Ich halte überhaupt nichts davon, eine solche Prüfung als Voraussetzung für Freilauf zu verlangen.
Den Cityteil würde der Spinner im Schlaf bestehen.
Fremde Leute und Kinder lass ICH nicht an ihn heran, ob ich damit bestehe, ist dann die Frage. Vor allem würde ich mir "aufdringliche" Kontaktaufnahme energisch verbitten. Die zwei Typen, die mir im Oktober in unterschiedlichen Zügen begegnet sind, mal kurz streicheln wollten und dem Hund dann blitzschnell nen Kuss verpasst haben, haben mir gereicht. Seitdem herrscht Streichelverbot für alle, die ich nicht kenne.
Korrekturwort... Kommt auf die Ablenkung an. Wenn da ein Kaninchen oder ne Katze auftaucht, sind wir verloren. Aber eben weil ich das weiß, würde ich ihn halt nicht da frei laufen lassen, wo erfahrungsgemäß Katzen oder Kaninchen auftauchen, die er vor mir sieht. Seh ich das Tier vor ihm oder gleichzeitig, kein Thema, dann wird er eingesammelt, und gut ist.
Was mach ich aber, wenn der Richter da plötzlich auf die Idee kommt, eine läufige Hündin mitzubringen? 
Auch Freilauf im Park mit anderen Hunden sehe ich kritisch. Meiner ist nicht so hundertprozentig verträglich mit einigen anderen Rüden; er hat da so "Typen", die er nicht abkann. Weil ich das weiß, lein ich ihn immer bei Hundesichtung an, Kontakt gibt es nur nach Absprache und Sympathie der Hunde. Wenn ich die Prüfungsvorgaben richtig lese, ist es da anders.
Ich sehe das ganze Ding kritisch, denn die meisten Hunde, die ich kenne, haben in bestimmten Bereichen Baustellen oder auch nicht therapierbare Probleme. Wenn der Halter aber darum weiß und deshalb in den entsprechenden Situationen nicht ableint, sehe ich kein Problem darin, den Hund in anderen, passenderen Situationen frei laufen zu lassen.
Wenn z.B. die Hundemafia im Park unterwegs ist, lass ich meinen garantiert nicht laufen, denn mit dieser Menge an keifenden, pöbelnden und mobbenden Hunde wäre er überfordert. Dagegen darf er im Wald zu 95% frei laufen, weil er auf den Wegen bleibt und zurückkommt, wenn ich das so will. Kommt ein Hund entgegen, den wir nicht kennen, kommt die Leine dran und gut ist.
Weiteres Beispiel: Kontrolliertes Ein- und Aussteigen aus dem PKW. Können wir vergessen. Wir sind Bahnfahrer, weshalb der Kerl das im Schlaf beherrscht. Ohne eigenes Auto stell ich es mir auch ziemlich schwierig (und auch schwachsinnig) vor, diesen Teil zu üben.
Ansonsten seh ich das wie Night, alles viel zu schwammig und zu viel Auslegungssache des Richters, um wirklich aussagekräftig und fair zu sein.