Beiträge von Sunti

    dAlis, ich meinte auch nicht dich explizit, sondern eigentlich jeden, der, statt auf die Frage zu antworten, gleich ankam, eine Box sei unnötig. Sobald einer das B- Wort in die Tasten tippt, schwillt einigen der Kamm und die Sticheleien gehen los. Braucht man einfach nicht.

    Na ja, ich kann mir den Vorteil durchaus vorstellen, auch wenn die Tür auf bleibt.
    Gerade gestern hab ich mir den Alleinbleibe-Thread von Icephoenix durchgelesen, in dem sie schrieb, dass sie eine gebrauchte Box besorgt und diese in die Wohnung gestellt habe. Shira, ihre Hündin, kannte keine Box. Nie gesehen. Die Box stand, und der Hund liegt seitdem immer, wenn's möglich ist, drin. Freiwillig.

    Wenn man den Platz und die Möglichkeit hat, wieso nicht? Mein Spinner quetscht sich am liebsten in die kleinsten, dunkelsten Ecken, allerdings hat meine Wohnung keine solchen, weshalb er das auswärts macht. Da liegen 60cm Schulterhöhe gern mal im Körbchen von Freundins Sheltie.

    Eine Box als Rückzugsmöglichkeit/Höhle anzubieten finde ich nicht verkehrt, solange man den Hund eben nicht einsperrt. Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich, hätte ich eine Box, vermutlich die Tür ausbauen würde. Also pauschal der TS zu unterstellen, dass sie anders handeln würde, find ich ein starkes Stück.

    Zum Thema Anforderungen kann ich nichts sagen, weil ich davon keine Ahnung habe; ich kann höchstens empfehlen, eine geschlossene und keine Gitterbox zu verwenden, wenn du den Höhlencharakter haben möchtest. Andererseits kann man einen Gitterkennel auch wieder mit Decken abhängen. Je nach Größe des Hundes würde ich halt sehen, dass das Ding stabil ist, und natürlich sollte es keine Möglichkeiten bieten, sich an Ecken oder Kanten zu verletzen.

    yane, danke!

    Woran es liegt, dass 80% der heranstürmenden Hunde die Signale nicht verstehen? Hier scheint es daran zu liegen, dass diese Hunde alle gelernt haben, dass es keine Konsequenzen hat, wenn sie sich über Grenzen und Warnungen hinwegsetzen. Es gibt hier eine Menge Hunde, die gar keine Grenzen kennen, und solange die Mehrheit der Halter der Meinung ist, dass jeder Hund gefälligst Kontakt zu jedem Hund haben sollte (wird hier auch in der örtlichen Hundeschule genau so propagiert, die von 90% aller Halter besucht wird - somit verbreitet sich das wie die Pest!) und dass "die das unter sich klären". Es ist absolut NICHT normal, dass fremde erwachsene Hunde auf Teufel komm raus Kontakt miteinander haben. Einander zu ignorieren und im Abstand von einigen Metern zu passieren, wie es normal wäre, gibt es sehr selten. Die örtlichen Hunde haben gelernt, jeden anderen Hund als potentiellen Spielpartner zu sehen und für sich zu beanspruchen.

    Als er hier ankam, hatte der Spinner auch Liegeschwielen (haben so ziemlich fast alle Tierheimhunde, die ich kenne), und weil der Herr auch gern auf dem Boden liegt und zu Beginn auch seine kuschligen Nester verschmäht hat, wurden die Dinger auch immer größer. Ballistolöl hat es gerichtet. Auf der einen Seite ist die Schwiele komplett weg, auf der anderen ist nur noch eine winzige Stelle. Und ich hab nicht mal sehr regelmäßig geschmiert. Kann es nicht glauben, aber das Zeug ist ein Wundermittel. :lol:

    Genau so nen Typen hab ich hier auch, nur mit dem Unterschied, dass ein "das klären die unter sich" für SEINEN Hund mies ausgehen könnte.
    Meine ältere Hündin hatte Angst vor dem Hund, und weil der Besitzer partout nicht einsehen wollte, ihn von ihr weg zu halten, bin ich rabiat geworden. Der Besitzer meinte übrigens auch, dass ich durch die Leine meinen Hund aggressiv machen würde.

    Okay, als ich diesen Hund das erste Mal mit dem Spinner getroffen habe, hab ich ihn halt nicht angeleint, der hat den angreifenden Hund einmal sauber auf den Rücken gedreht und Herrchen war sauer auf mich. Wieso bloß? :roll:

    Auch heute hält dieser Hund noch immer fletschend und knurrend auf uns zu, Herrchen interessiert sich nicht die Bohne dafür und beschimpft mich, weil meiner entsprechend reagiert. Anzeigen bringt nichts, denn der Herr war ja mal wer in der Stadt, das zählt hier noch. Dennoch seh ich mich in einer einfacheren Lage als du, weil mein Hund im Zweifelsfall sicher nicht schwer verletzt würde (er ist größer, stärker, schneller und jünger) und der Angreifer halt nicht so riesig und schon älter ist, zur Not krieg ich den weggehalten.
    An deiner Stelle würde ich versuchen, Informationen von anderen Hundehaltern zu bekommen und den Kerl anzeigen. Oder du rufst wirklich schon mal beim Amt an und berichtest denen, dass der Hund schon nach dir geschnappt hat. Wenn er schon bekannt ist (und meistens sind es solche Leute), dann können sie ihn ggf. sogar anhand deiner Beschreibung des Hundes und der Gegend, wo man sich trifft, identifizieren.

    Ansonsten: Handy raus, Polizei rufen. Du hast ein kleines Kind im Wagen dabei, fühlst dich bedroht, die sollen was machen. Abwehrratschläge zu geben finde ich schwierig, wenn du öfter das Baby dabei hast. Das verschärft die Lage ja zusätzlich.

    Ich kann das jetzt von meiner Schwarzen sagen. Deren Individualdistanz lag bei ca. 1,5 Metern, und wenn die unterschritten wurden, kam "hau ab!". Oder wenn der entgegenkommende Hund direkt im Galopp frontal ohne Bogen auf sie zu kam. Da sehe ich jetzt kein Problem. Denn: Ein Hund, der im Galopp schnurgerade auf einen anderen Hund zu kommt, verhält sich unhöflich und darf das gesagt bekommen. Und eine Indiviudaldistanz von anderthalb Metern finde ich vertretbar. Aufgrund der Tatsache, dass sie eine Angsthündin war, war die Distanz am Anfang viel größer, d.h., kam ihr jemand oder etwas zu nah, bekam sie regelrechte Panik. Daran haben wir gearbeitet, und so konnte die Distanz verringert werden. Bei anderthalb Metern war bei Hunden Schluss, was ich für erwachsene Hunde durchaus im Rahmen finde, also hab ich ihr das zugestanden. Ausnahmen wie Hund im Zug, der keine Anstalten macht, an sie ran zu gehen, gab es immer, aber eine direkte Kontaktaufnahme war nur bei wenigen Hunden erwünscht.
    Welpen habe ich gepflückt, bevor sie ran kamen (auch wenn die Besitzer dann meinten, meine wär völlig verstört, weil sie den Welpenschutz nicht einhält), also konnte da auch nichts passieren. Sie wusste halt, dass ich das regeln und sie beschützen kann.

    Und wenn hier z.T. postuliert wird, dass es normal oder ok ist, wenn ein Hund eine Indivitualdistanz von Null hat und diese anderen Hunden aufdrängt, dann behalte ich mir auch vor, es normal zu finden, wenn andere Hunde das anders sehen und es ggf. auch klar und deutlich zeigen.

    Wir gingen vom Tierheim aus z.B. mehrmals im Jahr mit ca. 30 Hunden zusammen durch die Wälder spazieren, es waren ehemalige TH- Hunde mit neuen Besitzern, TH- Hunde mit Gassigängern, Hunde von Paten usw. Viele Hunde waren dabei, die eine gewisse Distanz wünschten. Das stand vorher fest, und jeder hielt sich dran. Bei all den Spaziergängen ist nie was passiert, weil die Besitzer es händeln konnten und ihre Hunde einfach nicht kontaktieren ließen. Selbst mein "ich fresse RÜDEN!"- Pflegling ist mehrfach ohne Zwischenfall mitgelaufen, weil jeder wusste, wie er tickt, sein Gassigänger ihn entsprechend halten und die anderen Halter ihre Hunde weg halten konnten. Geht also alles, auch mit einem Haufen Hunde, die nicht unbedingt hundertprozentig einfach mit Kollegen sind - Probleme gibt's erst da, wo die Halter den Hunden (eigenen wie fremden) ihre Eigenarten nicht zugestehen und unbedingt Kontakt erzwingen wollen.

    Miamaus, wir haben hier aber die ganze Zeit über Hunde geredet, die warnen und Hunde, die das ignorieren.
    Hunde, die nicht warnen, sondern einfach zuschnappen oder Hunde, die gezielt andere Hunde suchen, um reinzuhacken, sind ein ganz anderes Thema, und natürlich sollten solche Hunde nicht frei laufen. Egal, was der Halter signalisiert. ;)