Beiträge von Angel21

    Angststörungen sind doch nicht bei jedem gleich. Es gibt kaum ein anderes Krankheitsbild was so viele Facetten hat. Der eine kann schon den Anblick des Hundes am Horizont nicht ertragen, der andere kann eine gewisse Distanz durchaus zulassen.

    Das Problem sind in meinen Augen aber nicht die die eine wirkliche Hundephobie haben (die sind meiner Meinung nach sehr selten) sondern die die sich eben genau das einbilden und sich dann bis zum Kragen reinsteigern. Das ist für mich in bestimmt 90% reine Hysterie als wirkliche Angststörung..ich hoffe man versteht was ich meine?

    Es gibt Menschen die haben eine Phobie vor Aufzügen...aber dennoch kann man nicht grundsätzliche alle Aufzüge entfernen. Sie müssen nicht damit fahren (für Hunde: Sie müssen den Hund nicht anfassen oder in unmittelbarer Nähe ertragen) aber da sind sie eben dennoch. Ich selbst habe eine sehr ausgeprägte Angst vor Spinnen. Dennoch wird es immer wieder passieren, dass ich den Viechern begegne. Ich musste lernen auf eine gewisse Distanz einfach die Nerven zu behalten. Ich kann sie nicht anfassen oder direkt davor stehen...aber wenn ich genug Abstand habe kann ich den Anblick ertragen. Das sollte auch bei Hunden möglich sein...man kann niemals ausschließen welchen zu begegnen oder eben verlangen das alle HH sich in Luft ausflösen sobald man auftaucht. Wenns gar nicht geht muss da ein Psychologe ran...da kann ich als HH nicht viel machen....da kann ich noch so rücksichtsvoll sein.

    Auch da muss man einfach den bereits vorhandenen Hund einschätzen.

    Habe ich einen Hund da sitzen, der nicht mit anderen Rüden kann, wäre es Quatsch einen männlichen Welpen zu nehmen. Habe ich einen der keine kleinen Hunde mag hole ich mir keinen Chihuahua oder Yorki etc.

    Dann klare regeln wie schon beschrieben.

    MEHR KANN MAN NICHT MACHEN. Kann sein, dass es irgendwann mal knallt wenn der Welpe in die Pubertät kommt oder erwachsen ist. Dann ist man als Halter gefordert zu managen und den Hunden klar zu machen, dass Keilereien verboten sind

    Wieso bist du so patzig? Willst du Hilfe oder nicht? :???:

    Bei einem Welpen sieht das Ganze nochmal anders aus. Aber auch da muss man erstmal schauen wie die Hunde an sich reagieren. 2 Welpen gleichzeitig ist für den Besitzer super anstrengend...würde ich mir nicht zutrauen.

    Bei einem erwachsenen Hund und einem Welpen kann man immernoch auf den älteren Hund einwirken und der Welpe wird kaum Interesse daran haben den erwachsenen Hund zu fressen :ka:

    Ich unterscheide deutlich zwischen Angst und Hysterie.

    Wenn jemand wirklich Angst hat, dann nehme ich meine Hunde an die kurze Leine und schicke sie ins Platz (dann wirken sie nicht mehr so groß und bedrohlich). Die meisten trauen sich dann ohne Weiteres vorbei, sobald sie sehen, das man den Hund im Griff hat.

    Manches mal (zb bei Joggern) wenn ich den entgegenkommenden nicht schnell genug sehe werden die Hunde auch aus der Bewegung ins Platz geschickt weil nicht genug Zeit bleibt sie ranzurufen.

    Bis jetzt hatte dann auch noch niemand ein Problem an den Hunden vorbeizulaufen/mit zb dem Fahrrad an ihnen vorbeizufahren.

    Wenn jemand völlig hysterisch wird, rumschreit, furchtelt oder was auch immer veranstaltet nehme ich die Hunde ebenfalls an die Leine und wir gehen ohne denjenigen eines Blickes zu würdigen vorbei. Glücklicherweise lassen sich meine Hunde beiden da nicht mehr aus der Ruhe bringen, kenne aber Exemplare die durch solches Verhalten erst recht aufmerksam werden und zu der Person hinwollen.

    Aber wie einige andere auch: Ich kann, will und werde mich nicht in Luft auflösen. Meine Hunde werden bestmöglich erzogen sodass sie niemanden gefährden oder belästigen.

    Mit Kindern und alten Menschen gehen sie extrem vorsichtig um. Meine Hündin ist auf den Umgang mit Kindern trainiert.

    Es gibt also nicht den geringsten Grund für Befindlichkeiten :ka:

    Aber leider erlebe auch ich immer wieder, dass Eltern ihren Kindern die Angst geradezu anerziehen...kleiner Junge (vielleicht 4) kommt ganz fröhlich auf mich zu und fragt ob er den Hund streicheln darf. Ich schicke Zera ins Platz und der Junge darf streicheln.
    Auf einmal schreit die Mutter (die bestimmt 2 Minuten fröhlich schwatzend mit einer anderen Mutter da stand) kommt angerannt, reißt das Kind hoch, tritt nach dem Hund und fängt an mich anzuschreien wie es wagen könnte meinen Köter auf ihren Sohn loszulassen.
    Da wurde ich dann sehr sehr direkt. Da sagte sie dann irgendwann nix mehr.

    DA sehe ich dann jede Form der Rücksicht nicht mehr ein.

    Wenn jemand hier her kommt frage ich immer ob derjenige Angst vor Hunde hat. War bisher einmal der Fall und ich habe sofort angeboten die Hunde in ein anderes Zimmer zu bringen. Diejenige sagte sie wollte sich die Hund vorher erstmal anschauen. Ich habe beiden Hunde gesagt sie sollen langsam hingehen (kennen sie als Kommando) und alles war super, sie hat sich sogar getraut die Hunde zu streicheln. Aber ich hätte die Hunde auch weggebracht wenn jemand wirklich Angst hat. Ich bin da schon sehr tolerant.


    Alles in allem kommts immer auf das Gegenüber an wie ich mich verhalte

    Nö, ich nicht - und ich finde die herangehensweise auch seltsam... Ich habe meine Kriterien, wenn ich einen Hund haben möchte - ob dieser dann mit meinem ersten Hund sofort grün ist oder die Mischung explosiv, etc. pp. ist da doch erstmal nebensächlich. Hier wird sich nicht gezankt, egal wie scheiße man sich findet. :p

    Sicher können Hunde die gut im Georsam stehen lernen sich zu ignorieren.

    Aber mir war es auf Dauer wichtig, dass beide Hunde wirklich miteinander können.

    Eine ständige (wenn auch durchs Kommando unterdrückte) Spannung wollte ich hier im Hause nicht haben.

    Meine Hündin ist aber unkompliziert und es war sehr wahrscheinlich, dass sie mit dem von mitr ausgewählten Zweithund einverstanden ist. Wäre es aber so gewesen, dass sie sich absolut nicht leiden können (wie gesagt unwahrscheinlich), hätte der Neue wieder ausziehen müssen (er war eh als Pflegehund geplant)

    Du kannst es nicht "von vorneherein verhindern" Hunde entscheiden nach Sympathie. Entweder sie mögen sich oder eben nicht.

    Wenn es einen Zweit-oder Dritthund geben soll, muss man schauen ob es passt und wenn man einen Hund hat der eben nicht jeden leiden mag, austesten bevor man sich für die entgültige Aufnahme entscheidet.

    So ist das leider. Meine sind beide auch absolut verträglich. Trotzdem kann es immer mal sein das ihnen irgendwas an dem andere Hund nicht passt.

    Das ist wie bei Menschen auch.

    Ein Abbruchkommando sollte irgendwann in jeder denkbaren Situation funktionieren. Das dauert...da arbeitet man lange drauf hin..aber es geht

    Alleine schon der Satz: Es ging niemals um Ressourcen....es geht bei Mehrhundehaltung IMMER um eben diese.

    Sei es Futter, Spielzeug, die Aufmerksamkeit es Besitzers, ein Liegeplatz...gegenseitig hochpushen, Jagdmodus etc etc. Grund für Stichel-und Eifersüchteleien finden die Hunde immer. Wichtig ist sowas rechtzeitig zu erkennen und zu unterbinden.

    Bei "Fremdhunden" bzw Hunden die sich nur ab und an sehen, stellt sich kein geordnetes Zusammenleben her. Da mag man sich entweder oder man mag sich nicht. Klar kann man managen und versuchen ob 2 Hunde (bzw bei euch Rüden die eh untereinander schonmal schwierig sind) sich irgendwann akzeptieren, wenn man klare Regeln aufstellt und eben ein wachsames Auge drauf hat.

    Aber wenns nicht passt und immer wieder knallt würde ich diese Hunde nicht mehr in direkten Kontakt bringen, wenn ich nicht zwangsläufig müsste (enge Familie etc)