Beiträge von l'eau

    Woran erkennt man das denn? Also den Unterschied zwischen "freudig aufgeregt"und "Überdreht weil eigentlich schon Grenze überschritten"?

    Das ist ganz individuell. Jin bekam z.B. ein "müdes Öhrchen" (das rechte Ohr schlappte dann eher terrierartig rum), wenn es zu viel war.
    1-2x ist es mir auch passiert, dass ich nicht gemerkt habe, dass ich den Hund tagsüber überfordert hatte und dann kam Jin abends absolut nicht zur Ruhe, war ein richtiges kleines Biest. Nunja, ich hab dann reflektiert und mir für das nächste Mal gemerkt, weniger zu machen.

    Man kann auch keine feste Regel sagen, ab wann (zeitlich gesehen) es dem Hund zu viel wird. Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Und hängt auch mit der Tagesverfassung zusammen.
    Ich bin da sehr nach meinem Bauchgefühl gegangen. Scheint jedenfalls nicht komplett falsch gewesen zu sein, da mein Hund praktisch nie Probleme damit hatte, Ruhe zu finden und - wie gesagt - gesunde Gelenke hat.
    Jin ist mittlerweile fast 4 Jahre alt und hat sich im Freilauf noch nie verletzt (wenn man von kleinen Kratzern und aufgeschürften Karpalballen absieht - beides ist aber kaum der Rede werd und schlecht vermeidbar).
    Einmal hat sie nach dem Coursing ganz leicht gehumpelt - da hatte sie sich das Daumenhäutchen leicht verletzt, das war aber am nächsten Tag schon wieder gut -, ansonsten läuft sie auch seit ca. 3 Jahren verletzungsfrei im Sport.

    Ich glaube aber nicht, dass das Gehirn des Hundes sich allein durch Bewegung entwickelt.

    Natürlich nicht allein durch Bewegung, aber auch durch Bewegung. Das ist auch beim Menschen bewiesen. Gerade die für die Motorik/Körperbeherrschung notwendigen Bereiche können sich nur durch Nutzung entwickeln.


    Ich mag den Text. Mein Welpe wurde praktisch genauso erzogen. Das Gehen an der Leine hab ich eher kurz gehalten, dafür durfte Jin viel frei laufen und toben. Das war mir sehr wichtig, damit sie frühzeitig lernt, mit verschiedenen Böden/Bewüchsen/Objekten/Subjekten umzugehen - ich wollte nämlich keinen Whippet haben, der sich aufgrund mangelnder Körperbeherrschung was bricht, andere Lebewesen über den Haufen rennt oder sich gar den Schädel an einem Pfosten spaltet.
    Ich hatte Jin auch teils auf mehrstündigen Gassi-Runden dabei - da wurde sie dann eben zwischendurch getragen und wir waren in einem langsameren Tempo unterwegs.

    Wichtig war mir aber auch die Ruhe hinterher. Nach einem anstrengenden Tag (egal ob körperlich oder geistig) gab es mindestens 1-2 ruhige Tage.

    Treppen durfte sie von Anfang an in Maßen laufen - rauf mehr als runter, weil runter das ist, was mehr auf die Gelenkte geht.

    Meinem Hund hat es nicht geschadet. Die Röntgenbilder zeigen top Gelenke.

    Jins Züchterin hält es mit ihren Hunden ähnlich und auch die sind alle gesund.

    Kannst mal ein Bild der Pfoten (seitlich, im Stand, glatter Untergrund) machen?

    Ja, bei manchen Hunden wächst das Leben sehr schnell weit nach vorne. Dass es allerdings so weit vorne ist, dass man nichtmal einen Millimeter abschneiden kann, ist mWn schon ungewöhnlich.

    Wenn man das Leben zurückdrängen will, ist es sehr wichtig, auch von schräg oben Horn abzunehmen.

    Mit dem Dremel kann man näher an's Leben ran, daher ist es einfacher, damit das Leben zurück zu drängen.

    Ich hab den Dremel 3000 zusammen mit einer biegsamen Welle.

    Jins Züchterin nutzt die Version vom Aldi (oder war's Lidl?). Mittlerweile auch die Akkuvariante davon.


    Vergessen: Jins Krallen höre ich übrigens immer - selbst direkt nach dem Dremeln.

    schau mal, ob du auch noch etwas schepps von oben wegnehmen kannst - das drängt dann das Leben etwas zurück und verlangsamt das Krallenwachstum.

    Jins Krallen hört man übrigens auch immer - selbst direkt nach dem Dremeln. Und ich halte Jins Krallen wirklich kurz (im anderen Thread gibt es Bilder).

    Darf ich fragen, warum die zu lang sind? Bleibt Hund hängen / ist es unangenehm für den Hund / tut es dem Hundeli weh?
    Weil sie berühren den Boden nicht, es kommt kein Gewicht drauf....
    Drücken die Krallen beim gehen in den Boden?

    Hunde zeigen idR Probleme mit zu langen Krallen nicht wirklich an. Höchstens bewegen sie sich weniger - dann sind die Krallen aber schon extrem zu lang.

    Krallen berühren beim Gehen immer den Boden und geben damit auch Informationen über den Boden/die Geländebeschaffenheit weiter. Sind die Krallen zu lang, geben sie falsche Informationen weiter, was dazu führt, dass der Bewegungsapparat negativ beeinflusst wird.

    Zudem erhöhen lange Krallen die Gefahr für Verletzungen - sei es Krallenabrisse, seien es Verletzungen der Zehen selber, weil die Krallen durch den größeren Hebeleffekt zu Sehnen- oder Muskelabrissen oder gar zu Zehenbrüchen führen.

    @l'eau ich glaub das täuscht. Die Pfoten "greifen" auf dem Bild, die sind nicht entspannt.

    ich bezog mich mit meinem letzten Krallen-Länge-Post auf die Stehbilder:

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