Also ich bin ja schon "hart" in Sachen Hundeerziehung. Aber das hier haut mich aus den Socken.
Als unser Welpe kam hatte erst ich 3 Wochen Urlaub, dann hatte mein Mann 2 Wochen Urlaub. Ich hatte ein SUPER schlechtes Gewissen als ich Klein-Zera mal für ne Stunde alleine lassen musste nach 2 Wochen weil ich dringend zum Arzt musste. Ansonsten war ich nonstop für den Hund da (tags sowieso und nachts auch bei jedem Geräusch sofort da). Sie dürfte nicht mit ins Bad, in den Keller und ich bin auch alleine zum Mülleimer gegangen. Aber NIEMALS im ganzen Leben hätte ich sie 4 Stunden alleine(ge)lassen (können).
Auch ich habe (und ich weiß es ist gegen die Dogfoumsgewöhnheiten) die Beißhemmung über Schnauzgriff beigebracht. Das ist umstritten aber 1. Habe ich dem Hund natürlich nicht wehgetan und 2. ist es nach meiner Meinung für einen Menschen einfach zu lernen ein Stück weit wie ein Hund zu agieren (auch wenn man dadurch keiner wird) als von einem Hund zu verlangen sich in einen Menschen reinzuversetzen und seine Verhaltensweisen zu ergründen. Aber ich weiß das es hier sehr viele andere Meinungen gibt.
Sitz, Platz und Co haben wir angefangen in kleinen Einheiten nach einer Woche Eingewöhnung zu üben (das hat sie dann auch recht schnell drauf gehabt). Es gibt nur zu bedenken, das Welpen sehr leicht zu lenekn und zu beeindrucken sind. Was der Hund wirklich sicher kann und verinnerlicht hat werdet ihr in der Hundepubertät merken...die kostet dann uU noch wesentlich mehr nerven als die Welpenzeit!
Die ersten WOCHEN waren nur darauf bechränkt stubenrein zu werden, die allgemeinen Hausregeln und uns inkl. neuer Umgebung kennzulernen, und NEIN beizubringen. Ansonsten soll so ein Hundbaby so 15- sogar 20 Stunden am Tag schlafen..wie ein Menschenbaby eben auch die ersten paar Wochen viel schläft).
Das euer Hund so wenig schläft ist ein klares zeichen, dsas er total überdreht ist und durch die vielen neuen Eindrücke nicht zur Ruhe kommen kann. Geht langsam vor, lasst euch Zeit.
Sucht euch jemanden der in den 4 Stunden erstmal ganz auf ihn aufpasst. dann fängt ihr am WE an das alleine sein zu üben. Erstmal in ein anderes Zimmer gehen (Türe zu), dann mal 5 min, rausgehen dann 10 min...bei 15 min als nächstes auf 30..dann wieder nur 5 min (zb) ). Sowas kann Wochen in Anspruch nehmen aber es lohnt sich. Wenn ihr dann bei 2 Stunden (ohne jammern) angekommen seid, könnt ihr unter der Wochen das Hundesitting reduzieren (dann kommt nach 2 Stunden mal jemand zu rausgehen und kurz lösen lassen).
Gerade Aussies sind hochsensible und aktive Hunde, wenn die als Welpe nicht lernen zu Ruhe zu kommen., hat man spätestens wenn er in die Pubertät kommt (8 Monate ca) ein reines Nervenbündel was nur Mist baut (inklusive Wohnung zerstören wenns ganz schlimm kommt).
Unsere Zera war die ersten 2 Monate ein Fulltimejob. da war kaum noch Zeit für irgendwas anderes. Ich denke das ist bei Welpen einfach normal.
Bringt etwas verständniss für das Hundebaby auf und helft im die Wrlt erstmal langsam kennenzulernen. Das ist so oder so einen ganze Menge was so ein Welpe die ersten Wochen durchmacht. Arbeitet langsam und Geduldig (und nicht mit GEWALT oder zuviel Druck).
Diziplin (bei sich selbst) Zeit und Geduld können euch zu einem wunderbaren Hund verhelfen, aber wenn ihr zu viel Druck ausübt wird euer und vielleicht auch zum Albträum werden und ich denke da hat niemand was davon. Denkt dran, dass ihr jetzt den Grundstein legt für ein Hundeleben von +- 15 Jahren.
Klar als Soldat ist man Drill gewohnt (mein Bruder und mein mann waren lange Jahre Soldaten ich weißm also wovon ich spreche) aber bedenkt, dass nur Erwachsene zum Bund dürfen, weil Kinder mit dem Druck dort schlicht nicht umgehen könnten. Übertragt das auf euer Hundebaby
