssen, welche Rasse er hat, und damit steht schon fest, dass du die Sachkunde wirst machen müssen.
    Eine Haftpflichtversicherung würde ich ganz unabhängig von der (in NRW für große Hunde bestehenden) Pflicht abschließen, das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

    Der Sachkundenachweis für Listenhunde ist ein anderer als der für große Hunde, den du machen musst.

    Nachweisen, dass du schon drei Jahre lang große Hunde hattest, wirst du wohl über die Steuerunterlagen können, ich habe auch mal gehört, dass manche Gemeinden die Haftpflichtpolice auch anerkennen.
    Bezüglich der Fristen wird man dich bei der Anmeldung des Hundes informieren, dazu werden ggf. auch die User aus NRW noch was sagen können, ebenso zu den Konsequenzen, wenn du dich weigerst, die Auflagen zu erfüllen.

    Für den Spinner habe ich jetzt das Hundekissen "Journey" ergattern können, das leg ich ihm hin, und er geht drauf.
    Allerdings pennt er auch gern mitten auf dem Teppich (der lila Flauschteppich meiner Freundin dürfte auch jetzt noch irgendwelche Hundehaare beherbergen) und liegt anderswo auf dem Boden. Das Kissen hat er dennoch zur Verfügung. Ach ja, in der WG meiner Brüder hat der Herr auf meinem Bauch geschlafen. :mute: