Beiträge von l'eau

    Im Feb. 2022 tötete ein Jäger in seinem Revier einen streng geschützten, besenderten Seeadler und nahm den toten Vogel mit zu sich nach Hause. Den GPS Sender versenkte er in einem Fluss.

    Durch den Sender konnte die Spur zu dem Jäger nachverfolgt werden.

    Es kam zur Anzeige und einem Urteil über 1.800€ Geldstrafe plus Einzug des JS!

    Super, dass der Idiot gefasst wurde! Die Geldstrafe find ich ein bissi wenig, könnt ruhig noch 'ne 0 mehr dran. Ich mein, einen Seeadler kann man ja wohl kaum versehentlich töten :roll:

    Das sie dieses krasse betteln und hibbelige jedoch einfach ignoriert, finde ich persönlich nicht so gut.

    Wobei man hier auch drei Dinge bedenken sollte:

    - TV-Situation ist immer etwas anderes als ohne Kamera

    - Besuchsituation ist etwas anderes als Normalität

    - der Hund war zu dem Zeitpunkt erst 6 (?) Wochen bei der Dame

    Es kann also schon sein, dass sie im Alltag anders reagiert, das trainiert.

    Hoffe auch, dass sie nicht fett gefüttert wird :see_no_evil_monkey:

    Das ist auch das einzige mögliche Manko, was ich sehe

    Bei letzterer kann man bisher noch nicht bewusst auf Hitzetoleranz selektieren. Es gibt viel Forschung dazu um herauszufinden WAS diese Hitzetoleranz eigentlich genau ausmacht. Sitzt sie auf einem Gen, was macht ein "erfolgreicher" Körper überhaupt anders etc.

    Es ist nicht unbedingt nötig zu wissen, welches Gen/welche Genkombination für ein Merkmal zuständig ist, um darauf zu selektieren. Das hat jahrhundertelang funktioniert bevor die Menschen überhaupt etwas von Genen wussten. Man züchtet "einfach" mit den Tieren weiter, die die Merkmale aufweisen, die man möchte oder denen die Merkmale fehlen, die man nicht möchte. Natürlich geht das mit dem Wissen um Gene und Vererbung einfacher, aber es ist auch ohne dieses Wissen nicht unmöglich.


    Mir ist keine Studie bekannt bei der erfolgreich festgestellt wurde wie und ob auf heat tolerance selektiert werden kann, geschweige denn dass es gemacht wurde. Einfach immer die Guten zu nehmen hat da bis jetzt keine mir bekannten Fortschritte gezeigt. Wär ja auch etwas lustig. Hund 2.0 - jetzt neu mit extra Hitzeschutz!

    Auch mit gezielter Zucht nur auf dieses eine Merkmal (die es freilich nicht gibt), bewegt man sich "nur" in dem von diesem Organismus vorgegebenen Bereich. Man kann den Bereich u.U. in einem gewissen Rahmen verschieben, aber nicht unendlich.

    Windhunde sind hier auch ein Beispiel: Das Sprintvermögen, die Geschwindigkeit und die Regenerationsfähigkeit ist bei diesen Rassen gegenüber andren Rassen deutlich verbessert. Trotzdem geht es hier nicht unendlich weiter bzw. leiden z.B. bei Konzentration auf Geschwindigkeit irgendwann Geländetauglichkeit und Trittsicherheit, wodurch der Verletzungsrisiko steigt.


    Ich hab keine Ahnung, ob jemand wirklich nur auf das Merkmal Hitzetoleranz selektiert. Ich denke eher, dass die Selektion "nebenbei" läuft. Mal ganz vereinfacht:

    Wenn nun Schäfer A eine Hündin hat, die zwar ihre Arbeit gut macht, aber bei warmen Wetter einen Leistungseinbruch hat und dann bei seinem Schäferkollegen B sieht, dass dieser einen Rüden hat, der auch bei Hitze gut arbeitet, so wird er diesen Rüden (sofern der Rest auch passt) vmtl. als Vater für den nächsten Wurf wählen. Hat nun Schäfer C einen Hund, der bei Wärme zu nichts zu gebrauchen ist und sieht, dass Schäfer A und B mit ihren Hunden auch bei Wärme noch arbeiten können, so wird er sich vmtl. einen Hund aus diesem Wurf als neues Arbeitstier kaufen. Aber natürlich auch das nur, wenn ihn grundsätzlich die Arbeitsleistung der Hunde von Schäfer A und B überzeugt - weil ein Hund, der bei Hitze zwar munter durch die Gegend rennt, dabei aber weder Ahnung von dem hat, was er tut, noch auf den Schäfer hört, möchte Schäfer C freilich nicht haben.

    Natürlich läuft das real nicht geradlinig, weil immer noch mehr Merkmale reinspielen und manche Merkmale Generationen überspringen können. Aber mit Blick auf die Merkmale, die einem wichtig sind, so verschieben sich die gezüchteten Tiere mit der Zeit in die Richtung, in die man sie haben möchte. Allerdings alles natürlich in einem gewissen Bereich. Eiweise denaturieren nunmal bei einer bestimmten Temperatur - das lässt sich auch durch Zucht nicht ändern (vllt irgendwann mal durch Gentechnik).

    wahlweise bei -30 Grad an der Kette ohne Unterstand oder Decke zu leben (mit Kurzhaar)

    Das mach ich so nicht stehen lassen: Ich kenne viele Bilder von kurzhaarigen Windhunden aus ursprünglichen Verhältnissen, die bei kälterem Wetter in Decken eingepackt werden.

    Allerdings denke ich, dass es keine bewusste Zucht auf Wettertoleranz gibt, sondern dass sich diese nebenbei ergibt. Ein Hund, der bei Wetter x weniger oder gar keine Leistung bringt, wurde/wird halt nicht weiter zur Zucht verwendet. Natürlich ist das etwas schwammig und jeder definiert das vielleicht ein wenig anders, aber mit der Zeit werden die Hunde dadurch wettertoleranter.

    Aber selbst bei survival auf the fittest, ich hab hier zwei Tropenhunde sitzen und auch da: müssten die jetzt Leistungen in Hitze bringen wäre das wieder unter den Faktoren Akklimatisierung, Trainingsstand und individuelle Prädisposition - einer von ihnen neigt zu Überhitzung.

    Ist halt die Frage, für was deine Tropenhunde gezüchtet wurden; sah ihr Einsatzzweck überhaupt körperliche Arbeit bei Hitze vor?

    Außerdem funktioniert Genetik nicht unbedingt geradlinig - es gibt immer mal "Ausrutscher", Individuen, die Merkmale haben, die sie eigentlich nicht haben sollten.

    Auf unabhängigen Info-Seiten steht, es ist sinnvoll, es mit jedem neuen Hund wieder zu machen. Ja, ist wohl so. Aber dann würde ich wohl eher eine BH oder ähnliches machen, was dann doch etwas "höherwertiger" ist.

    Die BH ist eine Sportprüfung - die hat mit der Alltagstauglichkeit des Hundes eher wenig zu tun.

    So oder so macht es für mich keinen Sinn, mit jedem Hund einen Hundeführerschein oder eine BH zu machen, es sei denn man hat Spaß daran oder braucht das (z.B. weil man die BH braucht, um an Agility-Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen).

    Natürlich macht es Spaß, zusammen mit dem Hund etwas zu lernen - aber dafür würde ich mir nicht etwas kurzfristiges wie einen Hundeführerschein suchen, sondern eine Beschäftigung, die man immer ausüben kann (Tricks, Obedience, Agility, Mantrailing...)

    Ich mache beides im Juli, aber mit dem Hund einer Freundin.

    Das würde ich machen.

    Zum einen, um den Prüfungsstress etwas geringer zu halten - mit dem eigenen Hund dürfte der Druck, bestehen zu müssen, höher sein. Zum anderen kann man dann ganz entspannt in das Leben mit dem eigenen Hund reinwachsen und steht nicht unter dem Druck bestimmte Aufgaben bis Datum x ausreichend trainiert zu haben.

    :ka: Es ist auch in Großbritannien (Rasseherkunft) und Deutschland (vmtl. Hundeherkunft) im Sommer durchaus sehr warm bis heiß. Und die meisten Arbeiten, für die ein Hund genutzt wird, nehmen eben keine Rücksicht auf die Temperaturen. Der Hund muss halt funktionieren - egal, ob es gerade 30 Grad hat oder regnet oder Schnee liegt.

    Mein Whippet ist schon sowohl bei über 30 Grad als auch bei Starkregen Coursing gelaufen. Beides sind im Alltag nicht ihre Lieblingswetter, letzteres aus ihrer Sicht auch absolut tierschutzrelevant. Trotzdem hat sie problemlos ihre Leistung gebracht.