Ich weiß nicht ob ihr das versteht, aber ich wünsche mir einen Hund seit ich 3 Jahre alt bin und endlich ist sie hier und natürlich will ich eine gute Bindung zu ihr aufbauen und sie nicht traumatisierten mit aversiven Strafen.
Hast du dich schonmal mit Kommunikation beschäftigt? Mit dem Leben im Sozialverband?
Du wirst feststellen: egal welche Spezies (Hund, Affe, Mensch, Pferd, Wildschwein,...) es gibt keine Kommunikation ohne aversive Signale. Wir selber nutzen sie täglich - meist in Form eines simplen Neins.
So, nun haben wir beim Hund das Problem, dass er zwar u.U. durchaus weiß, was "Nein" bedeutet (wenn er es lernen durfte), dass er es aber nicht immer einsieht, dem auch Folge zu leisten. Also liegt es an uns, dem Hund beizubringen, dass wir das Nein auch ernst meinen. Übrigens: das müssen auch Eltern ihren Kleinkindern beibringen. Natürlich haben es Eltern in dem Punkt einfacher, dass man Kindern ab einem gewissen Alter relativ einfach erklären kann, warum das Nein nötig ist. Das kann man einem Hund meist nicht so einfach erklären, hier muss man auf andre Mittel zurück greifen.
Einen "dummen" Hund mag man bei Fehlverhalten auch einfach auf Leckerchen/Spielzeug umlenken können - ein intelligenter Hund würde das allerdings zum Anlass nehmen, das Fehlverhalten öfters zu zeigen, damit er die Belohnung bekommt. Das heißt, dass man auch mal Strafe anwenden muss. Das heißt ausdrücklich nicht, dass man den Hund verprügeln soll! Bei einem sensiblen Hund kann als Strafe schon das Hochziehen der Augenbraue ausreichen, bei einem weniger sensiblen Hund, muss man dann schon deutlich böse schauen z.B.
Wichtig ist, dass man das Abbruchsignal erstmal in einer weniger aufgeladenen Situation trainiert und festigt. Würdest du jetzt direkt in die Katzenjagdsituation gehen, würde es ohne massive positive Strafe nicht gehen (kann man durchaus machen, muss man aber der Typ Mensch dafür sein - gerade beim Strafen ist es wichtig, auch wirklich dahinter zu stehen).
Außerdem reagiere bevor der Hund agiert. Also in deinem Fall verbietest du am Besten schon das Anschauen der Katzen. Dein Hund soll erstmal die Katzen ignorieren.
Aber bei alldem nicht das Loben vergessen! Solange sich dein Hund wie gewünscht verhält - also die Katzen ignoriert/entspannt in Gegenwart der Katzen ist, lobst du ihn (am Besten ruhiges Lob nutzen, nichts aufputschendes), wirfst ihm Leckerchen zu etc.