Beiträge von l'eau

    Da sitzt auch nur ein Mensch und die meisten Halter/-innen dieser haben kein Problembewusstsein.

    Eben. Zu meinem Agi-Kurs wollte sich eine Dame mit französisch/englischem Bulldoggenmischling anmelden. In meiner Absage habe ich ihr dann auch freundlich erläutert, dass sie mit einem Hund, der ziemlich sicher früher oder später Probleme mit der Thermoreguation bekommt, sich besser einen ruhigeren Sport sucht. Ob es angekommen ist, weiß ich nicht. Ich hoffe es für den Hund.

    Mittagspausenrunde. Ich wandle entspannt den Weg entlang. Die Mädels irgendwo hinter mir am Schnüffeln. Kurze Zeit später höre ich sie angerannt kommen - so weit so gewöhnlich. Ich sehe sie nicht an mir vorbei rennen. Der erfahrene Leser weiß, was folgt. Ich wusste es nicht. Bis ich mich auf dem Boden der Tatsachen wieder fand. Oder vielleicht schon in dem Moment, in dem ich den Aufprall in den Kniekehlen spürte, noch hoffte, dass die Physik nicht das macht, was laut Physik zwangsläufig ist. Aber auch diese Hoffnung währte nicht lange. Ich befand mich kurz - im Nachhinein viel zu kurz - in der Luft und knallte dann auf den Kiesweg. Wobei, das ist ungenau. V.a. knallten der obere Rücken und der Kopf. Jedenfalls war es das, was in meinem Bewusstsein an kam. Kurzer Moment Panik. Dann zum Sitzen aufrappeln. Atmen. An den Hinterkopf fassen - kein Blut, das ist schonmal gut. Atmen funktioniert auch. Hunde, die verwirrt um mich herum wuselten, angeleint. Überlegt, ob irgendwas gegen Aufstehen spricht (Schwindel, Sichtfeldstörungen o.ä.). Sookie fängt ernsthaft das buddeln an :shocked: Entschuldigung! Ich lebe noch! Ich brauch jetzt kein Grab :stock1:

    Im TV-Beitrag hat er doch einen Hund in seiner Gruppe gehabt, der irgendeinem Fußballer (?) gehörte und bei ihm zum Training war. Also da gibt es nicht viel Interpretationsspielraum.

    Wenn man nur ein bisschen zum Spaß Agi machen möchte, dann braucht man eigentlich die xtausend Hürdenkommandos nicht, da mögen Hopp und Außen reichen. Der Punkt ist nur: wenn man Spaß am Agi hat, dann besteht der Spaß auch zum Teil daraus, mit seinem Hund zusammen einen Parcours zu meistern und früher oder später werden die einfachen Parcoure langweilig - nicht nur für einen selber, auch für den Hund. So ein einfacher Flitzeparcours zwischendurch ist zwar immer mal geil, aber den Hunden gefällt es auch, knifflige Situationen zu lösen und am Ende sind sie genauso stolz wie die Halter, wenn sie einen schwierigen Parcours gemeistert haben.

    Die Hürdenkommandos, die man mMn auf jeden Fall braucht sind:
    - Hopp (einfaches Sprungkommando)

    - Voran (in Laufrichtung Gas geben und über die nächste Hürde springen - egal, ob Frauchen deutlich hinterher hechelt)

    - Außen und Hinten (zwei verschiedene Arten die Hürde von der andren Seite zu nehmen)

    - Weg (über die Hürde und weg vom Menschen/der Laufrichtung drehen)

    - In (die Hürde von innen nehmen)

    - Rum (Kurzspringkommando - dies kann man ggf. auch körpersprachlich ersetzen)

    Das sind die Kommandos, die Jin kann (außer Voran - wir haben ein Problem damit, uns voneinander zu lösen) und mit denen ich auch A3-Parcoure laufen kann (nur im Training, turniermäßig schaffen wir's nicht über die A2, weil Jin sich beim Agi sehr schwer tut, sich von mir zu lösen).

    Sookie lernt mehr Hürdenkommandos, dadurch ist sie weniger auf meine Körpersprache angewiesen, was hoffentlich dazu führt, dass ich sie nicht ebenso zum Kleben bringe wie Jin |)

    Wobei man mit einem kleineren Hund durchaus den Vorteil hat, dass man ihn lauftechnisch oft besser unterstützen kann. Durch die kleineren Galoppsprünge hat man oft mehr Zeit auf sie einzuwirken als bei einem größeren Hund (und Border Collies sind oftmals nochmals eine ganz andere Nummer).

    mit Leckerlies durchgeführt durch alles.

    Bei Hürde und Tunnel spricht da nichts dagegen. Aber der Slalom ist ein sehr komplexes und langes Hindernis, welches viel Denkarbeit vom Hund benötigt, um es zu verstehen. Beim Durchführen mit Leckerchen erschwert man dies dem Hund ungemein - so hat man vielleicht früher den Slalom trainiert, heutzutage macht man das nicht mehr.

    Und auch wenn ein kompletter Parcours aufgebaut ist, so kann man doch trotzdem nur einzelne Elemente üben. Mach ich derzeit im Verein mit Sookie und Jin so. Für die Fortgeschrittenen (Jin) steht ein kompletter Parcours, aber da Sookie mit 11 Monaten natürlich noch bei weitem nicht so viel kann, such ich mir einfach einen Teil aus 2-3 Hürden/Tunnel und arbeite mit ihr dieses Teilstück. Es geht nur darum, dass sie Spaß daran hat und lernt sich an mir/meinen Signalen zu orientieren. Wippe hab ich ihr schonmal die Grundübung gezeigt (aufs nahezu am Boden liegende Ende springen und Kekse abgreifen). Daheim fang ich gerade erst das Zonentraining mit ihr an. Reifen kann ich ihr demnächst vielleicht mal zeigen. Weitsprung frühestens nächsten Monat, wenn sie ein Jahr alt ist. Über Slalom denk ich bei ihr noch gar nicht nach - vor Herbst wird sie vmtl. eh keine Turniere laufen und in der A0 kommt kein Slalom vor.

    Und bei meinem Anfängerkurs bleib ich auch erstmal an Mini-Parcouren aus Hürden und Tunnel (wobei ich ihnen diese Woche evtl. den Reifen mal separat hin stelle, damit sie den schonmal ihren Hunden zeigen können). Der Kurs ist auf 10x ausgelegt - ob wir bis zum Slalom kommen, weiß ich noch nicht. Das hängt auch vom Geschick der teilnehmenden Teams ab.

    Aber wie gesagt is mir da schleierhaft wie er davon zunehmen soll weil eigentlich müsste der davon doch Dünnpfiff bekommen

    Warum sollte er davon Durchfall bekommen? Klar, es gibt Hunde, die Milchprodukte nur schlecht vertragen, aber alle andren verdauen das gut. Milch = Proteine, Zucker = Kohlenhydrate - da wundert's wenig, wenn der Hund davon zu nimmt, wenn er das viel und oft bekommt.

    (Hürden, ein Weitsprung, Tunnel und Slalom)

    Finde ich für die erste Agi-Stunde schon recht viel. Mein Anfängerkurs (war erst 2x aufm Platz) kennt bisher nur Hürde und Tunnel - und auch damit sind die Hunde am Ende der Stunde gut müd. Natürlich verwirrt es den Hund, wenn man ihn ohne großartiges Ziel über/durch x Hindernisse schickt. Strukturiert ans Agi ran geführt, kann der Hund in der nächsten Stunde auf das Erlernte der vorigen Stunde aufbauen.

    Wenn der Hund den Slalom später mal schnell und selbstständig machen soll, bringt es auch nichts, ihm den Slalom mal zu "zeigen" (mit Leckerchen durchgeführt?). Im Gegenteil, das kann im blödesten Fall dazu führen, dass man später mühsam dagegen trainieren muss.