Beiträge von Angel21

    Wenn mein Tier seit einiger Zeit Beschwerden hat und mit herkömmlichen Methoden keinerlei Besserung erreicht werden konnte...was spricht dann dagegen andere Wege zu versuchen?

    Auch wenn es hier nicht um Tamme geht, man hört das Tausende Menschen/Tiere quer durchs Land fahren um die Sprechstunde zu besuchen.
    Wenn es wirklich so ohne Hintergrund und gefährlich/schädlich wäre, würden sich doch Berichte häufen, dass die Tiere Schäden davon getragen hätten...wenn man sowas hört sind es meist im Verhältniss doch wenige Einzelfälle...ich habe bisher wenn dann nur gehört, dass es eben auch nicht geholfen hat.

    Zum Thema Ausbildung: Früher und auch heute noch in ländlichen Gegenden (wozu ich Ostrfriesland jetzt mal zähle) ist es völlig normal beim Vater/Großvater in die Lehre zu gehen...das muss nichts schlechtes sein.

    Zum "an Schlachtpferden üben": Ihr wisst schon, dass Tiermedizinstudenten sich auch erstmal an toten Tieren/Häuten etc austoben oder? Nur würde das Einrenken bei toten Tiere schlicht keinen Sinn machen!

    Letztenendes muss jeder für sich selbst/sein Tier entscheiden. Aber ich persönlich wäre durchaus bereit es zu versuchen, wenn andere Methoden nichts bringen/gebracht haben.

    Ob man jetzt das Futter von ihm füttern muss, wage ich allerdings auch zu bezweifeln. ABER zb die Nummer "Pferd entwurmen mittels Schweifhaaren...ob mans glaubt oder nicht, wir haben es bei 2 Pferden versucht und es hat geklappt...obwohl ich weiß dass das nicht repräsentativ ist, so zeigt es MIR dass nicht alles Humbug ist was er erzählt.

    Ich kenne nur jemanden der nach jahrelangem Rückenleiden von ihm eingerenkt wurde.
    Sie sagte es tat höllische weh, was aber recht schnell nachlies..bis heute (ist jetzt so ein 3/4 Jahr her) ist sie komplett beschwerdefrei.

    Ich würde es wohl probieren. Ja..einrenken geht nicht gerade sanft von statten...aber vielen hat er geholfen.

    Verschiedene Meinungen wird es immer und überall geben, ich bilde mir dann lieber eine eigene

    Im Tierschutz landen die Tiere die eh schon zuviel sind. Es wird kastriert um zu verhindern das damit noch weitere produziert werden. Aus Tierschützersicht absolut vernünftig.

    Aber natürlich kann es bei Frühkastrationen auch negative Seiten geben (auch wenn die aller meisten völlig normale Hunde werden)...aber Macken und alles können unkastrierte Tiere auch haben.

    Für mich wäre es absolut kein Grund den Hund nicht zu nehmen wenn alles andere passt.

    Wer Tierheime mit Welpenhändlern vergleicht sollte sich wirklich nochmal hinsetzen und sich mit dem Begriff Tierschutz auseinander setzen...da verdient man nämlich so gut wie nix an den vermittelten Tieren. Es wäre sogar finanziell sinnvoller nur unkastrierte Tiere abzugeben (selbe Schutzgebühr aber eben ohne Kastrakosten vorher zu haben)..macht man aber nicht

    Nein aber das man nicht leichtfertig und nur auf Basis von dem was man mal irgendwann irgendwo gelesen hat, über elementare Dinge wie medikamentöse Behandlung entscheiden darf.
    Erst recht nicht um dann in Foren damit zu prahlen wie toll man das doch hinbekommen hat ;)

    Es ist mir halt bei manchen sauer aufgestoßén was die so an Behandlungstipps bzw Parolen raushauen ala "den Tierarzt brauchen wir nur noch wenn überhaupt für die Diagnose...Behandlung und alles mache ich selber" und ich wollte Meinungen hören ob das nicht sehr naiv/riskant ist

    So ein Studium ist doch nun etwas mehr als nur Bücher wälzen.
    Natürlich ein größerer Bestandteil, aber eben auch praktische Dinge wie sezieren wo Tieren, Arbeit in einer Tierklinik etc etc.

    UND vor allem das Ganze passiert und fachkundiger Anleitung von Professoren und dergleichen.

    Ich kann mir ja auch nicht einfach das BGB und eine paar Bücher über Rechnungswesen besorgen und mich damit selbst zur Rechtsanfaltsfachangestellten oder gar Anwältin ausbilden oder?

    Ich bezweifele sehr stark, dass das was man sich so anliest wirklich mit dem Studium annähernd gleichzusetzen ist.

    Diagnostik ist gerade bei Tiere extrem schwer. Man kann ja nicht fragen wo es weh tut. NATÜRLICH ist der Arzt dann auf meine Beobachtungen angewiesen, weil ich das Tier nunmal kenne/täglich um mich habe.
    Dennoch geht eben manches erst über das Ausschlussprinzip...schön wäre eine Glaskugel aber da ist noch keine Zuverlässige erfunden worden.

    Das finde ich ja auch okay.
    Als Besitzer kennt man sein Tier ja auch und kann sich anhand der veränderungen schon eine Verdachtsdiagnose bilden.

    Ich komme auch fast immer bei meiner TÄ an und sage das Tier hat das und das. Ist ja auch alles kein Thema...entweder wird es (meistens) bestätigt oder widerlegt. Aber sie hat dann einen Ansatz wonach sie suchen kann..ist doch super


    Aber würdest du bei einem Verdacht/bzw auch einer gesicherten Diagnose selbstständig Medis dosieren/eine andere Behandlung anfangen als dein Tierarzt dir rät?
    Wenn ja warum? Natürlich musst du es dann selber ausbaden...aber in erster Linie ja eigentlich auch dein Hund.
    Hättest du keine Angst deinem Hund durch deine Diagnose/Behandlung zu schaden?

    Auch ich gehöre zu den Hundehaltern die selbst entscheiden.

    Ich vertraue meinem TA, aber das entbindet mich nicht davon mich selbst zu informieren und eine eigene Meinung zu haben. Egal ob die Studie jetzt englisch, deutsch oder französisch war, wenn ich die Quelle und die wissenschaftliche Herangehensweise als seriös einstufe, werde ich die Ergebnisse in meine Überlegungen einfließen lassen.

    Und was mich in dieser Haltung bestärkt, ist dass nicht nur ich meinem TA vertraue, sondern auch mein TA vertraut meinem Urteil. Ich habe es bei einem TA der mich länger als eine Behandlung kannte noch nie erlebt, dass einer versucht hätte mir eine Behandlung aufzuschwatzen, die ich abgelehnt habe oder mir eine Untersuchung/Behandlung auszureden die ich gewollt habe.
    Es wurde immer gemeinsam ein Weg erarbeitet und ich wurde immer ernstgenommen in meinen Wünschen und Bedenken.

    Hälst du dich deshalb für gleich qualifiziert oder gar qualifzierter als deine Tierärztin?

    Natürlich soll man sich informieren. Habe ich aber auch schon gesagt

    Das stimmt. Daher sollte man gut auswählen um einen Tierarzt zu finden bei dem man ein gutes Gefühl hat und sich eine Vertrauensbasis aufbaut.

    Natürlich geht es bei einigen ums Geld. Wenn ich etwas derartiges Bemerke wechsle ich den Tierarzt.

    Vertrauen ist das A und O.

    Oh ich disskutiere oft mit meiner Tierärztin.
    Klar kann man eigene Sachen einbringen.
    Und klar man hat die Verantwortung für sein Tier und die nimmt einem der Tierarzt auch nicht.
    Aber dennoch würde ich ohne Rücksprache keine Behandlung abbrechen oder die Dosierung maßgeblich verändern.
    Lieber bei einem anderen Arzt eine zweite Meinung holen oder eben mit meiner TÄ nochmal diskutieren.

    Im Internet sehe ich das Problem, dass jeder alles sein kann. ich kann auch angeben XYZ Doktortitel zu haben und daher total die Ahnung...es ist schwer das zu überprüfen. Ein Tierarzt (auch wenn es schwarze Schafe sicherlich auch da gibt) muss zumindest studiert haben und eine Zulassung. Sowie div. Fortbildungsurkunden anhand derer ich nachschauen kann welche Qualifikation vorhanden ist.

    Ein Tierarzt entscheidet (aus Haftungsgründen) oft auf Nummer sicher zu gehen. Wenn bei euch @HiRoEm jetzt keine Medikation vorgeschlagen worden wäre und dem Hund ginge es dann plötzlich so schlecht und er müsste eingeschläfert werden (rein hypothtisch) wäre der Tierarzt natürlich Schuld gewesen. Also werden Medis vorgeschlagen und du hast auf eigene Verantwortung entschieden diese nicht zu geben. In eurem Falle scheint das richtig gewesen zu sein, allerdings weißt du auch nicht ob es eurem Hund evtl mit Medis besser gegangen wäre.
    Es ist immer eine Sache des abwägends. Aber meiner Meinung nach muss/sollte man eben eine Form der Qualifikation haben um sich über die des Tierarztes (Studium) hinwegzusetzen.

    hätte ich einfach unseren tierärzten getraut dann würden wir immer noch mit einem völlig gestressten hund durch die welt laufen. zum glück habe ich mich informiert und danach mit experten zusammengearbeitet.

    Was für Experten waren das?

    Natürlich geht man andere Wege, wenn sich das Problem durch eine Behandlung nicht löst.

    Ich bezog mich mehr darauf schon vorher eine Bahndlung selbst vorzugeben/allein zu machen