Beiträge von l'eau

    Welcher aus der Liste ist ein Xolo? Der Nackthund?

    ja. nein. in der Liste steht ein Perro sin pelo del Peru. Der Xoloitzcuintle ist der mexikanische Nackthund.

    Das würde Fines lichtes Fell, fehlende Unterwolle und nackigen Bauch + Achseln erklären 😅

    nicht unbedingt. Ich weiß jetzt nicht, wie das Fell von behaarten Perros ist, aber wenn sie das Nacktgen haben, dann sind sie auch nackt (abgesehen von Stellenweise ein paar Fusseln).

    Muss ich jetzt Kinder adoptieren?

    boah, sag das bloß nicht so laut! Sookie wäre absolut dafür, also dass ich Kinder adoptiere. Sookie liebt Kinder. So hab ich Sookie auch vorletztes Wochenende beim Turnier einfach der Tochter (4. Klasse) meiner Agi-Trainerin in die Hand gedrückt, während ich mit Jin im Parcours war. Keine Ahnung, was die derweil angestellt haben. Beide kamen begeistert und heil wieder xD

    Ich habe schon das Gefühl, das mein Hund sich auf die "Arbeit" freut.

    Kann auch einfach Stress sein. Wenn du den Hund nur wenig belohnen kannst und viel korrigieren musst, dann wird er früher oder später keinen Bock mehr haben. Kann natürlich sein, dass ich da was falsch verstanden habe und er die meiste Zeit im Training alles richtig macht - für mich klang es nur so, als würde er die meiste Zeit Fehler machen.

    Ich kann vor dem Leben nicht davonlaufen.

    Sollst du auch gar nicht.


    Wenn ich irgendwo hin fahre um einen schönen längeren Spaziergang zu machen, drehe ich doch nach den ersten 10m nicht um und fahre wieder nach Hause, weil dort ein anderer Hund ist.

    nun, normalerweise führen mehrere Wege nach Rom. Was spricht dagegen 10m zurück zu gehen, so dass mehr Platz zum Ausweichen ist oder eben eine andre Abzweigung zu nehmen?

    Natürlich ist das nicht immer möglich. Dann hilft nur Augen zu und durch. Aber hilfreich ist das keinesfalls.


    Ganz klar versuche ich, möglichst großen Abstand zu halten und den Hund ruhig vorbeizubringen, aber die grundsätzliche Konfrontation kann ich nicht vermeiden.

    Nicht immer.

    Ich bin mit einer Hündin, die fremde Hunde nicht so toll findet, sowohl im ländlichen, als auch im städtischen Bereich unterwegs. Ja, nicht immer ist ein ausreichend weites Ausweichen möglich, manchmal auch kein Zurückgehen. Es kann auch passieren, dass man von mehreren Seiten eingekesselt wird.

    Jin ist soweit, dass ich sie oft im schlimmsten Fall am Rand absitzen lassen und mit Leckerchen vollstopfen kann, derweil die andren Hunde passieren. Klappt nicht immer. Schon gar nicht, wenn die andren Hundehalter nicht kooperativ sind und ihre Hunde rüberziehen lassen. Aber ich kann dadurch Jins Ausraster ganz gut reduzieren. War ein langer Weg - eben auch, weil ich eine Zeit lang immer wieder in die Konfrontation bin. Es dauerte ziemlich lang bis ich akzeptiert habe, dass Jin das nicht gut tut und Jin einfach absolut keinen Kontakt mit fremden Hunden haben möchte. Seit ich das verstanden habe, geht es aufwärts - blöderweise muss ich nun gegen viele Jahre festgefahrenes Verhalten trainieren.

    Mach nicht den gleichen Fehler wie ich. Hör darauf, was dein Hund braucht.

    Ich weiß nicht ob ihr das versteht, aber ich wünsche mir einen Hund seit ich 3 Jahre alt bin und endlich ist sie hier und natürlich will ich eine gute Bindung zu ihr aufbauen und sie nicht traumatisierten mit aversiven Strafen.

    Hast du dich schonmal mit Kommunikation beschäftigt? Mit dem Leben im Sozialverband?

    Du wirst feststellen: egal welche Spezies (Hund, Affe, Mensch, Pferd, Wildschwein,...) es gibt keine Kommunikation ohne aversive Signale. Wir selber nutzen sie täglich - meist in Form eines simplen Neins.

    So, nun haben wir beim Hund das Problem, dass er zwar u.U. durchaus weiß, was "Nein" bedeutet (wenn er es lernen durfte), dass er es aber nicht immer einsieht, dem auch Folge zu leisten. Also liegt es an uns, dem Hund beizubringen, dass wir das Nein auch ernst meinen. Übrigens: das müssen auch Eltern ihren Kleinkindern beibringen. Natürlich haben es Eltern in dem Punkt einfacher, dass man Kindern ab einem gewissen Alter relativ einfach erklären kann, warum das Nein nötig ist. Das kann man einem Hund meist nicht so einfach erklären, hier muss man auf andre Mittel zurück greifen.

    Einen "dummen" Hund mag man bei Fehlverhalten auch einfach auf Leckerchen/Spielzeug umlenken können - ein intelligenter Hund würde das allerdings zum Anlass nehmen, das Fehlverhalten öfters zu zeigen, damit er die Belohnung bekommt. Das heißt, dass man auch mal Strafe anwenden muss. Das heißt ausdrücklich nicht, dass man den Hund verprügeln soll! Bei einem sensiblen Hund kann als Strafe schon das Hochziehen der Augenbraue ausreichen, bei einem weniger sensiblen Hund, muss man dann schon deutlich böse schauen z.B.

    Wichtig ist, dass man das Abbruchsignal erstmal in einer weniger aufgeladenen Situation trainiert und festigt. Würdest du jetzt direkt in die Katzenjagdsituation gehen, würde es ohne massive positive Strafe nicht gehen (kann man durchaus machen, muss man aber der Typ Mensch dafür sein - gerade beim Strafen ist es wichtig, auch wirklich dahinter zu stehen).

    Außerdem reagiere bevor der Hund agiert. Also in deinem Fall verbietest du am Besten schon das Anschauen der Katzen. Dein Hund soll erstmal die Katzen ignorieren.

    Aber bei alldem nicht das Loben vergessen! Solange sich dein Hund wie gewünscht verhält - also die Katzen ignoriert/entspannt in Gegenwart der Katzen ist, lobst du ihn (am Besten ruhiges Lob nutzen, nichts aufputschendes), wirfst ihm Leckerchen zu etc.

    Leider kann da nicht auf jeden Einzelnen eingegangen werden.

    Dann ist diese Gruppe nicht das richtige für dich. Gerade, wenn man auf den Sport hin trainiert sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass auf jedes Hund-Mensch-Team individuell eingegangen wird.

    Wir trainieren im Agi auch manchmal gruppenübergreifend - dann laufen aber weder die Anfänger den Fortgeschrittenenparcours noch die Fortgeschrittenen den Anfängerparcours, sondern Anfänger und Fortgeschrittene bekommen unterschiedliche Laufwege gezeigt. Und wenn Hund A für das "Voran" einen Futterautomaten benötigt, dann wird dort ein Futterautomat hingestellt und für Hund B steht der Futterautomat nach dem Steg.

    Selbst in der Welpengruppe wird ganz individuell drauf eingegangen: gestern haben wir z.B. Abruf durch eine Menschenmauer geübt. Für die forschen Welpen hat die "Mauer" sich da auch mal stärker bewegt, derweil die "Mauer" für die unsichern Welpen ganz ruhig war.

    Wenn man die Aufgaben für alle gleich stellt, dann langweilt sich das eine Hund-Mensch-Team, derweil das andere völlig überfordert ist, keine Erfolgserlebnisse hat und nur lernt, dass Zusammenarbeit/Sport keinen Spaß macht.


    Ja... Mein Hund kommt mit Frust nicht gut aus. Kannst du da konkret etwas empfehlen, das mir als Anleitung dienen könnte? Buch, Text im Netz, Video... ganz egal.

    Hm, wo du was findest, weiß ich jetzt nicht genau, aber einzelne Übungen können sein:

    - Ruhiges Warten vor dem Futternapf

    - im Sitz/Platz auf Freigabe warten, derweil Leckerchen (erst eins, dann mehrere) vor dem Hund/um dem Hund herum auf dem Boden liegen

    - ruhiges Abwarten während ein Spielzeug ausgelegt/geworfen wird und erst auf Freigabe hinterher (kann man steigern mit mehreren Spielzeugen, nach der Freigabe Abrufen/ins Sitzrufen, dann erneut schicken etc.)

    - einfach im Park/auf einer Wiese/in der Stadt sitzen und die Gegend beobachten


    Wobei ich für Letzteres zu stur bin.

    Das hilft deinem Hund überhaupt nicht. Wenn du ihn immer wieder in Situationen bringst, in denen er ausrasten "muss", wird sich das Ausrasten immer mehr festigen - und es immer schwierig das zu trainieren.